Werder (Havel), 17.03.2025 – Die Wikipedia spricht vom Park Petzow als einem einzigartigen „Gesamtkunstwerk von Architektur und Landschaft“. Im Rahmen eines Maßnahmeplanes sind im Februar an 25 ehemaligen Baumstandorten neue Bäume gepflanzt worden. Lesen Sie mehr in einer Meldung der Stadtverwaltung vom 27. Februar 2025. Bild: Baumpflanzungen Gutspark Petzow. Bildquelle: Stadt Werder Havel_hkx
25 Bäume für den Petzower Gutspark
Im Petzower Park sind in den vergangenen Tagen 25 Bäume gepflanzt worden. Neben Rotbuchen, Kaiserlinden, einer Traubeneiche und einer Flatterulme gibt es nun auch wieder Nadelbäume an mehreren prägnanten Orten des Parks: Zwei Douglasien, eine Weymouthskiefer und eine Lärche wurden in die Erde gebracht. Bei den 25 Pflanzstellen handelt es sich um nachgewiesene ehemalige Standorte. Auch die Baumsorten gehen auf historische Recherchen zurück.
Seit den 1940er-Jahren war der Petzower Park zusehends verwildert. In den 1980er- und 90er-Jahren wurde er gartendenkmalpflegerisch wiederhergestellt. Seit 2021 wurden in einer „Gartendenkmalpflegerischen Zielplanung“ durch das Landschaftsarchitekturbüro guba+sgard in Berlin Geschichte und Bestand der Parkanlage im Auftrag der Stadt Werder (Havel) erfasst, analysiert und bewertet. Neuere Erkenntnisse zur Entstehungsgeschichte wurden dabei einbezogen.
Ein Maßnahmenplan wurde daraus abgeleitet, die Baumpflanzungen sind ein erstes Projekt daraus. Außerdem wurde im Bereich des Fischerhauses Gehölzaufwuchs aus der geschützten Feuchtwiese beseitigt, so dass das 1818 entstandene denkmalgeschützte Gebäude vom Südeingang des Parks wieder auszumachen ist. Einige junge Bäume wurden stehengelassen und sollen in anderen Parkbereichen als „Pflanzmaterial“ genutzt werden. Schließlich handelt es sich um Ableger der Gehölze, mit denen die Parkgestaltung vor gut 200 Jahren einmal begonnen hat.
Der Petzower Gutspark gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen der Stadt Werder (Havel). Er findet sich 1833 im „Verschönerungsplan der Umgebung von Potsdam“ von Peter Joseph Lenné und geht auf Anweisungen des Potsdamer Gartendirektors zurück. Abhängig von der Haushaltslage sollen in den kommenden Jahren weitere Projekte und Pflanzungen aus dem Maßnahmenplan umgesetzt werden. Auch die Parkpflege wird neu aufgestellt.