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Illegale Graffiti: SPD-Anfrage und die Antworten der Bürgermeisterin

Werder (Havel), 24.03.2025 – In Blütenstadt häufen sich Vorfälle mit illegalen Graffiti. Dies ist in den meisten Fällen nicht nur von Kunst weit entfernt, sondern auch teuer in der Beseitigung. Kostenträger: oft die Stadtkasse. 

Die SPD hat am 12. Februar der Stadtverwaltung einen ganzen Fragenkatalog geschickt. Betreff: Vandalismus in Werder und den Ortsteilen. Themen: Wo sind die Schwerpunkte? Wieviel Geld? Was tut die Stadt in Sachen Prävention? Was bringt Videoüberwachung?

Die Antwort der Bürgermeisterin trägt das Datum 7. März. Hier ein Auszug. Zum kompletten Antwortschreiben kommen Sie hier.

173.084,23 Euro zum Beispiel seien 2020 bis 2024 an Kosten für externe Dienstleister zur Entfernung von Graffitis aufgelaufen. Allein die Beseitigung eines Farbangriffs auf das Parkhaus am Bahnhof im vergangenen Jahr habe 11.000 Euro verschlungen.

Besonders betroffene Orte? Laut Stadtchefin: Parkhaus, Bushaltstellen, Schilder, öffentliche WCs sowie Mauern und Einfriedungen von Objekten.

Zur Frage „Welche präventiven Maßnahmen hat die Stadt bisher ergriffen?“ schreibt Manuela Saß: „Es wurde mit einer Postwurfsendung an alle Haushalte über das Thema informiert. Zusätzlich wurde von der Stadt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro ausgelobt, wenn Bürgerhinweise zur Ergreifung von Tätern führen.“

Seit 2021 gebe es laut Bürgermeisterin eine Graffiti-Wand auf dem Gelände beim „Haus am See“ (Jugendklub). Für den Zukunftshaushalt 2024/2025 werde eine weitere als Projekt eingereicht. Bei positivem Wahlergebnis könnte diese am Bolzplatz in den Havelauen realisiert werden. Dies scheint mittlerweile gegeben. Seit 21. März heißt es dazu auf werder-havel.de: „Am Bolzplatz in den Havelauen wird eine Graffitiwand aufgestellt. Dort kann man sich kreativ und künstlerisch austoben.

Videoüberwachung?: Gute Erfahrungen im Parkhaus, die „derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen“ würden den Einsatz im öffentlichen Raum an den meisten Stellen aber verhindern.

Folgend der Link zur kompletten Anfrage und den Antworten des Stadtoberhaupts. Hinweis: Falls er mal wieder nicht (mehr) funktioniert, erreichen Sie das Dokument über die Startseite des Werderaner Allris und die links oben zu findende Menürubrik Anfragen.

https://ratsinfo-online.de/werder-havel-bi/___tmp/tmp/45081036/xId2GBtmi4pUM5434zVcyhMM9IURa42NQ19QKN9T/QGIkhrWb/64-Anlagen/02/AntwortschreibenVerwaltungspd_vandalismus.pdf

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ODEG: Vandalismus im RE1 am 16. Februar

Werder (Havel), 22.02.2024 – Ein Anruf aus diesem Zug ließ schon ahnen, dass da außer einer simplen Verspätung noch größeres Ungemach im Gange war. Das ganze Ausmaß einer RE1-Fahrt am 16. Februar mit mitreisenden Fußball-Anhängern nach Magdeburg wird in einer gepfefferten Pressemitteilung deutlich, die vom Zugbetreiber ODEG am 19. Februar veröffentlicht wurde.

Hinweis: Die ODEG hat ihrer Pressemitteilung eindeutiges Bildmaterial beigefügt. Eine Übernahme in diesen Beitrag erfolgt nach angefragter Genehmigung durch die ODEG.

Vandalismus: Fußballfans aus Magdeburg zerstören mutwillig einen Siemens-Zug der ODEG 

Von wegen Sportsgeist und Fairness: stattdessen zerstören, sprühen, saufen, ausrasten

Die ODEG (Ostdeutsche Eisenbahn GmbH) wurde am Wochenende Opfer von Vandalismus durch vermeintliche Fußballfans des 1. FC Magdeburg. Die Zugfahrt wurde für den Triebfahrzeugführer der ODEG zum Albtraum

Linie RE1: Berlin nach Magdeburg
Freitag, den 16. Februar 2024
zwischen 22:00 und 24:00 Uhr
Zugnummer: 73791
Fahrzeugnummer: 3462 009

Zwischen Potsdam Park Sanssouci und Werder an der Havel wurden unentwegt Fahrgastnotrufe in den Führerstand an den Triebfahrzeugführer abgesetzt. Die Beantwortung der auflaufenden Notrufe musste abgebrochen werden, da sonst die Sicherheit der Zugfahrt in diesem Abschnitt in Frage gestanden hätte.

In Werder wurde die Bundespolizei gebeten, die aggressiven Fahrgäste über die Gründe für die Nutzung der Notsprechanlagen zu belehren und die Fahrdienstleitung von DB InfraGo wurde über einen verlängerten Aufenthalt an der Station Wildpark aus diesem Grund informiert.

An den Haltepunkten in Richtung Magdeburg sind die randalierenden Fans ausgestiegen, um zu urinieren. Diese mussten jeweils durch die Bundespolizei aufgefordert werden, wieder einzusteigen, da deren Strategie eindeutig eine deeskalierende war. Während der kompletten Fahrt wurde immer wieder im Fahrzeug geraucht und Feueralarm ausgelöst. 

Die Bilder sprechen für sich: Verkleidungen am Oberlicht des Zuges wurden herausgerissen, technische Teile des Zuges mit dem 1. FC Magdeburg-Aufkleber beklebt, sämtliche Fahrgastinformationsmaterialien wurden im Zug verteilt, fast alle Bereiche im Zug wurden mit Graffiti besprüht, zurück blieben eine katastrophale Zerstörung, Massen an Müll sowie Urin-, Bier- und Getränkelachen. 

„Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH ermittelt gerade den Gesamtschaden. Wir sind in enger Abstimmung mit unseren Auftraggebern und legen gemeinsam das weitere Vorgehen fest!“

Lars Gehrke, Geschäftsführer der ODEG

https://www.odeg.de/kontakt/presse/pressemitteilungen/vandalismus-fussballfans-aus-magdeburg-zerstoeren-mutwillig-einen-siemens-zug-der-odeg