Pressesch(l)au Werder, Wochenrapport aktueller Netzmeldungen zum Thema Blütenstadt. Ausgabe 198 (KW 45/26) unter anderem mit: Respekt in Töplitz, der Arena von Glindow, einer Tschechin am Zernsee, Selbstverteidigung für Frauen und so manch gemütlich Adventsstelldichein.

05.11.2026, 03:27 Uhr
Bernd Reiher
Im Bild: Als Gemeinschaftsidee vom Korian Haus am Zernsee, dem Netzwerk gemeinsam im Alter und dem Scala Künstler-Café auf der Insel ging am 29. Oktober der Pilot der SingBar über die Bühne. Nächster Termin für freudige Zusammenkunft bei gemeinsamen Liedern: 26. November.
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Pressesch(l)au Werder KW 45/26
„Große Lkw zwängen sich durch enge Kurven, Anwohner klagen über Lärm“: In Petzow sorge derzeit eine Abkürzung zur Autobahn für Ärger. Die Stadt prüft Beschränkungen, berichtet in einem Beitrag vom 29. Oktober Frau Jensen in der MAZ.
„Einführung eines offiziellen, kommunalen Mietspiegels für Werder, Einrichtung einer kostenlosen, regelmäßigen Mieterberatung im Rathaus, konsequente Förderung von bezahlbarem und sozialem Wohnraum durch die HGW“: Einige der Forderungen der am 27. Oktober gestarteten Petition „Schluss mit Mietwahnsinn in Werder“.
Steigende Mieten: Über die Petition eines Werderaners, der mehr Transparenz und einen Mietspiegel für Blütenstadt fordert, informiert seit 3. November auch die MAZ.

Ein Stück Werder zum Mitnehmen: Die Souvenirs aus der Tourist Info sind Titelgeschichte der am 30. Oktober erschienenen, neuen Ausgabe des Stadtreklameblättchens Werder life.
Weihnachtsgestecke und Perlensterne: Ein „Winterbasteln“ wuselt 20. November im Inselzentrum Töplitz.
„Spaten, Handschaufel und Arbeitshandschuhe gerne mitbringen. Die Blumenzwiebeln stellen wir. 600 Blumenzwiebeln warten auf viele fleißige Hände“: Am Sonnabend, 14. November sollen auf rund 500 Quadratmeter Krokusse, Osterglocken und Tulpen „für ein buntes Glindow“ gepflanzt werden, informiert auf Insta der Ortsbeirat Glindow.

Hausnotfallapotheke, Seniorenphysiologie, Notfälle erkennen und handeln, Unfall-Prävention im Alltag, Notruf, Aufklärung Betrugsversuche, Patientenverfügung und Vollmacht: Ein „Seminar für Senioren“ veranstaltet am 14. November die Feuerwehr Glindow.
Fahranfänger unter Alkoholeinfluss unterwegs, Glindow, Dr.-Wolff-Straße: „Polizeibeamte hielten am Montagabend in Glindow einen PKW Opel zu einer Verkehrskontrolle an. Am Steuer saß ein Fahranfänger, welcher sich in der noch bestehenden Probezeit auf 0,26 Promille pustete. Der Wert wurde bei einem stationären Test bestätigt. Dem 20-Jährigen wurde die Weiterfahrt untersagt und ein Bußgeldverfahren eingeleitet.“ Ereigniszeit: Montag, 2. November, 21.15 Uhr. Meldung vom 3. November der Polizei.
„Auf das Erreichte sind wir stolz, auf die Zukunft blicken wir mit Freude. Den Stücken kann (nur) noch außerhalb vom Zelt zugehört werden. Die Platzkapazitäten sind bereits überschritten“: 50-jähriges Jubiläum feiert am 7. November auf dem Tannenhof der Gemischte Chor Glindow.

Für den hartherzigen Geizkragen Ebenezer Scrooge ist Weihnachten feiern nichts als Humbug. Lieber beutet er mit seinen Geschäften arme Menschen aus. Dies ruft schließlich mehrere Geister auf den Plan“: Charles Dickens´ Weihnachtsgeschichte ist am 30. November wieder zu sehen in der Comédie Soleil.
Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an: Ausstellung zum Jubiläum des Karnevals-Club KCW ab 6. und bis zum 15. November in der Stadtgalerie Kunstgeschoss.
„Im Sommer locken Seen und Gärten viele Gäste nach Petzow. Doch wie kommen die Cafés und Restaurants durch den Winter?“: Frage, für die sich Frau Jensen mit vier Lokalen beschäftigt hat, seit 2. November in der MAZ.

„Entdecken Sie am Einkaufszentrum alte Schätze aus Omas Zeiten, Raritäten aus vergangenen Jahrzehnten von Antiktrödlern und Handgemachtes von Kreativen aus der Region“: Am 7. November ist am Werderpark wieder Kreativ- und Antikmarkt.
Zweitwohnungssteuer, Radverkehrskonzept, Werder-Kennzeichen WDR und Antrag Wiedererrichtung Freilichtbühne: Einige Themen auf der Tagesordnung der am Donnerstag, 12. November abzuhaltenden Sitzung des städtischen Hauptausschusses.
„Die Freilichtbühne im Werderaner Stadtwald ist ein historischer Ort, dessen Geschichte bis in die 1930er-Jahre zurück reicht“: Auszug aus dem AfD-Antrag für die Prüfung der Möglichkeiten einer Wiedereinrichtung der traditionsreichen, aber eben deutlich auch mit Braunanteilen belasteten Freiluftarena im Stadtwald, nachzulesen im Allris.
„Wie schon an anderer Stellen kommentiert fände ich es gut, die von den Nationalsozialisten etablierte Freilichtbühne lieber mit Bäumen zu bepflanzen und so mehr Stadtwald zu bekommen. Eine Wiederbelebung der Bühne als kulturellen Ort sehe ich kritisch und halte ich auch für unnötig“: Kommentar zu einer früheren Debatte um die Zukunft der Freilichtbühne vom 13. April 2021 Beteiligungsportal Adhocracy.

„Dieser vierstündige Workshop stärkt das Selbstvertrauen mit spielerisch vermittelten Übungen aus der Selbstverteidigung (Abwehrtechniken, Schläge, Tritte, Griffbefreiung) und mit Atem- und Stimmübungen. Ergänzt wird der Kurs mit theoretischem Wissen (unter anderem Rechtslage in Deutschland)“: Kurs „Selbstverteidigung für Frauen“ am 21. November in den Räumen Damaschkestraße der Kreisvolkshochschule.
Der Weinverein stellt sich vor: Bei einem Vortrag des Heimatvereines mit Referentin Kerstin Otto am 10. November im Schützenhaus.
„Am 9. November erinnert eine öffentliche Lesung im Ernst-Haeckel-Gymnasium an die Verbrechen von Auschwitz. Mit dabei sind Menschen aus Verwaltung, Schulen, Kirchen und Vereinen“: Hinweis von Frau Swart seit 2. November in der MAZ.
„Wie sind ein ehemaliger spanischer Bürgerkriegskämpfer und eine Tschechin, die während des zweiten Weltkriegs in Deutschland Zwangsarbeit leisten musste, in die DDR geraten?“: Am 13. November liest Irena Valls aus ihrem Roman „Was einmal wichtiger war als wir“ im Uferhaus im Uferwerk.

„Gemeinsam mit der Stadt wollen wir an die Menschen erinnern, für die in der Stadt Stolpersteine verlegt wurden“: Zum Innehalten anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus bittet am 9. November laut ihrem Newsletter die Initiative Weltoffenes Werder.
Streit um Sanierung und Fördergeld – Verein kündigt Betreiber des Scala-Kulturpalastes den Mietvertrag: Meldet mit einem Beitrag über die aktuelle Situation (Vorstandsvorsitzende Iwanowitsch habe sich auf MAZ-Anfrage nicht zu dem Konflikt äußern wollen, obwohl am selben Tag eine Pressemitteilung zur Kündigung herausgegeben wurde) vom 29. Oktober Frau Jensen in der MAZ.
5.764 von 120.000 Euro: Knapp vier Wochen nach Start angegebener Zwischenstand der vom Kinoverein als „erfolgreich gestartet“ eingestuften Spendenkampagne für die Eigenmittel zu Dachsanierung des Scala.
80: Zahl der Wochen, die es bei diesem Tempo der „erfolgreichen“ Spendenkampagne dauern würde, bis man bei 120.000 Euro ist. Gut möglich aber auch, dass der Vorstand Dinge plant, um das zu beschleunigen. Zum Beispiel mit Spendenveranstaltungen. Entnommen werden kann diese Einschätzung zur ab Mai wieder ungewissen Zukunft des Werderaner Kinos der Pressemitteilung zur Kündigung des Kinobetreibers Oelstrom aus dem Scala: „Der bestehende Mietvertrag bietet dem Verein bislang keine ausreichenden Möglichkeiten, eigene Veranstaltungen zur Spendenakquise im Haus durchzuführen.“
„Drinnen und draußen ändern sich die Zeiten“: Sehr zu den Umständen passender Titel der Lesung mit der wunderbaren Carmen-Maja Antoni am 11. April (rund drei Wochen vor dem jetzt erzwungenen Ende der Oelstomschen Ära) im Scala.

„Ob für Sanddorn-Produkte, ein Mitbringsel oder einfach einen Abstecher – wir freuen uns auf deinen Besuch“: Seine neuen Öfnungszeien (Montag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, auch an Feiertagen) vermeldet am 30. Oktober der Sanddorngarten Petzow.
„Dieses Rudelsingen in der Kirche war solch eine tolle Idee, schön gelungen und (glaube ich gemerkt zu haben) so ein schönes Gemeinsamkeits-Erlebnis für alle, die da sein konnten. Danke auch für die vielen Hände, die unseren Rollstühlen mit in die Kirche und wieder raus geholfen haben. Ein schöner, schöner Abend“: Dankesgrüße aus dem Haus am Zernsee für die am 24. Oktober in der rappelvollen Glindower Kirche gefeierte Singrunde von Heimatverein und Havelherzen.
in[]zwischen: Tanzprojekt von Kulturschalte e. V., Sudden Starlings Collective und Kompanie 101concrete mit abschließender Ausstellung vom 7. November bis 20. Dezember (Vernissage 7. November) auf der Eisenbahnstraße im Tanzwerk. Video vom Projekt hier.

Wechseljahre verstehen: Info-Abend am 13. November im erst im Mai eröffneten und seitdem scheinbar wohl gedeihenden Glindower Fitness-Klub Individuell Power.
„Wir haben erlebt, dass nicht nur unsere Projekte, sondern auch persönliche Hintergründe und unsere Eigenständigkeit zum Gegenstand von Diskussionen wurden. Das hat uns nachdenklich gemacht. Denn natürlich braucht Engagement kritische Fragen. Aber es braucht genauso Vertrauen, gegenseitigen Respekt und die Bereitschaft, anderen Raum für eigene Ideen zu lassen.“: Sätze, die auch den Schluss zulassen, dass zwischen neuem Verein und altem Dorf noch nicht alle Fragen geklärt, stellte am Sonntag ins Netz die Initiative Zukunft Töplitz.
Mehr Platz für Vereine: Dank der neuen Wettkampfarena in Glindow stünden den blütenstädtischen Sportvereinen im Winter deutlich mehr Trainingszeiten zur Verfügung, auch große Wettkämpfe mit bis 400 Zuschauern seien jetzt möglich, schreibt in seiner Ausgabe vom 30. Oktober der Blickpunkt.
„Die Sportvereine in Werder haben von November bis März 195,5 Stunden Trainingszeit pro Woche in den Sporthallen der Stadt, 39 Stunden mehr als im Vorjahr. Grund ist die neue, teilbare Wettkampfarena am Hoffbauer-Bildungscampus“: Erwähnung fand der Start der neuen Halle (samt ihren Neuerungen) am 24. Oktober auch in der neuen (überregionalen) .
In diesem Sinne: Schönes Wochenende, noch.
