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Rathaus: Neue Heimatgeschichtliche Beiträge – Geschichten aus Werder, die neugierig machen

Der Thingplatz im Stadtwald, die Glindower Ziegelei, 30 Jahre Weinverein, Fischereitradition und der Maler Gerhard Graf – das alles und noch viel mehr sind Themen eines neuen Heftes aus der Reihe Heimatgeschichtliche Beiträge.

Bernd Reiher, 28.11.2025, 11:48 Uhr

Der Band ist ab Ende November unter anderem in der Buchhandlung Hellmich erhältlich. Lesen Sie mehr in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Heimatvereins Werder und der Stadtverwaltung.

Neue Heimatgeschichtliche Beiträge erschienen – Geschichten aus Werder, die neugierig machen

Die neuen Heimatgeschichtlichen Beiträge 2026 liegen vor. Es ist bereits das 33. Heft, das der Heimatverein Werder (Havel) e. V. zum Jahreswechsel herausgibt. Die Stadt unterstützt das Erscheinen der Reihe. Das aktuelle Heft wird mit einem Grußwort des 1. Beigeordneten Christian Große eröffnet, der der Redaktion und dem Verein für ihre kontinuierliche Arbeit dankt.

Die Beiträge widmen sich erneut Themen, die Stadtgeschichte greifbar machen – mit bekannten, vergessenen und überraschenden Blicken auf Werder. Ein Schwerpunkt bildet die Geschichte des Thingplatzes im Stadtpark. Die Darstellung zeigt, wie die Anlage Mitte der 1930er-Jahre entstand und welche Rolle sie im nationalsozialistischen Fest- und Veranstaltungswesen spielte. So wird sichtbar, wie sich politische Entwicklungen jener Zeit auch in Werder widerspiegelten.

Ein zweiter Schwerpunkt führt nach Glindow. Der Beitrag über das Grabdenkmal stellt Andreas Fiedler vor, der im 18. Jahrhundert die Invalidenkassenziegelei in Glindow über viele Jahre führte und später als Erbpächter verantwortete. Gemeinsam mit seiner Frau Anna Dorothea Voigt prägte er einen frühen Kern der Glindower Ziegeleiwirtschaft. Die
Dokumentation zeigt, welche Bedeutung dieses Ehepaar für die örtliche Entwicklung hatte. Dank der Initiative des Förderkreises Kulturgut Friedhöfe im Heimatverein Werder (Havel) e.V. wurde das Denkmal restauriert.

Daneben bleiben die vertrauten Rubriken erhalten. Der Weinverein blickt auf 30 Jahre Engagement für den Weinbau am Wachtelberg und Galgenberg zurück. Ein weiterer Text widmet sich dem Fischereibetrieb Berner und zeigt, wie ein altes Handwerk die Region über Jahrhunderte geprägt hat. Mit mehreren Beiträgen erinnert das Heft zudem an den Maler Gerhard Graf, dessen Arbeiten  in Werder Spuren hinterlassen haben.

Das Alltagsleben findet auch seinen Platz – etwa in einem Brief aus dem Jahr 1905, in dem die Berliner Verwandtschaft ihre Heimfahrt vom Baumblütenfest beschreibt. Auch Lost Places sind ein Thema, die Verdienste von Alfred Schultze und es gibt weitere spannende Inhalte auf fast 100 Seiten.

Die Heimatgeschichtlichen Beiträge 2026 sind ab dem 29. November 2025 für 7 Euro in der Werderaner Buchhandlung Hellmich erhältlich. Auf dem 14. Werderschen Kunstmarkt im Lendelhaus (an den Wochenenden des 1. und 2. Advent) bietet der Heimatverein das Heft ebenfalls an seinem Infostand an. Interessenten und Sammler können es zudem per E-Mail unter heimatverein-werder@gmx.de anfordern.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/125-jugend,-familie-soziales/4921-stadtgeschichte-zum-blättern.html

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