Am 23. Juni geht die nächste Mitgliederversammlung des Scala Freundeskreis e. V. über die Bühne. Bezeichnend für die Situation im Verein ist der Veranstaltungsort: Obwohl man einen eigenen Saal besitzt, findet die Versammlung wieder einmal außer Haus statt, dieses Mal im Kaffeekontor.
Bernd Reiher, 21.06.2026, 07:19 Uhr
Auch die Vorzeichen des wichtigsten Vereinsgremiums sind alles andere als rosig. Der Wunsch auf Betreiberseite nach einem Vorstandssitz sorgt für massive Gegenwehr, nicht nur mit Wattebällchen.
Außerdem droht die anrollende Sanierung der Eisenbahnstraße ab August für zwanzig Monate die Zuschauerzahlen zu schrumpfen. Sollte der Spielbetrieb tatsächlich eingestellt werden müssen, geht auch der Vereinskasse für schlimmstenfalls knappe zwei Jahre die Haupteinnahmequelle verloren.
Wie unter diesen Umständen die angestrebte Sanierung des Hauses vorangebracht werden soll, steht in den Sternen. Gut geplant wäre gewesen, sie in das Straßenbau-Zeitfenster vor der Haustür einzutakten. Die Signale dafür jedoch sind dürftig, wie so vieles in der vereinsinternen Kommunikation. Jüngstes Beispiel dafür sind Vereinsfördermittel von der Sparkasse. Eigentlich ein kleiner Erfolg, von dem Otto Normalmitglied jedoch nichts per Mailverteiler vom Vorstand erfahren durfte, sondern aus einer Pressemitteilung der MBS.
Vielleicht dürfen wir am Dienstag davon erfahren. Die Frage ist allerdings: Was weiß der Verein sonst noch nicht, wovon er wissen sollte? Ich hoffe durchaus, dass am Dienstag neue Vorstände gewählt werden, die unter sich eine/n neue/n Vorsitzende/n ausmachen. Mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit werden aber wieder Vertreter jener Riege gewählt, die zwar gerne das Geld und die Expertise des Betreibers nimmt, aber tausend Gründe erfindet, dass er auf keinen Fall einen Sitz im Vorstand kriegt.
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