Grundversorgung von Hilfebedürftigen in Großschadenslagen und bei Katastrophen, das ist das Anliegen hinter der 2024 begonnenen Ertüchtigung der Havelauenhalle als Katastrophenschutzturm.
Bernd Reiher, 01.05.2026, 10.40 Uhr
Neue Technik wiederum erfordert auch, den Umgang damit zu trainieren. Ein solcher Übungstag für jedermann/jederfrau wird durchgeführt am 20. Juni. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo der Staftverwaltung vom 19. Februar 2026.
Aufruf zur Beteiligung an Katastrophenschutzübung am 20. Juni
Am Samstag, 20. Juni, führt die Stadt Werder (Havel) die nächste Übung am Katastrophenschutzleuchtturm in der Havelauenhalle durch. Die Übung findet zwischen 11 und 14 Uhr in Kooperation mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark als Katastrophenschutzbehörde statt. Erstmals sind auch Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich an der Übung zu beteiligen.
Ziel der Übung ist es, das Zusammenspiel der ehrenamtlichen Aktiven im Katastrophenschutzleuchtturm unter einem bestimmten Szenario zu trainieren und zu verstetigen. Das Szenario wird sich wie bei der Bewährungsprobe des Leuchtturms im November 2025 um das Thema Blackout – also um einen großflächigen, langanhaltenden Stromausfall, drehen. Im Ernstfall soll der Katastrophenschutzleuchtturm ein Ort sein, an dem Bürgerinnen und Bürger Informationen erhalten, Notrufe absetzen, Endgeräte laden, mitgebrachtes Essen aufwärmen oder Zugang zu Trinkwasser bekommen können.
Rund 40 freiwillige Beobachter aus dem Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes in der Region hatten die erste Übung begleitet und verschiedene Bedürfnisse und Situationen in der besonderen Lage simuliert. Jetzt sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, einen solchen Testlauf zu begleiten, den Leuchtturm kennenzulernen und sich als Statisten einzubringen. Interessierte können sich bis 30. April 2026 bei Projektleiter Philipp Konopka per E-Mail an p.konopka@werder-havel.deanmelden.
Neben der tatsächlichen Übung der Inbetriebnahme des Leuchtturms wollen Stadt und Landkreis außerdem über die Angebote des Leuchtturms und eine gute Krisenvorsorge im privaten Umfeld informieren. Dabei wird wieder der Werderaner EDEKA-Markt mit Geschäftsführerin Katrin Schneider unterstützen. Gezeigt werden soll unter anderem, welche und wie viele Lebensmittel man für eine stabile Eigenvorsorge benötigt.
Hintergrund: Seit April 2025 ist der Katastrophenschutzleuchtturm in Werder (Havel) mit Unterstützung des Landkreises sowie einer Landesförderung einsatzbereit. Die Havelauenhalle kann in bevölkerungsschutzrelevanten Notfällen in eine zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung umgebaut werden. Dafür sorgt ein ehrenamtliches Team, das sich nach einem ersten Aufruf im Januar 2025 gebildet hat.
Um Aufbau und Betrieb der Einrichtung zu trainieren, werden zweimal jährlich Übungen durchgeführt. Für die Stadt Werder (Havel) ist die zuständige Katastrophenschutzbehörde der Landkreis Potsdam-Mittelmark – in besonderen Notlagen ist die Unterstützung der Städte und Gemeinden unabdingbar. „Auch wenn wir natürlich hoffen, nie in eine solche Notlage zu geraten, möchte die Stadt Werder (Havel) hier möglichst gut vorbereitet sein“, sagt Fachbereichs- und Projektleiter Philipp Konopka.
