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Initiative Lebenswerte Städte zum Kompromiss der StVG-Novelle

Werder (Havel), 18.06.2024 – Am 15. Juni 2023 ist mit einer seltenen Mehrheit aus B90/Grüne/Fehrenberg, Stadtmitgestaltern, Die Linke, SPD und Freien Wählern in der Werderaner Stadtverordnetenversammlung dem Antrag entsprochen worden, dass die Blütenstadt dem Städtebündnis „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ beitreten wird.

Seit dem Spätsommer 2023 ist Werder auch tatsächlich auf der Seite Städte und Gemeinden der Initiative zu finden. Völliger Quatsch hingegen sind seitdem auch in Blütenstadt hartnäckig gestreute Gerüchte, dass es bei diesem Vorstoß um flächendeckende Einführung von Tempo 30 (zum Beispiel in Werder) gehen würde.

Konkretes Ziel dieses mittlerweile mehr als 1.000 Mitgliedsgemeinden zählenden Netzwerkes ist schlicht: Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG), um beispielsweise den Kommunen mehr Handlungsspielraum zu geben, selber darüber zu bestimmen, wo sie Tempo 30 für angemessen hält.

Die von der Initiative angestrebte Gesetzesänderung war im Herbst überraschend im Bundesrat von einigen Ländern gestoppt worden. Jetzt aber gab es scheinbar nach einem Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses die nötige Zustimmung. Lesen Sie dazu hier die Stellungnahme der Initiative Lebenswerte Städte vom 14. Juni 2024.

Straßenverkehrsgesetz verabschiedet 

Heute haben zunächst der Bundestag und wenige Stunden später auch der Bundesrat die Novelle des Straßenverkehrsgesetzes bestätigt. Im Bundesrat hatte das „Zehnte Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes“ am 24. November 2023 zunächst nicht die für eine Zustimmung erforderliche Mehrheit erhalten. 

Nach umfangreichen Abstimmungen im Vorfeld konnte nun diese Woche im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat ein Kompromiss erzielt werden, der aus Sicht der Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ die Grundlage dafür bildet, dass Städte, Gemeinden und Landkreise künftig mehr Handlungsspielräume erhalten. Das Straßenverkehrsgesetz tritt nach seiner Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

„Die Initiative setzt sich seit ihrer Gründung vor rund drei Jahren dafür ein, die Bedürfnisse der Kommunen stärker im Straßenverkehrsrecht zu berücksichtigen. Vor allem von der Aufnahme neuer Hauptziele im Straßenverkehrsgesetz (StVG) wie Umwelt- und Klimaschutz, Gesundheit und städtebauliche Interessen erhoffen wir uns künftig mehr Beinfreiheit für die Kommunen. Die flexiblere Anordnung von Tempolimits innerorts, Busspuren aber auch Anwohnerparken sollen den Städten und Gemeinden mehr Möglichkeiten verschaffen, den Verkehrsraum vor Ort aktiv gestalten zu können. Es geht darum, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Die Sicherheit bleibt dabei auch künftig die wichtigste Prämisse.“

Thomas Dienberg, Leipzigs Baubürgermeister und Sprecher der Initiative

Mit dem neuen Gesetz sind die Forderungen der Initiative nur zum Teil umgesetzt. Umso wichtiger ist deshalb, dass die künftige Straßenverkehrsordnung die Erwartungen erfüllt.

Frauke Burgdorff, Stadtbaurätin in Aachen und Sprecherin der Initiative ergänzt: „Was wir damit vor Ort konkret leisten können, müssen wir noch prüfen. Die tatsächlichen Handlungsspielräume der Kommunen hängen vor allem von der neuen Straßenverkehrsordnung (StVO) ab. Unseren Informationen nach soll diese auch noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Natürlich hoffen wir, dass die künftige Straßenverkehrsordnung ihren Beitrag dazu leistet, dass unsere Mitgliedskommunen ihre Straßen und Wege künftig mit weniger Aufwand und vor allem rechtssicher so gestalten können, wie es sich die Bürgerinnen und Bürger wünschen.“

Welche Möglichkeiten haben die Kommunen, den Verkehr in ihren Städten und Gemeinden künftig komfortabler, sicherer und orientiert an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort zu gestalten? 

Diese Frage soll im Mittelpunkt der 3. Online-Konferenz der Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ nach der Sommerpause stehen.

https://www.lebenswerte-staedte.de/de

werder havel therme saunaschiff bildmontage werderanderhavel.de Bildquelle Saunaschiff Stadt Werder/Presse

Rathaus: Gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Havel-Therme

Werder (Havel), 17.06.2024 – Drei Jahre, eine Million Besucher, 675.000 Euro für die Stadtkasse, Saunaschiff und Erweiterungsträume – das waren Ende Mai die aktuellen Neuigkeiten zum Thema Haveltherme. Vorgetragen wurden sie am 29. Mai im Bad-Ausschuss. Über die Sitzung berichtete werderanderhavel.de in Kurzform bereits am 30. Mai in Pressesch(l)au KW24/22.

Ein Teil dieser Sitzung war der Bericht der Bürgermeisterin zur Sache Haveltherme. Mehr zu diesem Tagesordnungspunkt lesen Sie hier in einer Presse-Info des Rathauses vom 31. Mai 2024. Bildmontage: werderanderhavel.de. Bildquelle Saunaschiff: Stadt Werder/Presse.

Gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Havel-Therme

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß hat in der Badausschusssitzung am 29. Mai über die Bedeutung der Havel-Therme für die Stadt Werder (Havel) berichtet

„Unsere Therme ist einer der großen Arbeitgeber in der Stadt und läuft äußerst erfolgreich.“

Bürgermeisterin Manuela Saß

Erst am 7. Mai wurde in der Therme, knapp drei Jahre nach der Eröffnung, die Millionste Besucherin begrüßt. Die Havel-Therme habe während der Corona-Zeit zunächst mit halber Kraft unter erschwerten Bedingungen starten müssen. „Umso erfreulicher ist, wie sich das Projekt entwickelt hat“, so Manuela Saß. „Am Wochenende sind die Kapazitäten ausgeschöpft und der Geschäftsführer Herr Schauer denkt über Erweiterungen nach.“

Das Sport- und Familienbad habe mittlerweile einen eigenen Gastrobereich und mit dem Saunasteg sei im September eine weitere Attraktion hinzugekommen. „Ein Saunaschiff für 80 Gäste wird gebaut und soll im Herbst anlegen.“

Die Bürgermeisterin betonte, dass die Havel Therme GmbH sämtliche Verpflichtungen aus dem Betriebs- und Instandhaltungsvertrag mit der Stadt, der die Havel-Therme gehört, vollumfänglich erfüllt. Laut Vertrag ist der Betreiber beispielsweise zur Instandhaltung und Attraktivierung der Anlage am Zernsee  verpflichtet. Für den Schulunterricht werden Schwimmbahnen bereitgestellt und Senioren- sowie Familienrabatte gewährt.

Zudem sei das von den Stadtverordneten nachträglich beschlossene Einheimischenmodell im vorigen Jahr reibungslos eingeführt worden. Einwohnern der Stadt Werder (Havel) und Gästekarteninhabern wird ein vergünstigter Eintrittspreis in den Sport- und Familienbereich der Therme ermöglicht.

Havel-Therme-Geschäftsführer Andreas Schauer konnte bei einem Pressetermin unlängst einen symbolischen Steuerscheck an die Bürgermeisterin überreichen: Das Unternehmen wird für den vergangenen Zeitraum bereits 675.000 Euro Gewerbesteuer an die Stadt zahlen.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/politik-rathaus/4367-gute-zusammenarbeit-zwischen-stadt-und-havel-therme.html

Polizeimeldung: Havel vor Werder, Sportbootsführer mit 1,34 Promille und Widerstand

Werder (Havel), 16.06.2024 – Meldung der Polizeidirektion West vom 16. Juni 2024. Quelle: Dienstbereitschaft.

Trunkenheitsfahrt im Sportbootverkehr

Ort: Werder/Havel Zeit: Samstag, 15.06.2024, 18:23 Uhr

Die Wasserschutzpolizei hat am frühen Samstagabend einen alkoholisierten Sportbootführer auf der Potsdamer Havel vor Werder angehalten. Bei der Sportbootkontrolle stellten die Beamten erheblichen Alkoholgeruch beim Sportbootführer fest.

Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,34 Promille. Aus diesem Grund wurde der 42-jährige Sportbootführer in ein Krankenhaus gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Bei der Blutentnahme leistete der Mann Widerstand.

Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wurde dem Mann die Weiterfahrt untersagt. Die Wasserschutzpolizei hat Strafanzeigen wegen Trunkenheit im Schiffsverkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte aufgenommen.

Rathaus: Beteiligung an Lärmaktionsplan

Werder (Havel), 16.06.2024 – In Glindow gibt es grad einen, der regt sich bei Facebook tierisch über den Musiklärm übender Kinder aus dem Schulhort auf. Er könnte sein Anliegen dem Lärmaktionsplan melden.

Ob es angenommen wird, steht auf einem anderen Blatt. Denn die „Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm“ ist eigentlich für gravierende Lärmprobleme einer Kommune zum Beispiel an Bahnstrecken und Straßen vorgesehen.

Einzusehen ist der aktuelle „LAP“-Entwurf im gesamten Juli online und im Rathaus. Am 27. Juni gibt es eine digitale Info-Veranstaltung. Lesen Sie mehr in Rathaus-Info vom 5. Juni 2024.

Beteiligung an Lärmaktionsplan

Werderaner können sich in den nächsten Wochen an der Erstellung des Lärmaktionsplans der Stufe vier für Werder (Havel) beteiligen. Für interessierte Einwohner führt die Stadt in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Planungsbüro zunächst eine Informationsveranstaltung durch.

Die Informationsveranstaltung erfolgt online und findet am 27. Juni von 17 Uhr bis zirka 18.30 Uhrstatt. Hierbei wird ein Einblick in die Entwurfsunterlagen sowie in das Verfahren der Lärmaktionsplanung gegeben. Zugangslink: An Unterhaltung teilnehmen teams.microsoft.com. Besprechungs-ID: 328 481 051 953 | Kennung: xCFFVa.

Im Anschluss, ab dem 1. Juli, liegt der Planentwurf Lärmaktionsplans (Stufe 4) bis einschließlich 31. Juli 2024 auf der Homepage der Stadt Werder aus. Zusätzlich können während der Öffnungszeiten die Entwurfsunterlagen im Rathaus in der Eisenbahnstraße eingesehen werden. Weitere Informationen zum Beteiligungsverfahren können der Bekanntmachung im Amtsblatt entnommen werden.

Die Europäische Union (EU) hat im Jahr 2002 zur Verbesserung der Lärmsituation in Europa die „Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und die Bekämpfung von Umgebungslärm“ (2002/49/ EG) erlassen. Sie verpflichtet die Mitgliedsstaaten, in einem Turnus von fünf Jahren Lärmkarten zu veröffentlichen.

Darauf aufbauend ist die Stadt Werder (Havel) verpflichtet, Lärmaktionspläne zu erstellen beziehungsweise bestehende Lärmaktionspläne zu überprüfen und gegebenenfalls zu überarbeiten. Die Pflicht besteht unter anderem für Städte und Gemeinden des Landes Brandenburg in der Nähe von Hauptstraßen, Haupteisenbahnstrecken und Autobahnen.

Weitere Informationen

http://www.werder-havel.de/lap

Rathaus: Bürgermeisterin dankt Wahlhelfern

Werder (Havel), 15.06.2024 – 320 ehrenamtliche Wahlhelfer*innen haben am Sonntag die Wahl abgesichert und ihre korrekte zügige Auszählung ermöglicht. Die Stadtchefin weiß das zu schätzen und ruft nach mehr digitaler Unterstützung auch von Seiten des Landes.

Bürgermeisterin dankt Wahlhelfern und fordert Digitalisierung der Auszählung

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß bedankt sich nach dem Wahlsonntag bei den Wahlhelfern und den Mitarbeitern der Wahlbehörde.

„Dass wir in Werder (Havel) bis zum Montagmorgen alle vorläufigen Ergebnisse von insgesamt vier Wahlen verkünden konnten, ist diesen Menschen zu verdanken. Dieser außerordentlich engagierte Einsatz für das Kernelement unserer Demokratie kann gar nicht hoch genug geschätzt werden.“

Bürgermeisterin manuela sass

Den Dank verbindet sie mit einer dringlichen Forderung an die Landesregierung Brandenburg: „In einer Zeit, in der die Kommunalverwaltungen vom Gesetzgeber zur Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen verpflichtet werden, ist zu fragen, wann es eigentlich mit der Digitalisierung des Wahlprozederes losgeht. Zumindest beim Auszählungsprozess sollte es zur nächsten Groß-Wahl in fünf Jahren eine Möglichkeit dafür geben.“

In Werder haben rund 320 ehrenamtliche Wahlhelfer die Wahlhandlung unterstützt. Hinzu kommt die Wahlbehörde, die mit 35 Beschäftigten tätig war. Gewählt und ausgezählt wurde in 27 Urnenwahllokalen und 13 Briefwahllokalen.

„Die ehrenamtlichen Wahlhelfer in den Ortsteilen mussten nach einem langen Wahltag mit hoher Wahlbeteiligung vier Stimmzettel auszählen. Die Wahlvorsteher hatten oft erst 3 Uhr nachts Feierabend“, so die Bürgermeisterin. Für die meisten Mitarbeiter der Wahlbehörde sei der Wahltag  am Montagmorgen um 8 Uhr beendet gewesen.

„Nach den Zahlen unserer Wahlbehörde sind nur für die Stimmabgabe und Auszählung am Sonntag und Montag rund 4400 Arbeitsstunden geleistet worden, davon fast 70 Prozent ehrenamtlich. Hier ist Entlastung durch Technikeinsatz möglich und auch dringend geboten“, so Manuela Saß. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Auszählung durch Technik deutlich vereinfacht und beschleunigt werden kann. Hier muss die Landesregierung aktiv werden.“

Polizeimeldung: Baum brannte in Glindow

Werder (Havel), 15.06.2024 – Meldung der Polizeidirektion West vom 13. Juni 2024. Quelle: polizei.brandenburg.de.

Baum in Brand geraten

Ort: Werder (Havel), Glindow, Heinrich-Heine-Straße Zeit: Donnerstag, 13.06.2024, 11:11 Uhr

Feuerwehr und Polizei sind am Vormittag in den Werderaner Ortsteil Glindow gerufen worden. Aus bislang ungeklärter Ursache war dort ein Baum auf einem Grundstück in Brand geraten.

Durch das Feuer wurde auch ein angrenzender Schuppen beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Die Feuerwehr löschte den Brand. Durch die Polizei wurde eine Anzeige wegen des Verdachts eines Brandstiftungsdelikts aufgenommen und weitere Ermittlungen eingeleitet. Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf etwa 1.000 Euro geschätzt.

https://polizei.brandenburg.de/pressemeldung/baum-in-brand-geraten/4882522

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Jobcenter: Abteilungen Integration und Arbeitgeberservice 20./21. Juni geschlossen

Werder (Havel), 14.06.2024 – Zur kurzzeitigen Nichterreichbarkeit einer Abteilung des Jobcenters in Werder lesen Sie hier eine Info des Landratsamtes vom 12. Juni 2024.

Jobcenter MAIA – Fachdienst Integration & Beratung und Arbeitgeberservice am Standort Werder am 20./21. Juni geschlossen

Vom 20. bis 21. Juni 2024 ist am Standort Werder (Havel) der Fachdienst Integration & Beratung und Arbeitgeberservice des Jobcenters MAIA der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark geschlossen.

Grund dafür sind Umzugsarbeiten innerhalb des Dienstgebäudes und die damit einhergehenden technischen und organisatorischen Einschränkungen.

Anfragen zu konkreten Leistungsfällen können während dieser Zeit nicht beantwortet werden. Dennoch steht Ihnen das Servicecenter an diesen Tagen wie folgt unter der Rufnummer 033841/91-800 telefonisch zur Verfügung: Montag, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Dienstag von 8 Uhr bis 18 Uhr. Wir bitten um Ihr Verständnis für diese Einschränkung!

https://www.potsdam-mittelmark.de/aktuelles-termine/neues-aus-dem-landkreis/aktuelles?tx_ttnews%5Btt_news%5D=1632&cHash=aad4fcaec5d2fa50712c64f09df3ed81

Bild Detlev und Frank Huber Feuerwehr Töplitz Bildquelle Stadt Werder

Rathaus: Feuerwehr Töplitz wird 100 Jahre alt

Werder (Havel), 14.06.2024 – Info der Stadtverwaltung zum Jubiläumsfeuerwehrfest mit Familienprogramm und Technikausstellung am Sonnabend vom 11. Juni 2024. Bild: Detlev und Frank Huber, Feuerwehr Töplitz. Bildquelle: Stadt Werder.

Feuerwehr Töplitz wird 100 Jahre alt

Die Feuerwehrlaufbahn von Detlev Huber hat 1973 beim Töplitzer Karneval begonnen. Mit zwei Freunden war er kostümiert zu Mohr marschiert. Tante Vera am Einlass ließ die Jungs kurz warten und kam mit dem Feuerwehrchef zurück. „Wenn ihr reinwollt, müsst ihr bei der Feuerwehr mitmachen“, hieß es dann. „Wir hatten keine Wahl“, erinnert sich Detlev Huber.

Die drei 16-jährigen Jungs wurden Feuerwehrmitglieder. Detlev Huber wurde mit einer blauen Kombi und Gummistiefeln ausgestattet. Der Feuerwehrhelm war ein Überbleibsel der Wehrmacht, „aber schon mit Nackenschutz“. Der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten, und es war gleich einer der größten in der mittlerweile 100-jährigen  Feuerwehrgeschichte.

Im Sommer 1974 brannte im Wildrosenweg der Bungalow eines Bäckermeisters. Im Ort heulten die beiden Sirenen. In der Ortsmitte hatte die LPG schon ihren IFA H3A bereitgestellt. Die Schlauchhaspel wurde auf die Ladefläche gewuchtet und die Tragkraftspritze an die Hängekupplung gekoppelt. Auf der Fahrt zum Einsatzort blies ein Kamerad auf der Ladefläche in ein Signalhorn.

Irgendwann war die Einsatztruppe am Brandort – Flammen schlugen aus dem Dach und der Bungalow war nicht mehr zu retten, erzählt Detlev Huber, der heute Sprecher des Fördervereins der Feuerwehr ist. Einen Effekt hatte dieser Brand allerdings: Die Töplitzer Feuerwehr wurde danach deutlich besser ausgestattet.

Wenn am 15. Juni in Töplitz das 100. Jubiläum gefeiert wird, dann wird das nicht die einzige Geschichte sein, an die man sich erinnert. 40 Einsätze hat die Feuerwehr in der Gegenwart pro Jahr durchschnittlich. In Sturmjahren waren es auch schon mal doppelt so viele, erzählt Frank Huber, der Bruder von Detlev Huber, der nächstes Jahr 50 Jahre bei der Feuerwehr ist und damit den Gutteil der Feuerwehrhistorie kennt.

Drei Viertel der Töplitzer Einsätze sind sogenannte technische Hilfeleistungen, zum Beispiel Unfälle auf der Autobahn oder Ölfilme auf der Havel, zu denen mit dem Boot ausgerückt wird.  Die neue First-Responder-Einheit kam im Ort schon viermal zu lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen zum Einsatz.

Der letzte Brandeinsatz war Pfingstsonntag ein Blitzschlag in der Neu-Töplitzer Straße: „Ein ausgehöhlter Baum in einer Baumgruppe am Wegrand brannte danach wie eine Fackel“, so Frank Huber. Erkannt wurde der Brand durch die Rauchentwicklung. Die Flammen habe man erst beim Blick in die Baumkronen entdeckt.

Mit 18 Leuten war die Feuerwehr 1924 gegründet worden. Erster Wehrführer war, so lässt es sich der Feuerwehrchronik entnehmen, Otto Fischer. Bis heute pflegt die Feuerwehr noch eine funktionsfähige Handdruckspritze aus der Gründungszeit, die beim Jubiläumsfest im Betrieb zu erleben sein wird.

Am anderen Ende der Geschichte steht der Neubau eines Feuerwehrdepots im Jahr 2017 oder das Waldbrandtanklöschfahrzeug Typ Brandenburg von Tatra, ein geländegängiger Allradler, der zu den bemerkenswertesten  Fahrzeugen aller Werderaner Ortswehren gehört.

Der 18 Tonnen schwere Allradler mit 400 PS fasst 4600 Liter Wasser, hat eine Wasser-Durchfahrtshöhe von 1,1 Meter und diverse Zubehöre wie eine Selbstbergewinde, einen Frontmonitor oder eine Schaumanlage zu effektiven Waldbrandbekämpfung. Schon drei Monate nach der Inbetriebnahme bestand der Tatra im Juni 2022 mit der Töplitzer Mannschaft die Feuerprobe bei den Großbränden in Beelitz und Treuenbrietzen.

An Mannstärke hat es in der Geschichte selten gefehlt, was auch an den Hubers liegt: Stefan Huber, der Sohn von Detlev Huber, ist Töplitzer Ortswehrführer. Jana Huber, Tochter von Frank Huber, ist Stellvertretende Ortswehrführerin, sein Sohn Jens Mitglied. Detlev Hubers Sohn Basti hat es indes durch Umzug zur Feuerwehr Glindow verschlagen.

Die Töplitzer Einsatzabteilung hat heute 21 Mitglieder. 13 Jungen und Mädchen machen bei der Jugendfeuerwehr mit, aus der erfolgreich Nachwuchs gewonnen werden kann, heute ganz ohne Zwang. Ein Enkelsohn von Frank Huber konnte noch nicht überredet werden, er spielt lieber Fußball. Aber wer kann schon in die Zukunft schauen?

Tag der Feuerwehr in Töplitz: Mit Familienprogramm und Technikausstellung am Samstag, den 15. Juni, von 15 bis 22 Uhr im Feuerwehrdepot Töplitz, Neu-Töplitzer Straße 1.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/jugend-familie/4384-von-der-handdruckspritze-zum-400-ps-allradler.html

Dicker Engel am Kirchfenster beklaut: Pressesch(l)au Werder KW24/24

Werder (Havel), 13.06.2024 – Pressesch(l)au Werder, das wöchentliche Linkfest der Netzmeldungen zum Thema Blütenstadt. KW24/24 unter anderem mit: Nachwahlworten, Abschiedsgrüßen nach der Wahl, Musik für Fenster, Fußball im Kino, der Einbruchsserie, dem nächsten 100-Jährigen einer Werderaner Feuerwehr und dem Zeitgeist-Phänomen, dass alle ihre Meinung sagen, aber keiner mehr dem anderen zuhören will.

Im Bild: Aushang Seniorentag, 25. Juni, der natürlich wieder über die Bühne geht mit dem unvermeidlichen Wettergott Atilla. Außerdem: Tanzmusik-DJ, Modenschau, Infostände und die legendär lecker bestückte Kuchenbar des Casa Reha Zernseehof. Zur Info zum Seniorentag auf werder-havel.de geht es hier.

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Pressesch(l)au Werder KW24/24

„Zuppi ist raus und muss sich von der direkten Politikbühne verabschieden. Glückwunsch an alle, die es geschafft haben. Mein Plan ging nicht auf und nun kam die Ernüchterung. Danke an alle, die den Plan von ‚Ingo Krüger & Co.‘ unterstützten und auch mich in den letzten Jahren unterstützten und begleiteten“: Auszug aus Ingo Krügers Fazit nach der Kommunalwahl, bei der er eigentlich einen leichten Stimmenzuwachs einfuhr, aber nicht mehr als Einzelkandidat angetreten war; eingegangen per Mail an das Lokalblog werderanderhavel.de.

„Vor fünf Jahren hatten Sie meine Stimmen, weil ich die Idee toll fand, dass sich ‚jemand von uns‘ um die ‚kleinen Dinge‘ kümmert. Dann verkündeten Sie (nach der Wahl), dass Sie sich den SMG anschließen. Das fand ich enttäuschend. Ich wollte Ihnen dieses ehrliche Feedback geben, weil ich Ihre Arbeit gut fand. Nur hätten Sie Einzelkämpfer bleiben sollen. Vielleicht gibt es in fünf Jahren einen Neustart“: Abschiedsgrüße von einer Altwerderanerin an den scheidenden Ingo Krüger kamen in dieser Woche per Kommentar unter seinem Programmcheck Kommunalwahl bei werderanderhavel.de.

„Ich bin überwältigt von dem Vertrauen, das ihr mir bei den Wahlen entgegengebracht habt. Dank euch darf ich nun im Kreistag Potsdam Mittelmark, wieder in der Stadtverordnetenversammlung Werder und im Ortsbeirat Glindow tätig sein. Ich nehme diese Mandate mit größtem Ernst an und werde mich mit voller Kraft für unsere gemeinsamen Ziele einsetzen“: Insta-Post vom Montag nach der Kommunalwahl von Anika Lorentz.

„Wir danken allen Wählern“: Schrieb ebenfalls am Montag bei ebenfalls Insta die CDU.

SVV-Stimmen knapp verdoppelt, aber keine blaue Welle in Werder: „Vielen Dank für die Unterstützung und das Vertrauen“ lautet der lapidare Kommentar zum 17-prozentigen AfD-Kommunalwahlausgang von Marlon Deter.

Kommunalwahlen in Werder – AfD verdoppelt ihr Ergebnis, Grüne und Linke verlieren Sitze: Wahlen in Zahlen, aufbereitet von der MAZ.

„Es ist mühselig, Dinge zu ändern. Es ist einfacher, Probleme zu benennen. Nicht Probleme lösen zu müssen, davon leben die Populisten“: Sagte über den politischen Mitbewerber AfD in Brandenburg Ministerpräsident Dietmar Woidke am Donnerstagmorgen im Deutschlandfunk.

47,6 Prozent in Phöben, 26 in Petzow, 24,4 in Glindow, 7,5 in Kemnitz, 6,5 in der SVV: Danke auf ihre Weise sagten nach der Kommunalwahl die Freien Wähler Werder.

Kreistag Potsdam-Mittelmark – Gewinner und Verlierer der Kommunalwahl 2024: Hat herausgefiltert ebenfalls die MAZ.

Fußball EM 2024 – Public Kino-Viewing: Am Freitag, 14. Juni, 21 Uhr, Eröffnungsspiel Deutschland gegen Schottland im Scala. Bedeutet: Lichtstarker Beamer, fette Kommentatorensessel und ordentlich Stadionklangkulisse aus der amtlichen Kinosoundanlage für Fußball auf richtig großer Leinwand. Einlass ab 20 Uhr. Zum Ballfest werden gereicht: Fassbier, Pizza, Flammkuchen, Bockwurst, Nachos und Popcorn. Außerdem im Angebot: Die gewohnt große Getränkeauswahl. Gefunden im Scala-Newsletter.

Public Viewing in Potsdam-Mittelmark: In wenigen Tagen ist Anpfiff. Die Europameisterschaft 2024 beginnt. In Restaurants, Kneipen und sogar im Kino werden die Spiele live übertragen – ein Überblick der MAZ.

Klangvoll: Musiker*innen der Kreismusikschule spielen am 23. Juni für die Sanierung der Kirchenfenster in Phöben.

Sommerfest im Rahmen der Seniorenwoche: Am Mittwoch, 19. Juni, mit der Musikshow „Schlagersterne“, Ständen zum Stöbern, Sommerbowle und Leckerem vom Grill im AWO-Seniorenzentrum Wachtelwinkel.

Fabi, 25, Beamter aus Werder (Havel): Aus der Kandidatenvorstellung der aktuellen Staffel des RTL-Formates ex on the beach.

Einbruchsserie in Restaurants in Werder – Gastronom widerspricht Polizei: Seit Mitte Februar sei es zu zahlreichen Einbrüchen und Einbruchsversuchen in Restaurants, Cafés und das Scala-Kino gekommen (u.a. Herr Dang, Dicker Engel, Kaffeekontor). Es gebe Hinweise auf jeweils ein und denselben Töter. Gastronom Christian Heymer kritisiere die Polizei, sie handele zu wenig trotz Hinweisen, berichtet am 8. Juni die MAZ.

„Die sollen sich mal nicht in die Hose machen“: Weil nach dem wohl in kurzer Zeit vierten Einbruch ins Kino auch das Lokalblog werderanderhavel.de ein Foto aus der Scala-Überwachungskamera mit einem durch Mund-Nase-Tuch und Basecap fast komplett maskierten Einbrecher veröffentlichte, wabert nun eine emsige Debatte um dessen Persönlichkeitsrechte („Weil das Gesicht nicht verpixelt ist“) durch die Facebookgruppe Blütenstadt.

Lift kommt in zwei Monaten: Bericht über das neu gemachte Ärztehaus in Töplitz in der aktuellen Ausgabe von Werder Life.

Viel Luft in der Blauen Tonne – Die APM informiert: Effizientes Recycling beginnt zu Hause – mit der korrekten Entsorgung von Pappen und Kartonagen, heißt es seit 29. Mai aus dem Rathaus.

„Eine klingende Orgel für Maria Meeresstern“: Der Rotary-Club Werder habe beschlossen, den Erlös des Frühjahrskonzertes in Höhe von 2500 Euro dem Projekt „Klingende Orgel“ zugute kommen zu lassen, ist zu lesen in der Facebookgruppe Blütenstadt.

„Wir fanden den Abend wirklich großartig, da es eine Mischung aus gemütlichem Zusammensitzen und Informationsaustausch war“: Eindrücke von der Mitgliederversammlung des Freundeskreis Scala e.V. am 31. Mai gibt der Verein via Insta.

Abgründe Werderscher Debattierkultur: In schönster Ausprägung (natürlich unter Beteiligung der Dampfkommentierer Herr Sch. und Herr S.) derzeit wieder zu erleben unter dem Beitrag des Herrn P. zum Thema Plessower See („Auf Wahlplakaten steht, dass die SPD den Plessower See retten will. Da kommt die SPD zu spät, denn das hat Bürgermeisterin Saß schon getan.“) in der Facebookgruppe Potsdam, Mittelmark und Werder.

„Liebes Küchenteam, danke, dass Sie uns mit Ihrer Freundlichkeit und guten Laune jedes Essen versüßt haben“: Schöne Grüße an die Zentraleinheit des Inselparadies Petzow via Insta.

Lebensfreud und Liebesleid: Sommerkonzerte des Gemischten Chor Glindow am 30. Juni auf der Insel und am 7. Juli in Glindow, gefunden in der Facebookgruppe Blütenstadt.

Zum Tod von Klaus Töpfer: Hat sich geäußert Bürgermeisterin Manuela Saß am Dienstag auf der Rathausseite werder-havel.de.

Familien-Hoffest mit buntem Programm: Am 15. Juni ab 14 Uhr im Lendelhaus, lässt auf Insta wissen das Kaffeekontor.

100 Jahre Feuerwehr: Werden gefeiert mit Zauberer, Feuershow und Familienprogramm am 15. Juni in Töplitz.

Brückenfest 8. Juni: Bilder von der Sause hat mitgebracht für ihren Insta Anika Lorentz.

Abspann

„Natürlich hat auch diese Gesellschaft, oder ein Teil davon, nämlich der, der sich seit Jahren auf Twitter, x, Telegram und wo auch immer rumtreibt, den Diskurs verlernt. Keiner möchte sich mehr eine andere Meinung anhören“: Sagte Stefan Kobus, Chefredakteur der Super Illu, beim Podiumsgespräch „Journalismus im Superwahljahr“; gehört in der aktuellen Podcast-Ausgabe des Medienmagazins bei radio eins vom rbb.

In diesem Sinne: Schönes Wochenende, noch.

werder havel baumblütenfest scala

Eilmeldung: Donnerstag Präsentation Umfrageergebnisse Baumblütenfest, +update 22.01 Uhr

Werder (Havel), 12.06.2024 – Unter anderem mit: Vergleichsergebnisse Befragungen Baumblütenfest 2023/24, Ergebnisse Besucherbefragungen auf den Höfen und dem Baumblütenfest. Wo? Scala. Wann? Donnerstag, 13. Juni, 17 Uhr. Quellen: Scala-Insta und Scala-Newsletter.

Nachtrag zum Thema, Mittwoch, 22.01 Uhr

Kinochef Oelstrom schrieb am Nachmittag im Scala-Newsletter zu den Hintergründen der Sonderveranstaltung: „Ergebnisse der Besucherumfragen zum Baumblütenfest 2024 im Scala Kulturpalast, präsentiert durch die Studierenden der SRH Berlin, University of Applied Sciences, Studiengang Internationales Tourismus- und Eventmanagement. Neben einem Vergleich zur Vorjahresbefragung wurde in diesem Jahr eine Sonderumfrage auf den Höfen unternommen. Die Studierenden bringen spannende Einblicke, Urtöne und Vergleiche mit und freuen uns sich auf eine lebendige Diskussion mit allen Bürgerinnen und Bürgern und Stadtverordneten.“