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Kommunalwahl: Erste Ergebnisse SVV, Sonntag, 21.48 Uhr

Werder (Havel), 09.06.2024 – Reichlich drei Stunden nach Schließung der Wahllokale liegen jetzt erste Ergebnisse der Wahl für die Stadtverordnetenversammlung (SVV) vor. Ausgezählt waren zu diesem Zeitpunkt zwei von 37 Wahlvorständen.

Zwischenergebnis (jeweils Prozent): CDU 31, SPD 16,5, AfD 29,3, Grüne 4,7, Die Linke 5,1, Freie Wähler 5,0, FDP 1,8, SMG 4, Ingo Krüger 1,3. Wahlbeteiligung: 50,6 Prozent.

Besonders auffällig: CDU und AfD derzeit auf hohem Niveau sehr dicht beieinander. Nochmaliger Hinweis: Das sind erst zwei von 37 Auszählungen für die Wahlen zur SVV.

Nachtrag: Zu den Wahlen für die Ortsbeiräte gab es auch 22.48 Uhr noch keine Zahlen.

Quelle

https://wahlergebnisse.brandenburg.de/12/300/20240609/gemeindevertretungswahl_land/ergebnisse_gemeinde_120690656656.html

anikalorentz_bild_presse_lorentz-werder.de

Programm-Check Kommunalwahl: Anika Lorentz für die SPD

Werder (Havel), 05.06.2024 – Am Sonntag wird gewählt. Zur Wahl steht dabei auch das Kommunalwahlprogramm der Werderaner SPD. Themen darin sind unter anderem der Plessower See und seine Zukunft, negative Auswirkungen des Bootstourismus, Rufbusse für Petzow und Plessow sowie das Thermenumfeld.

Weil die Vorhaben im Programm nur kurz angerissen werden konnten, hat das Lokalblog werderanderhavel.de dem Ortsverband einige Fragen mit der Bitte um nähere Erläuterung geschickt. Die Antworten kamen von Anika Lorentz.

werderanderhavel.de: „Wir werden den Bau des Tunnels Phöbener Straße forcieren, nur so kann das tägliche Warten an den Schranken und die kilometerlangen Staus ein Ende haben“ heißt es im SPD-Kommunalwahlprogramm. Wie wollen Sie den Tunnelbau forcieren? Wo sehen Sie Ansatzpunkte, den Tunnelbau zu beschleunigen?

Anika Lorentz: Der Tunnelbau in Werder an der Phöbener Straße ist ein langwieriges infrastrukturelles Vorhaben, das darauf abzielt, die Verkehrsbelastung durch den Bahnübergang auf der Phöbener Straße zu reduzieren. Der Bahnübergang führt derzeit zu erheblichen Verkehrsproblemen, einschließlich langer Wartezeiten und Staus, was sowohl für Pendler*innen als auch für Anwohner*innen belastend ist. Mit einem Planungszeitraum von mehr als 30 Jahren sind viele Planungsschritte nicht energisch angegangen worden und mussten anderen Großprojekten nachstehen.

Die SPD Werder setzt sich dafür ein, dass das Thema Tunnelbau ein fester Tagesordnungspunkt im neuen Stadtentwicklungsausschuss sein wird. Nur wenn alle Stadtverordnete das Thema regelmäßig auf dem Tisch haben, können wir mögliche Planungsschritte begleiten und forcieren. 

werderanderhavel.de: Zum Plessower See steht im Programm „Wir werden den Wasserhaushalt und ökologischen Zustand des Plessower Sees verbessern“. Welche Gründe sind aus Ihrer Sicht maßgeblich für den sinkenden Wasserstand? Was konkret wollen Sie tun, um den Wasserhaushalt zu verbessern?

Anika Lorentz: “Wir stecken in einer Wasserkrise” titelte die AG Wasser im Landkreis Sommer 2023. Da macht Werder mit seinen Seen, insbesondere dem Plessower See, keine Ausnahme.  

Zur Verbesserung des ökologischen Zustands des Sees ist unter anderem die Reduzierung der Nährstoffeinträge durch Auswaschung aus der Landwirtschaft sowie durch Drainagen erforderlich. Auch wenn sich der Wasserstand des Sees aufgrund der Niederschläge seit 2020 wieder etwas erholt hat, ist absehbar, dass mit dem zunehmenden Klimawandel sich die Wassermangelsituation verschärfen wird. 

Der BUND und der „AK Großer Plessower See“, in dem sich drei SPD-Mitglieder und zwei StadtMitGestalter befinden, sehen zwei Ursachen: Erstens die globale Erwärmung und zweitens hohe (Grund)wasserentnahmen für Trink- und Brauchwasser. Daraus ergeben sich zwangläufig unter anderem folgende Maßnahmen, die wir als SPD-Ortsverein unterstützen.

Erstens: Landwirtschaft, industrielle Verbraucher und Privathaushalte entnehmen den grundwassergespeisten Oberflächengewässern viel mehr Wasser, als sich in Zeiten des Klimawandels neues Grundwasser bilden kann. Flächenentsiegelung hat selbstverständlich Vorrang vor Neuversiegelung – Niederschläge müssen lokal versickern können. 

Zweitens: In Trockenphasen muss auch das Trinkwasser rationiert werden können. Es ist eine Höchstmenge für den Trinkwasserverbrauch für Unternehmen und Haushalte festzulegen. Bei den Haushalten richtet sich die Menge nach der Personenzahl. Viele Wasserversorger haben in ihren Satzungen noch keine Möglichkeiten dafür vorgesehen. Dafür möchten wir Lösungen finden. 

Da das Krielower Bruch hydrologisch abhängig von Wasser des Großen Plessower Sees ist, arbeiten wir auch weiter daran, hier einen gute Wassermengensteuerung in das Bruch zu gewährleisten. Ganz besonders auch, weil der Schutz von Mooren eine der besten Möglichkeiten ist, dem Klimawandel entgegenzuwirken.

werderanderhavel.de: „Wir werden negative ökologische Auswirkungen des Bootstourismus verringern“ ist ein Ansatz, den meines Wissens keine andere Partei im Programm hat. Welche negativen Auswirkungen meinen Sie konkret und wo wollen Sie dabei ansetzen?

Anika Lorentz: Wassersport nimmt weltweit immer mehr zu. Unser Kandidat Dr. Ralf Köhler hat im Auftrag des LfU Brandenburg zusammen mit der Universität Konstanz am Bodensee einen Forschungsantrag an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gestellt, den die DBU angenommen hat. Förderzeitraum ist 1. Juli 2021 bis 30. September 2024 (inzwischen um 3 Monate verlängert). 

Das Forschungsprojekt SuBoLakes (Sustainable Boating on Lakes in Germany) untersucht die Bedingungen einer umweltverträglichen Freizeitschifffahrt auf Seen in Deutschland. Das Kooperationsprojekt wird von der Arbeitsgruppe Umweltphysik am Limnologischen Institut der Universität Konstanz und dem Landesamt für Umwelt Brandenburg (LfU, Abt. Wasserwirtschaft/ Flussgebietsmanagement, Gewässerentwicklung) gemeinsam durchgeführt.

Ziel des Projekts ist es, die ökosystemaren Auswirkungen der stark zunehmenden Fahrgast- und Freizeitschifffahrt auf Seen umfassend zu analysieren, Szenarien unter Einbeziehung der Belastungsgrenzen zu entwickeln und Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Da Ende 2024 das Projekt Handlungsempfehlungen abgeben wird, um die negativen ökologischen Effekte des Boossports abzumildern, war für den SPD-Ortsverein klar, dass wir uns mit diesen Ergebnissen auseinandersetzen und versuchen werden, dass wir auf kommunaler Ebene gemäß der zu erwartenden Handlungsempfehlungen, das umsetzen, was in der Kommune umgesetzt werden kann.

„Wir werden das touristische und städtebauliche Umfeld der Therme weiterentwickeln“ steht zum Thema Therme im Programm. In der Vergangenheit ist in den Havelauen städtebaulich einiges schiefgegangen. Was ist Ihr Ansatz und der des Ortsverbandes für das Thermenumfeld? Wie sollten sich diese kostbaren Flächen aus Ihrer Sicht städtebaulich entwickeln?

Anika Lorentz: Die Therme ist seit jeher ein kontroverses Thema in Werder. Die SPD Werder erkennt den touristischen Wert der Therme für die Stadt an, kann jedoch die jüngste Einschätzung der Bürgermeisterin, dass es sich um einen vollen Erfolg handelt, nicht teilen. Tatsächlich belastet die Therme den städtischen Haushalt jährlich mit mindestens 400.000 Euro. Zudem fehlen belastbare wirtschaftliche Kennzahlen, um eine fundierte monetäre Bewertung vorzunehmen.

Das Umfeld der Therme liegt derzeit brach und erfordert eine sinnvolle Nutzung. Dieses Areal bietet vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Klar ist: Nur durch die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie einen kreativen Gestaltungswettbewerb kann dieser Ort so weiterentwickelt werden, dass er den Bedürfnissen und Wünschen der Werderanerinnen und Werderaner gerecht wird. Wir setzen uns dafür ein, dass dieses Gebiet in den nächsten fünf Jahren zu einem Ort der Begegnung und Erholung wird, immer unter Berücksichtigung von Natur und Umwelt.

Die Werderaner SPD schlägt Rufbusse für die bessere Mobilitätsversorgung der Ortsteile vor. Partner wäre dann wohl regiobus pm. Haben die überhaupt Rufbusse im Angebot? Wie soll dieser Vorschlag mit den Rufbussen für Petzow, Glindow und Plessow funktionieren?

Regiobus bietet innovative Rufbusse an, die als Teil des flexiblen öffentlichen Nahverkehrs in ländlichen Regionen dienen. Diese maßgeschneiderte Lösung gewährleistet eine bedarfsgerechte und kosteneffiziente Anbindung weniger frequentierter Gebiete wie Töplitz, Plessow und Petzow. Im Gegensatz zu traditionellen Linienbussen operieren Rufbusse nicht nach einem festen Fahrplan, sondern fahren nach vorheriger Anmeldung der Fahrgäste.

In Kooperation mit dem Landkreis erachten wir die folgenden Schritte als umsetzbar:

Zunächst sollten die spezifischen Bedürfnisse der Ortsteile Petzow, Glindow und Plessow ermittelt werden. Dies könnte durch Umfragen oder die Analyse der aktuellen Nutzungsmuster des öffentlichen Nahverkehrs erfolgen.

Auf Grundlage der gesammelten Daten könnte ein Rufbussystem entwickelt werden, das diese Ortsteile zu bestimmten Zeiten oder nach Bedarf mit zentralen Knotenpunkten wie dem Bahnhof in Werder verbindet. Dies würde eine flexible und effiziente Anbindung gewährleisten, insbesondere während der Randzeiten oder auf weniger frequentierten Strecken.

Regiobus, als erfahrener Anbieter, könnte die operative Umsetzung übernehmen. Hierfür müssten Details wie Buchungssysteme, Fahrpläne und Haltepunkte festgelegt werden. Durch die Nutzung der Infrastruktur und Erfahrung von Regiobus pm könnten die Rufbusse nahtlos in den regionalen Nahverkehr integriert werden.

Fahrgäste könnten die Rufbusse telefonisch oder über eine benutzerfreundliche Online-Plattform buchen. Es wäre essentiell, eine intuitive Schnittstelle bereitzustellen, die es den Nutzern ermöglicht, ihre Fahrten einfach und flexibel zu planen.

Grüne Werder: Listen für Kommunalwahl gewählt

Werder (Havel), 28.01.2024 – Es gibt Menschen in Werder, die kriegen derzeit rote Pusteln im Gesicht, wenn sie auch nur das G von „Grüne“ oder das B von „Baerbock“ hören.

Dabei macht der grüne Stadtverband eigentlich einiges, was manch andere Partei im Ortsgefüge schmerzlich vermissen lässt. Gute Pressearbeit zum Beispiel oder Transparenz bei der Aufstellungsliste für die kommenden Wahlen. Nachzulesen in der Medien-Info zur Kandidaten-Wahl vom 25. Januar 2024.

Grüne Werder wählen starke Listen für die Kommunalwahl

Bei der Aufstellungsversammlung am Samstag, 20. Januar 2024, hat der Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Werder die Kandidat*innenlisten für die Stadtverordnetenversammlung sowie für die Ortsbeiräte in Töplitz und Glindow gewählt.

Die Liste für die Stadtverordnetenversammlung umfasst 27 Kandidat*innen und wird von Markus Altmann, dem aktuellen Vorsitzenden der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN & Claudia Fehrenberg, angeführt.

Für den Ortsbeirat Töplitz treten sieben Kandidat*innen an; mit der erfahrenen Grünenpolitikern Ilona Klapper auf Platz eins. Die Glindower Ortsbeiräte Oliver Ungerath und Gunnar Assmann treten erneut an und stellen die ersten von vier Kandidaten auf der grünen Liste für den Ortsbeirat Glindow.

„Ich freue mich, dass wir so viele Menschen gewinnen konnten, für uns zu kandidieren. Als Grüne ist es uns ein großes Anliegen, dass mehr Frauen die Kommunalpolitik mitbestimmen. Für die Stadtverordnetenversammlung Werder und für den Ortsbeirat Töplitz konnten wir Listen mit über 50 Prozent Frauen aufstellen. Wir bringen uns mit einem starken Team in den Kommunalwahlkampf ein und brennen darauf, mit unseren Positionen in den Austausch mit den Bürger*innen und der Stadtgesellschaft zu gehen. Wir laden alle ein, sich mit uns für ein grünes und weltoffenes Werder einzusetzen.“

Svenja Künstler, Sprecherin des Ortsverbandes und Kandidatin für die SVV auf Listenplatz 7

Markus Altmann, Fraktionsvorsitzender der SVV-Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN & Claudia Fehrenberg sowie Platz 1 der Liste für die SVV, ergänzt: „Wir konnten in der aktuellen Legislatur wichtige Impulse für Werder setzten. Mit den von unserer Fraktion eingeleiteten Debatten über den Erhalt der Bismarckhöhe, die Aufarbeitung des Baumblütenfestes, sichere Verkehrswege für alle oder die Bewahrung unserer wunderschönen Natur sind wichtige lokale Themen in den Mittelpunkt gerückt worden. Um noch mehr in der Stadtverordnetenversammlung umsetzen zu können, brauchen wir neue Mehrheiten und noch stärkere Grüne. Ich bin zuversichtlich, dass es uns mit unseren Kandidat*innen gelingen wird, gestärkt als Fraktion aus den Kommunalwahlen herauszugehen.“

Die Kandidat*innenliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die Stadtverordnetenversammlung Werder
  1. Markus Altmann
  2. Elke Rietz
  3. Katharina Weber
  4. Joachim Hilburg
  5. Dr. Claudia Fehrenberg
  6. Georg Enkelmann
  7. Svenja Künstler
  8. Oliver Ungerath
  9. Jasmin Zöllmer
  10. Dr. Christoph Bischoff-Everding
  11. Evelyn Standke-Enkelmann
  12. Demetrius Ramette
  13. Ilka Mai
  14. Andree Thomas
  15. Barbara Dau
  16. Georg Hartmann
  17. Dr. Luisa Girnus
  18. Manfred Lütkepohl
  19. Dr. Wenke Wegner
  20. Daniel Göhler
  21. Dr. Regina von Schmeling
  22. Angelo Weber
  23. Birgit Wilking
  24. Gunnar Assmann
  25. Prof. Dr. Sabine Attinger
  26. Daniel Probstmeyer
  27. Irene Mohr

Die Kandidat*innenliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den Ortsbeirat Töplitz

  1. Ilona Klapper
  2. Birgit Wilking
  3. Peter Trogant
  4. Demetrius Ramette
  5. Katharina Dahms
  6. Christiane Strauch
  7. Annedore Dahms

Die Kandidat*innenliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den Ortsbeirat Glindow

  1. Oliver Ungerath
  2. Gunnar Assmann
  3. Andree Thomas
  4. Daniel Göhler
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