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VBB: Grundstein gelegt für neuen VBB-RadPark in Werder (Havel)

Die Bahnanbindung sei sehr attraktiv für die Stadt, sagte Vizebürgermeister Christian Große bei der Grundsteinlegung für das neue Fahrradparkhaus am Bahnhof. Wichtig sei aber auch, dass dieser Ort samt seiner Anbindung gut funktioniert. Deshalb investiere man mit dem Land beim Fahrradparkhaus auch in die Zukunft.

Bernd Reiher, 13.07.2026, 01:37 Uhr

Gefeiert wurde die Grundsteinlegung am 24. Juni. Lesen Sie mehr in der zugehörigen Presseinfo des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) vom ebenfalls 24. Juni 2026. Foto: Bernd Reiher, werderanderhavel.de.

Startschuss für 2026: Grundstein gelegt für neuen VBB-RadPark in Werder (Havel)

Mit der heutigen Grundsteinlegung für den neuen VBB-RadPark am Bahnhof Werder (Havel) startet der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gemeinsam mit der Stadt Werder (Havel), dem Bundesministerium für Verkehr und den Ländern Berlin und Branden-burg die zweite Bauphase im Pilotprojekt „Modulares Fahrradparken in Brandenburg“. Am Bahnhof entsteht ein neues Fahrradparkhaus für Pendlerinnen und Pendler. Zur besseren Verknüpfung von Radverkehr und ÖPNV folgen landesweit über 1.200 weitere Stellplätze bis Ende 2026.

Am Bahnhofsvorplatz in Werder (Havel) wurde heute der erste Baustein für den bisher größten VBB-RadPark mit insgesamt 357 Stellplätzen gelegt. Das modulare Fahrradparkhaus in Werder ist das erste von insgesamt sechs Standorten des Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken im Land Brandenburg“, bei dem 2026 der Bau beginnt. Seit 2025 wurden innerhalb des Pilot-projektes bereits sieben Fahrradparkhäuser mit rund 1.300 Stellplätzen in ganz Brandenburg errichtet. Viele Stellplätze befinden sich in extra gesicherten Bereichen mit dem digitalen Buchungs- und Zugangssystem ParkYourBi-ke. Alle Anlagen zeichnen sich durch einen innovativen modularen Ansatz in Holzbauweise aus. Die meisten Standorte sind mit begrünten Dächern und Photovoltaikmodulen ausgestattet.

Der Bahnhof Werder (Havel) ist ein wichtiger Umsteigepunkt im Regionalverkehr. Um Pendlerinnen und Pendlern einen möglichst komfortablen und einfachen Umstieg vom Rad in den Bus oder die Bahn zu bieten, wird die Anla-ge bewusst in Bahnhofsnähe gebaut. Zusätzlich wird der VBB-RadPark Teil der VBB-Mobilstation Bahnhof Werder und stärkt die Verknüpfung des ÖPNV mit ergänzenden Mobilitätsangeboten (z.B. E-Scooter oder Bikesharing) für die sogenannte „erste und letzte Meile“. Durch das erprobte modula-re Baukonzept der Anlagen soll das Fahrradparkhaus noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden.

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr (BMV): „In Werder haben Bürgerinnen und Bürger bald die Möglichkeit, ihr Fahrrad oder E-Bike sicher am Bahnhof abzustellen und bequem mit dem öffentlichem Personenverkehr weiterzureisen. Das neue Fahrradparkhaus mit mehr als 350 Stellplätzen lässt Bahn und Rad im Alltag der Menschen näher zusammenwachsen. Das reibungslose Ineinandergreifen beider Verkehrsmittel ist ein wichtiger Schritt für die klimafreundliche Mobilität in Deutschland.“

Christian Große, Erster Beigeordneter der Stadt Werder (Havel): „Das Fahrradparkhaus ist für uns mehr als ein einzelnes Bauprojekt. Es ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des gesamten Bahnhofsareals. Mit dem Radfahrer- und Fußgängertunnel und der neuen Bahnunterführung an der L 90 stehen ab 2028 weitere zentrale Projekte bevor. Für das gesamte Bahnhofsumfeld gibt es einen städtebaulichen Rahmenplan mit einer klaren Perspektive. Das Fahrradparkhaus ist deshalb auch als Startschuss für die weitere Entwicklung des Bahnhofsbereichs zu verstehen.“

Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „In Brandenburg reden wir nicht nur über verknüpfte Mobilität, wir bauen sie: Der neue VBB RadPark in Werder (Havel) ist der bisher größte Baustein unserer Fahrradabstelloffensive an Bahnhöfen. 357 zusätzliche Stellplätze, ein sicheres Parkhaus in modularer Holzbauweise und kurze Wege zum Bahnsteig – das alles macht den Bahnhof Werder zu einem echten Mobilitätsknoten. Solche Projekte zeigen, wie Investitionen in gute Infrastruktur den Alltag der Menschen ganz konkret verbessern.“

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin:„Mobilität kennt keine Landesgrenzen. Wer aus Werder mit dem Rad zum Bahnhof fährt und dann in den Berliner Nahverkehr ein-steigt, ist genauso unser Fahrgast wie jemand, der in Spandau in die S-Bahn steigt. Der neue VBB-RadPark in Werder ist die bisher größte Anlage, die wir mitfinanzieren. Ein überzeugendes Beispiel dafür, was länderübergreifende Zusammenarbeit leisten kann: Ein System, eine Buchung, egal auf welcher Seite der Landesgrenze das Rad steht.”

Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer: „Mit der Grundsteinlegung in Werder (Havel) knüpfen wir an das letzte Jahr an: In Eichwalde, Neuenhagen bei Berlin, Dahlewitz, Wustermark, Waßmannsdorf, Bad Belzig und Cottbus stehen schon moderne modulare Fahrradabstellanlagen für die Pendlerinnen und Pendler bereit. Und die VBB-RadPark-Familie wächst weiter. Mit den kommenden Standorten in Potsdam, Angermünde, Hoppegarten, Sachsenhausen und Blankenfelde können wir das Stellplatzangebot für Fahrräder in diesem Jahr nahezu verdoppeln.“

Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo:„Menschen steigen vom Auto aufs Fahrrad und den ÖPNV um, wenn die gesamte Reisekette nahtlos funktioniert. Gerade am Bahnhof – wo Fahrrad und öffentlicher Verkehr aufeinandertreffen – machen sichere und verlässliche Angebote den entscheidenden Unterschied. Mit Lösungen wie unserem digitalen Zugangs- und Buchungs-system ParkYourBike sorgen wir dafür, dass diese Verbindung unkompliziert und attraktiv funktioniert.“

Fakten zum VBB-RadPark in Werder (Havel)
Es entsteht eine B+R-Anlage mit insgesamt 357 Stellplätzen. In einer Sammelschließanlage (Zugangs- und Buchungssystem ParkYourBike der GB infraVelo GmbH): 159 Stellplätze, 6 Sonderstellplätze für Lastenfahrräder. In einer überdachten frei zugänglichen Anlage: 192 Stellplätze

Umgesetzt wird der Standort im Rahmen des Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken im Land Brandenburg“. Finanziert wird das Vorhaben überwiegend aus öffentlichen Fördermitteln. Die zuwendungsfähigen Baukosten für den Standort Werder (Havel) belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Die Förderquote für das Fahrradparkhaus beträgt 90 Prozent und setzt sich aus dem Bundesförderprogramm „Stadt und Land“ sowie Landesmitteln aus Brandenburg und Berlin zusammen.

Mit der Grundsteinlegung in Werder beginnt die nächste Ausbaustufe der VBB-RadParks. 2026 folgen weitere Standorte, darunter Potsdam, Angermünde und Blankenfelde. Insgesamt entstehen so mehr als 1.200 zusätzliche Fahrradstellplätze im Land Brandenburg.

Mehr Informationen über bereits fertiggestellte VBB-RadParks sind unter vbb.de/radpark abrufbar. Alle Informationen und Hintergründe zur Vernetzungsstelle Bike and Ride beim VBB unter vbb.de/radparken.

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