Flying Spaces ist Name und Programm bei den Tinyhouses im heutigen Musterhauspark in den Havelauen. Kleine Häuser stehen hier, auf den Flächen, die wohl einst zu einer „Luftkriegsschule Werder“ gehörten. Komfortable Wohnkabinen, die einerseits ganz vorne dran sind in Sachen Technik, andererseits aber einfach auf einen Laster gepackt werden können, wenn es gilt, aus dem eigenen Häuschen in eine andere Landschaft gucken zu wollen.
Bernd Reiher, 21.04.2026, 08:11 Uhr
Extrem geringen Energiebedarf sollen sie haben, diese modernen, mobilen Miniheime, die hier in Werder als gemeinsames Projekt von Schwörer Haus und dem Wohnmagazin Wohnidee angelandet sind. Was trotzdem an Wärme benötigt wird, kommt nicht aus Öl oder Gas, sondern per umgedrehtem Kühlschrankprinzip aus der Wärmepumpe, die natürlich gespeist werden kann vom eigenen Solarstrom auf dem Dach.
Diesen Tinyhouse-Schauplatz im Blick habe ich, seit er vor Jahren an eine meiner Laufstrecken gebaut worden ist. Hier hin gepflanzt schon in einer Zeit, als die Tinyhouse-Bewegung noch in viel belächelten Kinderschuhen steckte.
17 Millionen Menschen in Deutschland leben alleine. Für manche aus dieser wäre Kohorte wäre ein solches Tinyhouse die ideale Wohnform. Dass sie bislang keine Massenerscheinung sind, liegt unter anderem an strengem Baurecht, mangelnden genehmigungsfähigen Flächen und dieser für deutsche Gesetzestexte neuen Wohnform. Hürden, die allerdings auch nicht ohne Grund in Paragraphenform gegossen wurden. Siehe zum Beispiel die Themen Flächenverbrauch und Zersiedelung.
Trotzdem dürfte die Sache mit den Tiny Houses in Zukunft auch hier noch am Bedeutung gewinnen. Wer Intetesse hat und reinschnuppern will, hat auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Werder die Möglichkeit, Wohnträume durch die Flying Spaces fliegen zu lassen. Besichtigungstermine gibt es immer von Mittwoch bis Sonntag, nach telefonischer Voranmeldung.
https://www.schwoererhaus.de/haeuser/wohnidee-flyingspace
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/07/PD25_N036_12.html
