Schlagwort-Archive: Karl Hagemeister

werder havel potsdam museum

Potsdam Museum, 22. November bis 22. März: Theo von Brockhusen, „Farben im Licht“

Vom 22. November 2025 bis zum 22. März 2026 widmet sich das Potsdam Museum in einer Großen Ausstellung dem Künstler Theo von Brockhusen. Mit dabei ein Stück Werder aus dem Jahr 1910: Das Bild „Blühende Bäume“.

Bernd Reiher, 21.11.2025, 09:28 Uhr

Ein zweiter Teil der Ausstellung zeigt Werke von künstlerischen Zeitgenoss/innen, wie dem Werderaner Maler Karl Hagemeister. Lesen Sie mehr in einer Pressemitteilung des Potsdam Museum vom 18. November 2025.

Bild und Bildquelle: Theo von Brockhusen, Blühende Bäume (Baumblüte in Werder) Herrmann Apfelgarten in Baumgartenbrück, um 1915, Öl auf Leinwand, 64,5×80 cm, Privatbesitz, Foto © Ketterer Auktionen.

Theo von Brockhusen – nach 100 Jahren wieder in Potsdam

Große Ausstellung im Potsdam Museum zum Impressionismus in Berlin und Brandenburg ab dem 22. November

Vom 22. November 2025 bis 22. März 2026 zeigt das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte die Ausstellung „Theo von Brockhusen. Farben im Licht – Künstler des deutschen Impressionismus“. Sie würdigt einen außergewöhnlichen Maler, der ab 1904 in Berlin lebte, aber seine wichtigsten Werke am Schwielowsee in Geltow schuf. Die große Schau auf zwei Etagen vereint eine umfassende monografische Werkschau Brockhusens und einen zweiten Ausstellungsteil mit Werken seiner künstlerischen Weggefährtinnen und Weggefährten wie Lovis Corinth, Käthe Kollwitz, Max Liebermann und Karl Hagemeister, die die Kunst der Moderne in Berlin und Brandenburg prägten.

Theo von Brockhusen, Blühende Bäume - Herrmann Apfelgarten in Baumgartenbrück, um 1915, Öl auf Leinwand, 64,5x80 cm, Privatbesitz, Foto © Ketterer Auktionen
Theo von Brockhusen, Blühende Bäume – Herrmann Apfelgarten in Baumgartenbrück, um 1915, Öl auf Leinwand, 64,5×80 cm, Privatbesitz, Foto © Ketterer Auktionen

„Es ist ein glücklicher Umstand, dass gerade das Potsdamer Umland um 1900 zum Ursprungsort der Freilichtmalerei wurde – einer Bewegung, die den Beginn einer Epoche markierte und die deutsche Kunst nachhaltig prägte“, erklärt Torsten Wiegel, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Landeshauptstadt Potsdam.

Die Landschaftsmalerei des deutschen Impressionismus zählt zu den Schwerpunkten der Kunstsammlung des Potsdam Museums. „Seit der Gründung des städtischen Museums 1909 bewahren wir bedeutende Werke jener Wegbereiter der Moderne, die in Potsdam und Umgebung wirkten – darunter auch Heinrich Basedow d. Ä., Philipp Franck und Karl Hagemeister. Die stetig gewachsene Sammlung spiegelt das bürgerliche Engagement und die Sammelleidenschaft der Gründerjahre wider“, so Hannes Wittenberg, stellvertretender Direktor des Potsdam Museums.

Der Künstler Theo von Brockhusen (1882–1919) liebte das Licht und die Farben. Sein Werk zählt zur kunsthistorischen Epoche des deutschen Impressionismus. Innerhalb kürzester Zeit hatte er als Nachwuchskünstler durch seine Förderer Max Liebermann und Paul Cassirer in Berlin Anerkennung gefunden und wurde in die besondere Künstlerriege der Berliner Secessionisten aufgenommen. 1907 wurde Brockhusen zum ordentlichen Mitglied ernannt und stellte im Kunstsalon Cassirer sowie in den Ausstellungen der Berliner Secession seine Werke aus.

Wie viele seiner Künstlerkolleginnen und -kollegen reiste Brockhusen auch in andere europäische Länder und setzte sich dort mit den avantgardistischen Malern des Impressionismus als Inspiration für sein eigenes Werk auseinander. Dabei verbrachte er den Großteil seiner Schaffensjahre in Brandenburg und widmete sich dem farbprächtigen Licht- und Schattenspiel der Havellandschaft. Nach seinem frühen Tod geriet er jedoch bald in Vergessenheit.

„Licht und Atmosphäre stehen im Mittelpunkt seines Schaffens und zeichnen ihn als prägenden Vertreter der Berliner und der Freien Secession aus. Welche Bedeutung hat sein Vermächtnis heutzutage“, umreißt Dr. Hendrikje Warmt, Kuratorin und wiss. Mitarbeiterin der Sammlung Moderne und Zeitgenössische Kunst am Potsdam Museum, eine der Kernfragen der Ausstellung und ergänzt: „In Kunstarchiven fand ich heraus, dass der Galerist Ferdinand Möller dem bereits verstorbenen Maler Brockhusen 1925 eine posthume Einzelausstellung widmete. Bewusst wählte er Potsdam als Ausstellungsort aus, da das ausgereifte malerische Werk des Künstlers in Brandenburg entstanden war. Umso erfreulicher ist das Jahr der Sonderausstellung gewählt: 2025 – 100 Jahre später – würdigt das Potsdam Museum Brockhusen an seinem Sehnsuchtsort mit einer chronologischen Werkschau“.

Berlin-Motive reizten Brockhusen nicht, denn er war auf der Suche nach „Farben im Licht“ und genau das fand Brockhusen in Baumgartenbrück am Schwielowsee. Aus verschiedenen Perspektiven und zu unterschiedlichen Tageszeiten malte er das Havelufer, die Baumgartenbrücke und das Gasthaus mit dem auf einer Anhöhe liegenden Herrmannschen Obstgarten.

„Drei Jahre verlebte ich hier die schönste Zeit, fand mehr als reine Schönheit – (Harmonie) der Natur. Die Harmonie scheint alles hier zu einem Klange zu verbinden, so dass ich glaube, dass ohne die Besitzerin des Gastlichen Hauses, ohne dies von ihr unermüdlich geleitete, so gastliche Haus, Baumgartenbrück, ein fremdes würde“, schrieb Theo von Brockhusen im Juni 1909 in das Gästebuch der Familie Herrmann in Baumgartenbrück.

Dieser Eintrag verdeutlichte seine innere Verbundenheit mit diesem Stück Erde und brachte zugleich seine glückliche Emotion zum Ausdruck, das gefunden zu haben, was seine künstlerische Arbeit vervollkommnete. Die Havellandschaft inspirierte ihn zu großformatigen Rundblicken – kompositorisch meisterlich gesehen, farblich erspürt.

Theo von Brockhusen wusste um die Schönheit der märkischen Natur und deren künstlerische Entdeckung um 1900, wie auch seine Künstlerkolleginnen und -kollege, Freunde und Weggefährten. Ergänzt durch Werke von Max Liebermann, Lovis Corinth, Philipp Franck, Käthe Kollwitz, Fritz Klimsch, Georg Kolbe, Karl Hagemeister, Dora Hitz, Walter Leistikow, Emil Pottner, Lesser Ury und Julie Wolfthorn wirft die Ausstellung zugleich einen Blick auf die Entwicklung des deutschen Impressionismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das topographische, miteinander in Beziehung stehende Netzwerk der Künstlervereinigung – Berlin-Potsdam-Havelland – wurde bei der Werkauswahl berücksichtigt und zeigt das Geflecht der Künstlerviten anhand von Arbeits- und Lebensorten. Atmosphäre und Licht rückten in den Mittelpunkt der Farb- und Formauffassung der deutschen Moderne.

Insgesamt präsentiert die Ausstellung 114 Werke, darunter Gemälde, Zeichnungen, Dokumente und Fotografien. Den Schwerpunkt bilden 49 Arbeiten von Theo von Brockhusen sowie 46 Werke weiterer Künstlerinnen und Künstler. Zusätzlich geben 19 ausgestellte Dokumente und Fotografien spannende Einblicke in die Zeit und das kreative Umfeld.

Die Werkschau Brockhusens wird durch deutschlandweite Leihgaben aus privaten Kunstsammlungen und Museen ermöglicht. Die Ausstellung wird mit einem umfangreichen Katalog und einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm begleitet.

Leihgaben aus öffentlichen Museen, Kunststiftungen und aus privaten Kunstsammlungen

  • Berlinischen Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
  • Stiftung Stadtmuseum Berlin
  • Kulturstiftung Sachsen-Anhalt – Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
  • Kunstforum Ostdeutsche Galerie (Regensburg)
  • Buchheim Museum der Phantasie (Bernried am Starnberger See)
  • Sammlung Karl H. Knauf (Berlin)
  • Museum Stiftung Schlösschen im Hofgarten (Wertheim)
  • Museum der Havelländischen Malerkolonie (Ferch)
  • Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch und Schloss Gottorf

Ausgestellte Künstlerinnen und Künstler neben Theo von Brockhusen

Hans Baluschek, Heinrich Basedow d. Ä., Arthur Borghard, Lovis Corinth, Philipp Franck, August Gaul, Marie Goslich, Karl Hagemeister, Curt Herrmann, Dora Hitz, Ulrich Hübner, Egon von Kameke, Fritz Klimsch, Georg Kolbe, Käthe Kollwitz, Walter Leistikow, Max Liebermann, Oskar Moll, Emil Pottner, Waldemar Rösler, Hannah Schreiber de Grahl, Renée Sintenis, Franz Skarbina, Lesser Ury, Max Uth, Julie Wolfthorn

Begleitprogramm

Eröffnungswochenende
Kostenfreier Eröffnungssamstag, 22.11.

Kunstgespräche
Treffen Sie das Ausstellungsteam in den Ausstellungsräumen, stellen Sie Ihre Fragen und erfahren Sie spannende Hintergrundinfos!
11–13 Uhr Lisa-Marie Lohan, M.A., Projektassistenz und wiss. Volontärin Potsdam Museum
13–15 Uhr Dr. Hendrikje Warmt, Kuratorin und wiss. Mitarbeiterin Potsdam Museum

Sonntag, 23.11.
Kunstgespräche
14–16 Uhr Tim D. Gronert, Brockhusen-Experte, Autor und Kunsthändler bietet Ihnen erhellende Einblicke in die Ausstellung.

FÜHRUNGEN
Preis: 6€ (zzgl. Eintritt), bis 18 J. frei

Sa | 29.11. | 20.12. | 07.02. | 07.03. | 14:00
Fr | 12.12 | 16.01. | 15:00
Fr | 20.02. | 14:00
Licht, Farbe, Atmosphäre
Natur & Himmel – seine Panoramalandschaften aus dem Havelland. Auch auf modische Details der abgebildeten Personen wirft die Designerin Jeanette Kraus-Meyer auf der Heyde einen Blick.

So | 07.12. | 28.12. | 11:00 Sa | 10.01. | 24.01. | 31.01. | 21.02. | 28.02. | 14:00
Raus an die frische Luft!
Warum moderne Künstler:innen ihre Ateliers verließen, wie Farbtuben die Freiluftmalerei revolutionierten und wieso sich in vielen Orten Europas Malerkolonien bildeten. Mit Kunstvermittlerin Claudia Häuser-Mogge.

Fr | 12.12. | 17:00 + Do | 22.01. | 13:00
Von Küste zu Küste
Ein Ausstellungsrundgang als Entdeckungstour durch Brockhusens Europa – mit besonderen Einblicken aus dem kuratorischen Team. Mit Lisa-Maria Lohan, wiss. Volontärin.

Mi | 11.03.
Restauratorische Einblicke in die Bildwelt des Künstlers Theo von Brockhusen.
Was geschieht mit einem Gemälde, bevor es ins Licht der Ausstellung tritt? Mit Oliver Max Wenske, Museumskonservator Potsdam Museum.

Di | 16.12. | 10.02. | 10:00 | Kostenfrei
Führung für Menschen mit Demenz – Fühlen, Riechen und Hören
Bilder werden sinnlich erlebbar. Mit Elisabeth Claussen-Greim, Kunst- und Kulturvermittlerin.

WORKSHOPS FÜR „JUNG UND ALT“ | Preis: 15€

So | 30.11. | 15:00 + Sa | 13.12. | 15:30
Pastelltöne & Sommerstimmung – Impressionistische Momente in Mixed Media
Mit der Illustratorin Inna Stein werden eigene Werke gestaltet.

So | 28.12. | 14 Uhr
Farbe reißen – Farbe fühlen.
Impressionistische Bilder als Collage. Mit Illustratorin Inna Stein erforschen wir Farbe und Licht unseres Lieblingsbildes.

Sa | 17.01. | 21.02. | 15:30 Uhr
Der Himmel über der Natur
Künstlerin Stefanie Kägi lädt ein, den Himmel mit neuen Augen zu sehen.

ERLEBNISSE FÜR KINDER & FAMILIEN

Sa | 29.11. | 27.12. | 14:00 | ab 6 Jahre | 3€, Erwachsene zzgl. Eintritt
Familiennachmittag mit Theo.
Den Freilichtmaler entdecken & leuchtende Kunstwerke schaffen. Mit Anke Stemmann, Museumspädagogin Potsdam Museum.

Sa | 06.12. | 14:00 | ab 6 Jahre | 10€
Farbe reißen – Farbe fühlen.
Impressionistische Bilder als Collage.
Mit Illustratorin Inna Stein erkunden wir Farbe und Licht unseres Lieblingsbildes.

So | 11.01. | 15:00 + Di | 03.02. | 11:00 + Do | 05.02. | 15:00 | ab 5 Jahre. Preis: 5€, Erwachsene zzgl. Eintritt
Mit Farben, Federn, Fantasie – Tierwelten und (Sommer-) Träume.
Ein kreativer Familiennachmittag zum Staunen, Erzählen und Mitmachen. Mit Anke Stemmann, Museumspädagogin.

Do | 05.02. | 14:00 + Sa | 21.03. | 14:00 | 5-12 Jahre | Preis: 10€
Lichtfänger & Farbzauber
Kinder entdecken spielerisch die bunte Welt des Impressionismus. Mit Künstlerin Stefanie Kägi.

https://www.potsdam-museum.de/de/theo-von-brockhusen-farben-im-licht

werder havel potsdam museum

Potsdam Museum: Hagemeister-Ausstellung nur noch diese Woche

Werder (Havel), 13.01.2025 – Der havelländische Impressionist (1848–1933) aus Werder zählt laut Potsdam Museum zu „den bedeutendsten Wegbereitern der modernen Landschaftsmalerei in Deutschland“. Die Ausstellung im Potsdam Museum läuft nur noch bis zum 19. Januar. Lesen Sie mehr in einer Pressemitteilung des Hauses vom 10. Januar 2025. Im Bild unten: Karl Hagemeister, Uferlandschaft mit Seerosen, um 1890, Pastell (c) Potsdam Musem, Foto Michael Lüder, 86-1271-K. Bildquelle: Potsdam Museum.

Karl Hagemeister „Die Natur ist groß“ – Jahreszeitliche Impressionen

Der havelländische Impressionist Karl Hagemeister (1848–1933) zählt zu den bedeutendsten Wegbereitern der modernen Landschaftsmalerei in Deutschland. Als Gründungsmitglied der Berliner Sezession prägte er den Impressionismus in Berlin und Brandenburg mit Künstlern wie Max Liebermann und Lovis Corinth.
 
Hagemeister erfasste die Lichtstimmungen der Natur mit schnellen, kraftvollen Pinselstrichen, oft direkt vor Ort bei jedem Wetter. Die Ausstellung präsentiert sechzehn Ölgemälde, fünf Pastelle und elf Zeichnungen, thematisch nach den Jahreszeiten geordnet, ergänzt durch Zitate seiner Weggefährten.
 
Ein Highlight ist das überlebensgroße Gemälde „Verschneiter Birkenwald an einem Bachlauf“ (1891/93). Die Multimedia-Installation The Ever Changing Light der Künstlergruppe XENORAMA lässt Hagemeisters Werke audiovisuell neu erleben, indem seine Malerei digital zerlegt, neu arrangiert und atmosphärisch erlebbar gemacht wird.
 
Die Ausstellung lädt zum Anfassen, Hinhören und Eintauchen in den künstlerischen Blick des Impressionisten und seine Farb- und Stimmungswelt ein.

Karl Hagemeister, Uferlandschaft mit Seerosen, um 1890, Pastell (c) Potsdam Musem, Foto Michael Lüder, 86-1271-K
Karl Hagemeister, Uferlandschaft mit Seerosen, um 1890, Pastell (c) Potsdam Musem, Foto Michael Lüder, 86-1271-K

Zur Finissage, am Sonntag, 19. Januar können die Museumsgäste von 13 bis 16 Uhr mit der Kuratorin und Hagemeister-Expertin Dr. Hendrikje Warmt in der Ausstellung zu den eigenen Eindrücken oder zu Fragen ins Gespräch kommen.

Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren gibt es einen spannenden Rätselbogen durch die Ausstellung, für den anschließend kleine Preise winken.

https://www.potsdam-museum.de/de/karl-hagemeister-die-natur-ist-gross-jahreszeitliche-impressionen-malerei-zeichnungen-pastelle

werder havel potsdam museum

12. April: Hagemeister-Vortrag mit Jutta Enke im Potsdam Museum

Werder (Havel), 10.04.2024 – Das Potsdam Museum lädt am Freitag zur Wissensaufhellung mit der Brandenburger Stadtführerin rund um den Werderaner Impressionisten. Lesen Sie mehr in der Presseinfo vom 9. April 2024

Märkischer Impressionist und Naturfreund Karl Hagemeister

Im Vortrag spricht die Referentin Jutta Enke über das Leben und Schaffen des Künstlers. Im Besonderen geht es um bevorzugte Motive, die breite Palette seiner Maltechniken und die Vielfalt der Naturmotive der typischen märkischen Landschaft. Betrachtet wird ebenso, wie er Jahreszeiten, Wetter, Wind oder Tagesszeit malt.

Mit Jutta Enke, Stadtführerin in Brandenburg. Eintritt: 6 und 4 Euro, bis 18 Jahre frei. Um Anmeldung wird gebeten unter museumsservice@rathaus.potsdam.de oder Telefon (0331) 289 6868 (Di–So 12–18 Uhr).

https://www.potsdam-museum.de/veranstaltung/maerkischer-impressionist-und-naturfreund

werder havel potsdam museum

„Die Natur ist groß“: Potsdam Museum mit Hagemeister-Sonderschau

Werder (Havel), 31.03.2024 – „Impressionismus“, sagt die Wikipedia, sei eine „Stilrichtung in der Kunstgeschichte, die durch die stimmungsvolle Darstellung von flüchtigen Momentaufnahmen einer Szenerie gekennzeichnet ist“.

Der in Werder geborene, gestorbene und bis heute allgegenwärtige Karl Hagemeister wird zu den Malern des Impressionismus gezählt. Wikipedia: „Die umgebende Havellandschaft prägte seine intensive Beziehung zur Natur und zum Wasser.“

Bis Ende Juli widmet seinem Werk eine Sonderausstellung jetzt das Potsdam Museum. Lesen Sie dazu mehr in der Pressemitteilung vom 19. März 2024.

Sonderausstellung „Karl Hagemeister. »Die Natur ist groß«“

Einblick in das künstlerische Gesamtwerk des havelländischen Impressionisten

Das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte – zeigt vom 23. März bis zum 28. Juli 2024 die Ausstellung „Karl Hagemeister. »Die Natur ist groß« – Jahreszeitliche Impressionen. Malerei. Zeichnungen. Pastelle“, die einem der wichtigsten deutschen Wegbereiter der modernen Landschaftsmalerei gewidmet ist.

Anlass für die neue Ausstellung zu Karl Hagemeister ist die Neuerwerbung des überlebensgroßen Gemäldes „Verschneiter Birkenwald an einem Bachlauf“ (1891/1893) im Frühjahr 2022.

„Dank der großzügigen Förderung von drei Partnern – dem Ministerium für Forschung Wissenschaft und Kultur (MWFK), Kulturstiftung der Länder und der Ernst von Siemens Kunststiftung – konnte die deutschlandweit zweitgrößte Hagemeister-Sammlung des Potsdam Museums um eines der Schlüsselwerke des Künstlers erweitert werden. Potsdam ist damit um ein Kulturgut aus der Region mit überregionaler Ausstrahlung reicher“, unterstreicht Prof. Dr. Walid Hafezi, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport.

„Mit dieser Ausstellung möchte das Potsdam Museum der Öffentlichkeit einen sinnlichen Zugang zum künstlerischen Schaffen des märkischen Landschaftsmalers Karl Hagemeister eröffnen, der gemeinsam mit seinen Künstlerkollegen Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt in der Künstlervereinigung Berliner Sezession den Impressionismus insbesondere in Berlin und Brandenburg prägte.“

Dr. Thomas Steller, Direktor des Potsdam Museums

Der große Brandenburger Künstler und Naturliebhaber Karl Hagemeister lebte von 1848 bis 1933 in Werder an der Havel. Zeitlebens war er eng mit der Region verbunden.

„Die tiefe Empfindung von Lichtstimmungen in der Natur prägte den Schaffensprozess des Malers. Seit den 1880er Jahren wandte er sich von der akademischen Wiedergabe des Motivs ab und der Freilichtmalerei zu. Jahrelang lebte er im Einklang mit der Natur Brandenburgs, um aus ihr künstlerisch zu schöpfen“, charakterisiert Dr. Hendrikje Warmt das Schaffen des Künstlers. 

Die thematisch nach den vier Jahreszeiten gegliederte Bestandsausstellung zeigt 16 Ölgemälde, fünf Pastelle und elf Bleistift-, Kreide- und Kohlezeichnungen von Karl Hagemeister. Drei Gemälde wurden mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins des Potsdam-Museums e.V. eigens für die Ausstellung restauriert. Darunter befindet sich auch das Öl-Gemälde „Ferch im Sommer“, 1898, das nun erstmalig gezeigt werden kann.

„Der Förderverein ist der Kunst Karl Hagemeisters seit 2015 eng verbunden und hat seitdem mit insgesamt 70.000 Euro u.a. die Herausgabe des Werkverzeichnisses und eine Vielzahl von Restaurierungen unterstützt. Wir freuen uns, dass wir auch für die aktuelle Ausstellung knapp 50 private Spender*innen für die Restaurierung von drei Hagemeister-Gemälden begeistern konnten, die dafür 7.550 Euro zur Verfügung stellten“, so der Fördervereinsvorsitzende Markus Wicke. Die Arbeiten wurden von der Diplom-Restauratorin Regina Klug und Diplom-Restaurator Oliver Max Wenske, Museumskonservator am Potsdam Museum, ausgeführt.

Die ausgestellten Werke Karl Hagemeisters werden von Zitaten seiner Weggefährten begleitet und geben so einen authentischen Einblick in das Schaffen des Künstlers.

Neben einem Tastmodell, das Hagemeisters Farbauftrag und Maltechnik veranschaulicht und als Äquivalent die Berührung eines Gemäldes ermöglicht, macht die Licht- und Klanginstallation „The Ever Changing Light” seine Malerei audiovisuell erfahrbar.

Dazu wurden seine Werke digital analysiert, aufbereitet und in einzelne Bildpunkte zerlegt, neu arrangiert und wieder zusammengesetzt. Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung werden zu einer sinnlichen Reise durch die Stimmungsräume des Malers Karl Hagemeister eingeladen.

Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur zur Hagemeister-Ausstellung vom 22. März

https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/service/pressemitteilungen/ansicht/~22-03-2024-potsdam-museum-ausstellung-karl-hagemeister#

Karl Hagemeister in der Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Hagemeister

Potsdam Museum erwirbt Hagemeister – werderanderhavel.de vom 22. Januar 2023

https://werderanderhavel.de/werder-havel/karl-hagemeister-potsdam-museum-erwirbt-schluesselwerk/

Potsdam Museum zur Sonderausstellung Karl Hagemeister

https://www.potsdam-museum.de/ausstellung/karl-hagemeister-die-natur-ist-gross

hagemeister-einstueckkosmos-ausstellung-bildquelle-havellaendischemalerkolonieferch

Malerkolonie Ferch: Karl Hagemeister – Ein Stück Kosmos

Werder (Havel), 21.04.2023 – Karl Hagemeister ist in der Blütenstadt ein großer Name. Von hier aus hat er sich international einen Namen gemacht, obwohl er dem märkischen Sand dafür nie untreu geworden ist. Anlässlich seines 90. Todestages hat das Museum der Märkischen Malerkolonie Ferch eine Hagemeisterausstellung organisiert. Sie ist ab 29. April zu erleben. Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung vom 21. April 2023.

Karl Hagemeister – Ein Stück Kosmos Ausstellung zum 90. Todesjahr des Künstlers

Die Frühjahrsausstellung im Museum der Havelländischen Malerkolonie widmet sich dem Begründer und wahrscheinlich bekanntesten Vertreter der Malerkolonie in Ferch. Kein anderer Künstler ist enger mit der Region des Schwielowsees verbunden als Karl Hagemeister.

Dennoch ist der Maler, der 1848 in Werder zur Welt kam, in dieser Gegend die meiste Zeit seines Lebens verbrachte und 1933 in seinem Geburtshaus starb, alles andere als ein märkischer Heimatmaler. Hier wie an der Ostseeküste fing er die besondere Stimmung der Landschaft ein, die Anmut der Vegetation ebenso, wie das Toben der Elemente.

Er gelangte dabei von einer „stilllebenartigen“ zu einer abstrahierenden Auffassung der Natur. Das verbindet ihn mit seinem großen Zeitgenossen Claude Monet.

Die Jahre nach Abschluss seiner Wanderjahre 1884 verbrachte er, mit Fischen und Jagen für seinen Lebensunterhalt sorgend, zurückgezogen. Dennoch empfing er zunächst in Ferch-Junkershäuser, ab 1891 am Entenfang und ab 1911 in Werder durchaus Besuch von Künstlerkollegen oder Kaufinteressenten.

1898 war er Gründungsmitglied der Berliner Secession. Auf der Internationalen Kunstausstellung in München des Jahres 1913 errang er eine Goldmedaille, 1914 wurde ihm eine Ehrenprofessur der Berliner Akademie verliehen. Zu deren Mitglied wurde er auf Initiative von Max Liebermann 1923 ernannt. Schon 1911 hatte Ludwig Justi für die Berliner Nationalgalerie eine Märkische Landschaft erworben.

Die Ausstellung im Museum der Havelländischen Malerkolonie konzentriert sich auf Höhepunkte aus Hagemeisters Werk und taucht ohne Umwege in den Kosmos der Natur ein, dessen Darstellung der Maler so konsequent verfolgt hat. Dabei kann die Schau dankenswerterweise auf wertvolle Leihgaben dem Museum verbundenen Sammler, ergänzt um eigene Bestände bzw. Dauerleihgaben, zurückgreifen.

Havelländische Malerkolonie – Blick in unsere Sammlung

Museum der Havelländischen Malerkolonie, Beelitzer Str. 1/ Ecke Dorfstraße, 14548 Schwielowsee/OT Ferch, www.havellaendische-malerkolonie.de

Ausstellungseröffnung: 29. April 2023, 11 Uhr
Ausstellungsdauer: 29. April bis 9. Juli 2023
Öffnungszeiten: Donnerstag-Sonntag 12 bis 16 Uhr
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2,50 Euro
Kurator: Dr. Dominik Bartmann


Quelle_POTSDAMMUSEUM_Karl_Hagemeister_Verschneiter_Birkenwald..._Foto_Ketterer_Kunst

Karl Hagemeister: Potsdam Museum erwirbt Schlüsselwerk

Werder (Havel), 22.01.2023 – In Werder gibt es eine Karl-Hagemeister-Schule und ein Hagemeister-Café, die Bahn hat einen ihrer ICs nach dem in der Blütenstadt geborenen Maler benannt.

Das Potsdam Museum hat jetzt ein neues Gemälde Hagemeisters erworben: „Verschneiter Birkenwald an einem Bachlauf“. Am Donnerstag ist es vorgestellt worden. Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung des Potsdam Museum vom 19. Januar 2023.

Potsdam Museum erwirbt Schlüsselwerk von Karl Hagemeister

Das Potsdam Museum hat heute das neu erworbene Gemälde „Verschneiter Birkenwald an einem Bachlauf“ von Karl Hagemeister aus dem Jahr 1891/1893 präsentiert. Mit dem Erwerb des Gemäldes bereichert das Potsdam Museum seine Sammlung um ein Kunstwerk von regionaler als auch nationaler Wertschätzung.

Der bedeutende deutsche Impressionist Karl Hagemeister, der als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen Landschaftsmalerei in Deutschland gilt, lebte von 1848 bis 1933 in Werder an der Havel. Das Potsdam Museum beherbergt die deutschlandweit zweitgrößte Sammlung von Arbeiten des Künstlers, die nun um eines seiner Hauptwerke erweitert wird.

Die Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Noosha Aubel lobt den Neuerwerb und sagt: „Der Bestand der impressionistischen Landschaftsmalerei ist für die Sammlung des Potsdam Museums von besonderer Bedeutung. Sie erweitert und profiliert sich nun weiter mit dem Erwerb dieses großformatigen Schneebildes von Karl Hagemeister, das aufgrund der feinabgestuften Tonalität zu einer besonderen Gattung innerhalb seines Oeuvres zählt. In der neuen Ausstellung zur Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams wird das Gemälde dauerhaft öffentlich präsentiert. Ich danke den drei Förderern für diese großartige Unterstützung.“

Das Gemälde konnte durch die Landeshauptstadt Potsdam dank der Förderung der drei Partner MWFK, Kulturstiftung der Länder und Ernst von Siemens Kunststiftung ersteigert werden.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg spendete dafür ein Drittel der Kaufsumme von insgesamt 138.600 Euro.

Kulturministerin Manja Schüle bemerkt zum Bilderwerb: „Es ist ein Idyll, das uns vielerorts beim Spaziergang durchs winterliche Brandenburg begegnet: Ein ‘Verschneiter Birkenwald an einem Bachlauf‘ geschaffen vom großen Brandenburger Maler und Naturliebhaber Karl Hagemeister. Im Mittelpunkt seiner Werke steht die märkische Landschaft mit ihren Wäldern, Wiesen und Seen, mit Birken, Gräsern und Seerosen. Seine Werke spiegeln eindrucksvoll Licht und Bewegung und sind geprägt vom Impressionismus. Ich bin froh, dass wir das Potsdam Museum beim Ankauf dieses Gemäldes mit 46.200 Euro unterstützen konnten. Damit wird eine der größten Hagemeister-Sammlungen um ein Schlüsselwerk erweitert. Wichtige Partner beim Ankauf war auch die Kulturstiftung der Länder sowie die Ernst von Siemens Kunststiftung – vielen Dank für dieses Engagement! Mit dem Erwerb des ‘Birkenwaldes‘ sind Potsdam und Brandenburg um ein Kulturgut aus der Region und mit nationaler Strahlkraft reicher.“

Eine ebenso hohe Fördersumme steuern jeweils die beiden weiteren Sponsoren, die Kulturstiftung der Länder sowie die Ernst von Siemens Kunststiftung, bei.

Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, begründet die Förderung folgendermaßen: „Karl Hagemeister gehört in die erste Reihe der Impressionisten in Deutschland. Gemeinsam mit seinen Künstlerkollegen der Berliner Secession prägte er den Impressionismus besonders in Berlin und Brandenburg. Mit dem Ankauf des Gemäldes ‚Verschneiter Birkenwald an einem Bachlauf‘ kann das Potsdam Museum seine Sammlung des Havelländischen Impressionismus um ein wichtiges Werk eines so eng mit der Region verbundenen Malers erweitern. Es freut mich besonders, dass das Gemälde nach jahrelangem Verbleib in Privatbesitz nun im Potsdam Museum dauerhaft öffentlich ausgestellt wird.“

„Die Potsdamer Sammlung wird um eine weitere Attraktion reicher. Nach dem Selbstporträt Lotte Lasersteins, das die Ernst von Siemens Kunststiftung 2020 für das Museum sichern konnte, wird nun die bedeutende Hagemeister-Sammlung um ein Schlüsselwerk ergänzt. Das Winterbild „Verschneiter Birkenwald an einem Bachlauf“ kann im kommenden Jahr im Potsdam Museum besichtigt werden“, äußert sich Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung.

Das Potsdam Museum verfügt über eine der größten Sammlungen zur Stadt- und Regionalgeschichte des Landes Brandenburg. Darüber hinaus sammelt und zeigt das Potsdam Museum in zahlreichen Sonderausstellungen Künstlerinnen und Künstler Brandenburgs aus Vergangenheit und Gegenwart, die häufig auch überregionale Wertschätzung genießen.

Die Karl-Hagemeister-Sammlung des Potsdam Museums bildet einen Schwerpunkt im Bereich der Bildenden Kunst des Hauses, der auch in Zukunft erforscht und ausgebaut werden soll. Sie umfasst bisher 15 Gemälde, fünf großflächige Pastelle und 76 Zeichnungen.

Karl Hagemeister war Mitglied der Berliner Secession – jener Künstlervereinigung, die sich aufs Engste mit den Namen Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt verbindet.

Wie Frau Dr. Jutta Götzmann, Direktorin des Potsdam Museums, erläutert, „gehört das Gemälde ‚Verschneiter Birkenwald an einem Bachlauf‘ zu den wesentlichen überlebensgroßen Kompositionen des Märkischen Meisters und veranschaulicht seine malerische Selbstfindung auf eindrucksvolle Weise.“

War das Werk in der erfolgreichen und umfassenden Hagemeister- Retrospektive, die das Potsdam Museum 2020 in Kooperation mit dem Museum Georg Schäfer in Schweinfurt und dem Kunstmuseum Ahrenshoop gezeigt hatte, noch aus dem Privatbesitz ausgeliehen worden, bemühte sich die Landeshauptstadt Potsdam im Vorfeld der Auktion erfolgreich um die drei Förderer und erzielte am 11. Juni 2022 über ein Telefonangebot den Zuschlag für das Gemälde.

Der Blick auf die Biographie des Künstlers belegt, dass sich Hagemeister seit den 1880er Jahren von der akademischen Wiedergabe des Sujets losgesagt und der Freilichtmalerei zugewandt hatte. 1891 zog er nach Geltow und lebte jahrelang im Einklang mit der unberührten Natur Brandenburgs, um künstlerisch aus ihr zu schöpfen.

Zunächst richtete er sich nicht einmal ein Atelier ein, sondern arbeitete stets in der Landschaft – selbst im Winter.

Es existiert eine fotografische Porträtaufnahme Hagemeisters in einem verschneiten Birkenwald und vor dem betreffenden Gemälde stehend. Über sein Atelier gelangte es in Privatbesitz und steht nun dem Potsdam Museum, der Potsdamer Stadtgesellschaft und seinen Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung.

https://www.potsdam-museum.de/artikel/potsdam-museum-erwirbt-schluesselwerk-von-karl-hagemeister

potsdam_landtag_nikolaikirche_bild_werderanderhavel_de-berndreiher

Verschneiter Birkenwald an Bachlauf: PotsdamMuseum mit neuem Bild von Karl Hagemeister

Werder (Havel), 14.01.2023 – Das Potsdam Museum hat ein Bild des Werderaner Malers Karl Hagemeister erworben. Titel des Gemäldes: „Verschneiter Birkenwald an einem Bachlauf“. 

Vorgestellt werden soll es am Donnerstag im Potsdam Museum im Rahmen eines Pressegespräches mit Kulturministerin Dr. Manja Schüle, Noosha Aubel (Stadt Potsdam), Dr. Jutta Götzmann (Direktorin  Potsdam Museum), Prof. Dr. Markus Hilgert (Generalsekretär Kulturstiftung der Länder) und Dr. Martin Hoernes (Ernst von Siemens Kunststiftung).

Zur Geschichte des Bildes schreibt das brandenburgische Ministerium für Wissenschaft und Kultur in einer Pressemitteilung: „Das in den 1890er Jahren entstandene Gemälde ‘Verschneiter Birkenwald an einem Bachlauf‘ hat das Potsdam Museum im Sommer 2022 auf einer Auktion für 138.600 Euro erworben. Der Ankauf wurde jeweils mit 46.200 Euro vom Kulturministerium des Landes Brandenburg, der Kulturstiftung der Länder und der Ernst von Siemens Kunststiftung unterstützt.“

Der Bestand des Potsdam Museums an Hagemeister-Werken umfasse bislang 17 Gemälde, fünf großformatige Pastelle und 76 Zeichnungen.

Über den Künstler heißt es in der Presseinfo der Landesbehörde: „Der 1848 in Werder (Havel) geborene und 1933 dort gestorbene Maler Hagemeister verbrachte den größten Teil seiner Schaffensjahre in seiner havelländischen Heimat. Er gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen Landschaftsmalerei in Deutschland und griff als einer der ersten Maler das Motiv der märkischen Landschaft auf. Zugleich war er Gründungsmitglied der Künstlervereinigung der ‘Berliner Secession‘ und einer der frühesten Vertreter des Impressionismus in Deutschland.“