Rathaus: Haushalt 2026 beschlossen

Auf der ersten Stadtverordnetenversammlung des Jahres wurde am 19. März im Schützenhaus auch der städtische Haushalt 2026 beschlossen.

Bernd Reiher, 24.03.2026, 07:40 Uhr

Bei erwarteten Einnahmen von rund 72,8 Millionen Euro und geschätzten Ausgaben von 78,1 Millionen Euro ergibt sich laut Stadt ein Defizit von rund 5,3 Millionen Euro, für das Rücklagen angezapft werden sollen. Lesen Sie hier die Rathaussicht auf den abgesegneten Etat in einer Medieninfo vom 23. März 2026.

Haushalt 2026 beschlossen

Mit dem Beschluss des Haushalts 2026 stellt die Stadt Werder (Havel) die Weichen für zentrale Zukunftsprojekte. Die Stadtverordneten beschlossen den Haushalt am 19. März. Im Mittelpunkt steht die wirtschaftliche Entwicklung, zugleich werden Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Sicherheit fortgesetzt.

Schwerpunkt Wirtschaft

Den Schwerpunkt bildet das neue Gewerbegebiet in der Poststraße in Glindow. Für die Erschließung sind 2026 rund 2,75 Millionen Euro vorgesehen. Auf rund 18 Hektar entstehen neue Flächen für Unternehmen. Die Umsetzung erfolgt schrittweise bis 2028. Die Stadt reagiert damit auf die Nachfrage nach Gewerbeflächen und stärkt ihre Wirtschaftskraft.

Schwerpunkt Bildung und Infrastruktur

Weitere Investitionen betreffen Schulen und Kitas sowie die Verkehrsinfrastruktur. Am Ernst-Haeckel-Gymnasium beginnt der Bau eines Parkplatzes für den Erweiterungsbau. Im Straßenbau stehen die Plötziner Straße und die Derwitzer Dorfstraße im Fokus. Zudem beteiligt sich die Stadt am zweiten Bauabschnitt der Eisenbahnstraße. Am Bahnhof wird ein  Fahrradparkhaus gebaut.

Schwerpunkt Brandschutz

Auch die Gefahrenabwehr wird gestärkt. Die Freiwillige Feuerwehr erhält einen neuen Gerätewagen. Möglich wird dies durch Mittel aus dem Sondervermögen des Landes. Insgesamt stehen daraus 2026 rund 1,64 Millionen Euro zur Verfügung, die auch weitere Projekte ermöglichen, etwa die Planung für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Derwitz.

Angespannte Haushaltslage

Der Ergebnishaushalt umfasst Erträge von rund 72,8 Millionen Euro und Aufwendungen von 78,1 Millionen Euro. Er weist damit ein Defizit von rund 5,3 Millionen Euro auf, das durch Rücklagen ausgeglichen werden kann. Die Haushaltslage bleibt angespannt, ist aber stabil.
Die Stadt kann ihre Aufgaben erfüllen und wichtige Investitionen umsetzen. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die kommenden Jahre, um die finanzielle Handlungsfähigkeit zu sichern.