Spargelkönigin, Spargelfrauen, Hofführungen, Felder-Rundfahrten: All dies steht auf dem Programm, wenn am 12. April auf dem Spargelhof Klaistow vor den Toren der Blütenstadt die Spargelsaison eröffnet wird.
Bernd Reiher, 21.03.2026, 23:28Uhr
Der landesweite Saisonauftakt wird am 2. April auf dem Jakobs-Hof in Schäpe gefeiert. Dazu lesen Sie hier die Pressemitteilung des Gartenbauverband Berlin-Brandenburg.
Spargelsaison 2026 in Brandenburg
Regionale Betriebe starten optimistisch in die neue Ernte
Mit den ersten warmen Frühlingstagen rückt die Spargelsaison 2026 in Brandenburg näher. Die Spargelbetriebe des Landes bereiten sich derzeit intensiv auf den Beginn der Ernte vor. Nach aktuellen Einschätzungen der Branche könnten die ersten regionalen Stangen bereits ab Ende März verfügbar sein – rechtzeitig vor dem Osterfest Anfang April. Offiziell startet die Eröffnung der Brandenburger Spargelsaison auf dem bekannten Jakobs-Hof in Schäpe am 2. April 2026 um 10 Uhr.
Saisonstart abhängig von Wetterbedingungen
Der Beginn der Spargelernte hängt stark von Witterung und Bodentemperatur ab. Zur Zeit scheint das Frühlingshoch stabil und der nächste Wintereinbruch ist nicht in Sicht. In den nächsten 14 Tagen soll die Tagestemperatur nicht unter 10 Grad sinken. Durch den Einsatz von Folien auf den Spargeldämmen können Betriebe den Boden erwärmen und das Wachstum beschleunigen, sodass die Ernte teilweise früher startet als im klassischen Saisonfenster. Traditionell dauert die Spargelsaison in Deutschland bis zum 24. Juni, dem sogenannten Johannistag („Spargelsilvester“). Danach benötigen die Pflanzen ausreichend Zeit, um sich für die nächste Saison zu regenerieren.
Brandenburg bleibt bedeutendes Spargelanbaugebiet
Brandenburg gehört weiterhin zu den wichtigsten Spargelregionen Deutschlands. Im Jahr 2025 wurden rund 3.400 Hektar Spargel angebaut und etwa 18.700 Tonnen geerntet. Damit verringerte sich die Fläche, auf der das beliebte Stangengemüse angebaut wird, im Vergleich zum Vorjahr um etwa 160 Hektar. Auch die Gesamtmenge der Spargelernte ging zurück: Gegenüber 2024 sank sie um rund 1.500 Tonnen auf die genannten 18.700 Tonnen.
Herausforderungen für die Betriebe
Trotz der Vorfreude auf die neue Saison steht der Spargelanbau weiterhin unter wirtschaftlichem Druck. Steigende Produktionskosten – etwa durch höhere Löhne für Erntehelfer – sowie ein Rückgang der Anbauflächen stellen viele Betriebe vor Herausforderungen.
Der Gartenbauverband Brandenburg ruft Verbraucherinnen und Verbraucher dazu auf, die regionale Spargelsaison bewusst zu unterstützen, da regional erzeugter Spargel für Frische, kurze Transportwege und die Stärkung der landwirtschaftlichen Betriebe vor Ort steht. Mit dem Start der Spargelsaison beginnt für viele Höfe, Hofläden und Märkte eine der wichtigsten Zeiten des Jahres – und für Genießer die vielleicht köstlichste Phase des Frühlings.
