Archiv der Kategorie: Werder Havel

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SPD-Fraktion im Landtag: Ladenöffnungsgesetz für Automatenläden modernisieren

Nicht mehr rentabel, Personalmangel, Konkurrenz durch Versandhandel und Einkaufszentren auf der grünen Wiese: je ländlicher Brandenburg, umso sichtbarer wird das Ladensterben. Abhilfe könnten Automatenläden bringen.

Bernd Reiher, 02.01.2026, 12.40 Uhr

Gute Erfahrungen mit digitalen Kiosken gibt es zum Beispiel im Raum Leipzig im Fleischerhandwerk oder als Späti. In Werder wiederum funktioniert die Idee mit den Eierautomaten ganz gut und Teschendorf macht seit 2024 von sich reden mit dem digitalen Supermarkt „Emmas Kaufhalle“.

Automatenläden bedeuten: einkaufen rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Ihnen auch in der Breite mehr Chancen zu geben, dafür sollen jetzt Gesetzestexte angepasst werden. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo der Brandenburger SPD-Landtagsfraktion vom 25. September 2025.

Lebensqualität im ländlichen Raum sichern: SPD will Ladenöffnungsgesetz modernisieren

Weil in vielen Dörfern und Kleinstädten Läden geschlossen haben und Wege – besonders für Ältere ohne Auto – länger werden, sollen neue, digitale Versorgungsmodelle (z. B. Smart Stores, begehbare Automaten) rechtssicher und wirtschaftlich tragfähig ermöglicht werden.

Dafür braucht es eine Modernisierung des Brandenburgischen Ladenöffnungsgesetzes – mit klaren Regeln für 24/7-Zugänge, ohne die Sonn- und Feiertagsruhe der Beschäftigten anzutasten.

„Auf dem Land sind die Wege zum nächsten Supermarkt oft lang. Wer keinen Laden mehr im Ort hat, muss häufig viele Kilometer fahren, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Gleichzeitig gibt es Unternehmerinnen und Unternehmer, die moderne Konzepte für die Nahversorgung anbieten möchten. Damit sich diese Ideen rechnen, brauchen sie Rechtssicherheit und die Möglichkeit, ihre Angebote auch an Sonn- und Feiertagen zugänglich zu machen – ohne die Sonn- und Feiertagsruhe für Beschäftigte zu verletzen. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu sichern.“
Nadine Graßmel, sozialpolitische Sprecherin SPD

Wolfgang Roick, Sprecher für Demografischen Wandel der SPD-Fraktion, betont: „Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels müssen wir neue Wege gehen, um die Versorgung in der Fläche zu sichern. Digitale Hofläden und Smart Stores sind eine große Chance, die Selbstständigkeit älterer Menschen zu stärken und ländliche Regionen attraktiv zu halten. Mit der Modernisierung des Ladenöffnungsgesetzes schaffen wir Planungssicherheit für Betreiber und stärken regionale Wirtschaftskreisläufe.“

Mit dem gemeinsamen Entschließungsantrag fordern SPD und BSW die Landesregierung auf, bis Ende des ersten Quartals 2026 einen Gesetzentwurf vorzulegen, der folgende Punkte umsetzt:

  • Klare gesetzliche Definition für innovative, personalunabhängige Selbstbedienungsverkaufsstellen (z. B. Smart Stores, begehbare Automaten, digitale Hofläden).
  • Bürokratieabbau für Direktvermarkter, damit regionale Produkte unkompliziert vor Ort angeboten werden können
  • Rechtssicherheit für Betreiber durch die Möglichkeit der Öffnung an allen Tagen der Woche für unbemannte Systeme – unter Wahrung von Sonn- und Feiertagsruhe, Arbeitsschutz und kommunalen Belangen

Flankierend sollen Schutzstandards gesetzlich verankert werden: Jugendschutz und Altersverifikation (z. B. bei Tabak/Alkohol), Barrierefreiheit, Datenschutz, Lärmschutz sowie die Einbindung der Kommunen in Standort- und Sicherheitskonzepte. Zudem ist eine Evaluation nach zwei Jahren vorgesehen, um Wirkungen auf Nahversorgung, regionale Wertschöpfung und Akzeptanz vor Ort zu prüfen.

https://spd-fraktion-brandenburg.de/wp-content/uploads/sites/122/2025/09/250925_Nadine-Grassmehl_Wolfgang-Roick_Ladenoeffnungsgesetz.pdf

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Schmerztherapie mit Whisky und Erbseneintopf: Pressesch(l)au Werder 01/26

Pressesch(l)au Werder, Zentralorgan aktueller Netzmeldungen zum Thema Blütenstadt. Ausgabe 155 (KW01/26) unter anderem mit: Fasching, Neujahrsfeuer, der Scala im Scala, Jahresrückblicken und dem Musikfestival Werder klingt.

Bernd Reiher, 01.01.2026, 01:13 Uhr

Im Bild: Johanna und Karlheinz Kuhfuß waren junge Leute, als sie dem damals neuen sozialistischen Staat zu aufrührerisch waren und hingerichtet wurden. Seit November erinnert eine Gedenkstele an ihrer letzten Wohnadresse. An der Ostseite der CvO kämpft schon länger eine Gedenktafel gegen das Vergessen dieser tragischen Schicksale.

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Pressesch(l)au Werder KW01/26

„Kinder bieten Kindern ein einstündiges Programm mit Sängern, Tänzern und vielen Überraschungen. Ein Fest voller Fantasie, Freundschaft und fröhlicher Erinnerungen – mit Piraten, Clowns, Cowboys und den Helden der letzten Jahre“: Am 8. Februar wird Kinderkarneval gefeiert auf der Bismarckhöhe, notiert das Veranstaltungsportal regioactive.de.

Kunstferienwoche: Vom 2. bis zum 7. Februar in Töplitz mit dem Kunstatelier im Waldschlösschen.

Erlebe Whisky mit allen Sinnen – direkt dort, wo er entsteht: Zum Feuerwasser-Abend mit Drei-Gänge-Menü, Fassproben und Live-Destillation lädt am 24. Januar die Glina Whisky Destillerie.

„Wer Holz mitbringt, erhält einen Glühwein gratis“: Mit Kinderpunsch, Stockbrot, Glühwein, alkoholfreiem Punsch, Bier und Bratwurst wird am 10. Januar Neujahrsfeuer gefeiert in Derwitz.

Geomantie, Nachhaltigkeit und Müllvermeidung, Gewaltfreie Kommunikation, Wissenswertes über Demenzerkrankungen, Malen mit Eitempera, PC-Kurs „Office für Späteinsteiger„: Aus dem Jahresprogramm 2026 des Treffpunkt.

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„Von etwa März bis Oktober ist unser Museum samstags, sonntags und feiertags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Wir suchen interessierte Menschen, die die BesucherInnen einlassen und freundlich begrüßen“: Neue Mitarbeiter/innen für die bald wieder anrollende Saison sind gern gesehen auf der Bismarckhöhe im Christian Morgenstern Literatur-Museum.

Senioren- und Bastelrunde: Am 8. Januar bei der Kirchgemeinde Glindow.

„Auch im neuen Jahr stehen wir vor wichtigen Aufgaben und Chancen. Gemeinsam wollen wir unsere Stadt weiterentwickeln, Bewährtes erhalten und neue Wege mit Augenmaß gestalten. Dabei bleibt der offene Dialog mit Ihnen ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit“: Tatsächlich ein Auszug aus der Neujahrsbotschaft des Werderaner Vizebürgermeisters Christian Große.

„Die Nähwerkstatt ist ausgestattet mit Overlock-/ Coverlock-Nähmaschine mit umfangreichem Programm und mehreren Nähmaschinen. Werkstatteinweisungen finden nach individueller Absprache statt“: Am 7. Januar lädt wieder zum Nähtreff („Ihr könnt mit einem Nähprojekt (reparieren oder etwas Neues) vorbeikommen“) die Klimawerkstatt.

Schmerztherapie, neuer/alter CDU-Kreisvorsitz, Heimatgeschichtliche Beiträge: Diesmal schon am 19. erschienen ist eine neue Ausgabe des Stadtreklameblättchens Werder Life.

Trunkenheitsfahrt Potsdamer Straße: „Im Rahmen einer Verkehrskontrolle wurde am Mittwochvormittag eine männliche Person fahrend ohne gültige Fahrerlaubnis angetroffen. Weiterhin ergab ein vor Ort durchgeführter Atemalkohol-Vortest einen Wert, der den Anfangsverdacht einer Straftat begründet. Eine Blutprobe wurde zur Sicherung des weiteren Verfahrens durchgeführt. Neben der Anzeigeaufnahme wurde die Weiterfahrt untersagt.“ Ereigniszeit: Mittwoch, 24. Dezember, 9.54 Uhr. Meldung vom 26. Dezember der Polizei.

Blick in die Backstube: Bietet samt Neujahrsgrüßen und Dank „für ein tolles Jahr“ seit 31. Dezember die Bäckerei Zillmann.

Lichtverschmutzung – künstliches Licht und seine Schattenseiten: Vortrag mit Lichtplanerin Caroline Vilbrandt am 21. Januar im Treffpunkt.

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„Das Osterfeuer im Schützenpark und die Blütenparty waren wahre Höhepunkte, die viele Menschen zusammengebracht haben. Mit dem Kirsch- und Ziegelfest haben wir ein neues Konzept gewagt und großen Zuspruch erhalten. Auch der Aktionstag ‚Feuer und Flamme‘ des Landkreises und die Teilnahme des Heimatvereins Glindow und des Fördervereins historische Ziegeleien haben gezeigt, wie lebendig und kreativ unsere Gemeinschaft ist“: Aus den Weihnachts- und Jahreswechselgrüßen des Glindower Ortsvorstehers Fred Witschel.

Wilke Zentralheizungsbau: Zum 40-jährigen Betriebsjubiläum gratuliert seit 30. Dezember die Handwerkskammer. Glückwünsche zum 35-jährigen Meisterjubiläum gehen von selber Stelle an den Werderaner Maler- und Lackierermeister Edmund Funke.

„Noch vor Sonnenaufgang wurden wir zu einem Brandeinsatz alarmiert. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle stand eine größere Mülltonne bereits in voller Ausdehnung in Brand. Aufgrund der intensiven Flammenentwicklung bestand die Gefahr einer Brandausbreitung auf die nähere Umgebung“: Von einem „Brandeinsatz in den frühen Morgenstunden“ berichtet via Insta am Sonnabend die Freiwillige Feuerwehr.

Mülltonnenbrand: „Die Regionalleitstelle informierte die Polizei Samstagmorgen über den Brand einer Mülltonne. Diese stand unmittelbar an einer Hausfassade, welche dadurch mindestens oberflächlich beschädigt wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden. Zur Brandortermittlung wurde ein Kriminaltechniker eingesetzt.“ Ereigniszeit: Samstag, 27. Dezember 2025, 4:25 Uhr. Meldung zu obigem Vorfall auch am Sonntag von der Polizei.

„Das Programm wird im Januar bekannt gegeben und damit der Start des Vorverkaufs losgehen“: Vom 13. bis zum 15. März wird im Scala gefeiert die nächste Ausgabe des Musik-Festivals Werder klingt.

Köchin, Schulassistenz, leben „so nachhaltig, wie möglich“: Anika aus Werder war am 27. Dezember „Brandenburgerin der Woche“ des Blickpunkt.

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„Die feierliche Saisoneröffnung der Mailänder ‚Scala‘ ist seit mehr als sieben Jahrzehnten die wohl wichtigste Opernpremiere des Jahres – in einem der bedeutendsten Opernhäuser der Welt. Doch bevor sich im Dezember der Vorhang für die erste Aufführung von Verdis Die Macht des Schicksals hebt, haben über 900 Künstlerinnen und Künstler, Choreographen, Handwerker und Bühnentechniker monatelang geplant, gebaut und geprobt – teils bis zur Erschöpfung“: Der Film „La Scala – Die Macht des Schicksals“ läuft am 4. Januar im Werderaner Scala.

„Lasst uns gemeinsam das neue Jahr begrüßen – mit Feuer, Musik und guter Stimmung“: Am 10. Januar lädt zum Neujahrsfeuer mit Feuerwerk, Spielmannszug und Stockbrot die Freiwillige Feuerwehr.

„Sanfter dunkler Freund, am Montag bist Du gegangen, sagt man. Es schmerzt. 11 Jahre waren wir ein Paar. 8 Filme zusammen gemacht. Die Welt zusammen bereist. Jahre der Fülle für uns Beide. Ich habe viel von Dir gelernt und Vieles durch Dich. Du warst immer da…Du bist immer da…Adieu mein sanfter, dunkler Freund“: Sehr berührender Abschiedsgruß an Uwe Kockisch seit 28. Dezember im Insta des Werderaner Duval.

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Das Beste vom Werderaner Karneval: Gibt es offenbar am 16. Februar beim Rosenmontagsball auf der Bismarckhöhe zu erleben, verspricht seit 28. Dezember via Insta der Karnevalsclub Werder.

Erbseneintopf, Hähnchenbrust, Nudeln satt mit Gulasch, Bolognese oder Wurstgulasch: Unter anderem auf dem Speiseplan vom 5. bis zum 9. Januar der Kantine am Gutshof

„Tauchen Sie ein in pure Entspannung, untermalt von sanften, rhythmischen Klängen und Urlaubsatmosphäre“: Beats unter Palmen macht mit DJ Danny am 15. Januar wieder die Haveltherme.

Wortbühne Werder: Zum (nach erfolgreichem Auftakt) nächsten Poetry Slam lädt am 15. Januar das Scala.

In diesem Sinne: Schönes Wochenende, noch.

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Städte- und Gemeindebund: Finanzkrise gefährdet Handlungsfähigkeit der brandenburgischen Städte und Gemeinden

Die finanzielle Situation der Stadt Werder ist von rosig weit entfernt. Glaubt man Vizebürgermeister Christian Große, ist die Höhe der Kreisumlage daran nicht ganz unschuldig. Immerhin: angeblich 20 Millionen Euro.

Bernd Reiher, 29.12.2025, 22:48 Uhr

Hört man sich aber in den Reihen von Stadtmitgestaltern und Grünen um, könnten Gründe für das Ungemach auch in der Haveltherme liegen, dem Baumblütenfest oder schleppenden und deswegen teurer werdenden Schulbauten.

Klamme Kassen hingegen werden derzeit nicht nur in Werder beklagt. Von der Prignitz bis nach Elbe-Elster stöhnen Bürgermeister und Kommunalpolitiker über immer schneller sich leerende Haushaltstöpfe. 

Dachverband der brandenburgischen Gemeindevertretungen ist der Städte- und Gemeindebund. Dessen Vorsitzender Dr. Oliver Hermann formulierte auf der diesjährigen Mitgliederversammlung klare Forderungen an Land und Bund. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo des Städtebunds vom 26. November 2025.

Finanzkrise gefährdet Handlungsfähigkeit der brandenburgischen Städte und Gemeinden

Brandenburgs Kommunen erwarten klares Signal von Bund und Land

Die prekäre Finanzlage der brandenburgischen Städte, Gemeinden und Ämter stand im Mittelpunkt der heutigen Mitgliederversammlung des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg.

„In vielen Kommunen spitzt sich die finanzielle Lage drastisch zu. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wiesen die Haushalte der brandenburgischen Kommunen ein Defizit von 845,1 Millionen Euro aus.“
Dr. Oliver Hermann, Präsident Städtebund

Ursächlich dafür sind unter anderem steigende Personal-, Sach- und vor allem Sozialausgaben. Zugleich sind die kommunalen Einnahmen im ersten Halbjahr 2025 zurückgegangen. Neben der Gewerbesteuer, zeigen auch die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B rückläufige Entwicklungen. „Wir sehen, dass als Resultat zahlreiche Kommunen erneut Kassenkredite aufnehmen müssen oder Abgabenerhöhungen vorbereiten. Das gab es in Brandenburg lange nicht mehr“, so Dr. Hermann.

Die prekäre Finanzlage der brandenburgischen Städte, Gemeinden und Ämter wird sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzten, wenn nicht sogar zuspitzen. Nach den aktuellen Ergebnissen der Oktober-Steuerschätzung, fallen die Einnahmeerwartungen in den kommenden Jahren deutlich schlechter aus als bisher angenommen. Insgesamt ergeben sich im Zeitraum von 2025 bis 2029 Mindereinnahmen bei den gemeindlichen Steuern in Höhe von 302,4 Mio Euro.

„Wir erwarten von Bund und Land ein klares Signal zur Unterstützung. Die Kommunen dürfen nicht im Stich gelassen werden,“ so Dr. Hermann.

Der Verband kritisiert, dass viele Aufgaben, die Städte, Gemeinden und Ämter für das Land oder den Bund übernehmen, seit Jahren nicht kostendeckend finanziert werden. Dazu zählen soziale Leistungen, Schulsozialarbeit oder der Vollzug des Wohngeldgesetzes. „Das strikte Konnexitätsprinzip – wer bestellt, bezahlt – müsse endlich ausnahmslos eingehalten werden,“ fordert Dr. Hermann.

Zudem erwartet der Städte- und Gemeindebund Brandenburg eine dauerhafte Sicherstellung der Grundfinanzierung der Kommunen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleiches. Die Verbundquote von 22,43 Prozent müsse auch nach 2027 uneingeschränkt gültig bleiben. Der Vorwegabzug zu Gunsten des Landes von 147,6 Mio. Euro im kommenden Jahr ist ab 2027 wieder deutlich zu reduzieren.

Positiv bewertet der Verband die Verständigung über das bundesweite Sondervermögen, das den Kommunen in Brandenburg 1,5 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung stellt. Entscheidend sei jedoch eine unbürokratische Umsetzung. Diese Mittel müssten schnell und wirksam vor Ort ankommen. Hürden im Haushaltsrecht dürften den Einsatz nicht blockieren.

Dr. Hermann betonte abschließend: „Brandenburg steht vor großen finanziellen Herausforderungen. Wenn Städte, Gemeinden und Ämter ihre Aufgaben erfüllen sollen, braucht es finanzielle Unterstützungen von Bund und Land. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass die Kommunen ihre Aufgaben erfüllen können. Ohne handlungsfähige Städte, Gemeinden und Ämter ist die Demokratie vor Ort gefährdet.“

https://www.stgb-brandenburg.de/aktuelles/ansicht/finanzkrise-gefaehrdet-handlungsfaehigkeit-der-brandenburgischen-staedte-und-gemeinden

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Nabu: Fall Marina Zernsee lässt am Rechtsstaat zweifeln

Die Sache mit der Stegerweiterung der Marina Zernsee ist ein Hickhack ohne Ende. Zwar ist da wohl einerseits eine Genehmigung. Andererseits gab es aber auch Gerichtsentscheidungen, die zum Beispiel besagen: „Die neu errichteten Stege laufen dem besonderen Schutzzweck der Landschaftsschutzgebietsverordnung erheblich zuwider.“

Bernd Reiher, 28.12.2025, 20:44 Uhr

Mehr zur aktuellen Situation lesen Sie aus Sicht des Nabu nachfolgend in einer Medieninfo vom 19. Dezember 2025.

Fall Marina Zernsee lässt NABU an Rechtsstaat zweifeln

Behördenversagen beim Landkreis Potsdam-Mittelmark

Die Marina Zernsee in Werder hatte 2024 ihre Steganlage in ein Seerosenfeld hinein erweitert. Obwohl es sich dabei um ein besonders geschütztes Biotop handelt, lag dafür eine Genehmigung des Landkreises Potsdam-Mittelmark vor.

Dagegen legte der NABU Brandenburg Widerspruch ein und erwirkte mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht Potsdam, dass die neuen Bootsstege nicht in Betrieb genommen werden durften. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 20. November 2024 wurde vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am 17. Januar 2025 bestätigt und war dadurch unanfechtbar.

Der Landrat des Landkreises Potsdam-Mittelmark Marko Köhler lud daraufhin den NABU und die Betreiber der Marina zu einem Gespräch ein. Es wurden Standpunkte ausgetauscht und Mögichkeiten ausgelotet, wie Härten für die Marina in der Saison 2025 unter Wahrung von Naturschutzinteressen vermieden werden könnten. Der NABU unterbreitete dazu einen Kompromissvorschlag, wobei klar gemacht wurde, dass die Bereiche im Seerosenfeld und in unmittelbarer Nähe keinesfalls genutzt werden dürfen, um weiteren Schaden an dem geschützten Lebensraum zu verhindern. 

Anstatt jetzt nach einem konstruktiven Kompromiss für die Saison 2025 zu suchen, gab es sowohl seitens des Landrats als auch des Betreibers keine Reaktion auf den Vorschlag des NABU. Die Betreiber der Marina ignorierten die Gerichtsentscheidungen und belegten die neue Steganlage 2025 mit Booten. Nach Drängen des NABU untersagte der Landkreis schließlich den Marina-Betreibern daraufhin die Stegnutzung unter Zwangsgeldandrohung. Dagegen klagte der Betreiber, wobei das Verwaltungsgericht die Klage abgewiesen hat. Eine Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts liegt jetzt beim Oberverwaltungsgericht und wird seit Monaten nicht entschieden.

Noch immer liegen Boote an den neuen Stegen. Damit sind in diesem Winter auch die Sichtbeziehungen vom Ufer aus über den Zernsee bis hin zum Naturschutzgebiet Wolfsbruch am anderen Ufer beeinträchtigt.

„Es ist skandalös, wie unsere Behörden in diesem Fall versagen. Obwohl es inzwischen mehrere Gerichtsentscheidungen gibt, wird der Landschaftsschutz und der Schutz des Seerosenfeldes als wertvoller Lebensraum gefährdeter Tiere und Pflanzen mit Füßen getreten.“
Björn Ellner, Vorsitzender NABU Brandenburg

Bei der Anlage der Marina Zernsee und insbesondere bei der neuen Steganlage wurden Gesichtspunkte des Landschaftsschutzes nicht berücksichtigt. Während die anderen komplexeren Steganlagen sich nahe der Autobahn- und Eisenbahnbrücke konzentrieren, bzw. vom See aus unsichtbar in den neuen Stichkanalkanal in den Havelauen hinein gebaut wurden, ragen die Stege der Marina Zernsee weithin sichtbar in den See hinein. 

„Dass Landrat Köhler gegenüber der Marina Zernsee geltendes Recht nicht durchsetzt, lässt an der Rechtsstaatlichkeit des Landkreises Potsdam-Mittelmark zweifeln. Es kann nicht sein, dass die Verwaltung über unseren inzwischen mehr als zwei Jahre anhängigen Widerspruch noch immer nicht entschieden hat, obwohl im Januar bereits in zweiter Instanz gerichtlich festgestellt wurde, dass die Errichtung des Steges rechtswidrig ist“, empört sich Björn Ellner.

https://brandenburg.nabu.de/modules/presseservice/index.php?popup=true&db=presseservice_brandenburg&show=6842

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Telekom: Glasfaserausbau in der Kernstadt von Werder – Telekom-Tarif ab sofort verfügbar

Telekom und Deutsche Glasfaser, zwei Anbieter, die in Blütenstadt für und mit schnellem Internet via stabiler Glasfasertechnologie werben.

Bernd Reiher, 27.12.2025, 23:22 Uhr

Während die Deutsche Glasfaser weiterhin in der Phase der der Nachfragenpndelung steckt, macht der Rosa Riese jedoch Nägel mit Köpfen. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo der Telekom 5. Dezember 2025

Glasfaserausbau in der Kernstadt von Werder: Telekom-Tarif ab sofort verfügbar

Glasfaserausbau in der Kernstadt von Werder (Havel): Telekom-Tarif ab sofort verfügbar

  • Ab sofort Glasfaser-Tarif buchen und kostenfreien Hausanschluss sichern: www.telekom.de/glasfaser
  • Geschwindigkeiten bis 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) möglich
  • Ausbau in Werder (Havel) soll im Frühjahr 2026 starten

Die Glasfaser kommt nach Werder (Havel): Bürgerinnen und Bürgern von Werder (Havel) ist es ab sofort möglich, einen Glasfasertarif der Deutschen Telekom zu buchen und sich so einen kostenlosen Anschluss ihrer Immobilie an das Netz der Zukunft zu sichern.

Unter telekom.de/glasfaser können sie ihren Wunschtarif buchen. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren, damit der Ausbau für rund 5.300 Haushalte wie geplant im Frühjahr 2026 starten kann.

Zudem wird das Unternehmen die kommenden Wochen und Monate dazu nutzen, vor Ort umfassend über das Netz der Zukunft zu informieren. Dafür plant die Telekom gemeinsam mit der Stadt Werder (Havel) den Einsatz eines Infomobils sowie Informationsveranstaltungen. Termine werden gesondert bekannt gegeben.

Zusätzlich beraten Vertriebsmitarbeiter im Auftrag der Telekom an der Haustür. Die Kundenberater tragen Kleidung mit Telekom-Logo. Sie können sich mit einem Lichtbildausweis und einem Autorisierungsschreiben der Telekom ausweisen. Über die Rufnummer 0800 3309765 kann der Mitarbeitende per Telefonanruf identifiziert werden.

Darüber hinaus ist bei weiteren 1.100 Haushalten und Unternehmen in der Kernstadt und den Ortsteilen Glindow, Petzow, Phöben und Töplitz sowie den Wohnplätzen Elisabethhöhe, Göttin, Kolonie Zern, Leest, Neu Plötzin und Plessow ein FTTH-Produkt verfügbar. Die Adressen sind von der Telekom Deutschland mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Brandenburg und des Landkreises Potsdam-Mittelmark ausgebaut worden.

Kostenloser Anschluss während der Ausbauphase

Die Telekom schließt eine Immobilie kostenfrei an, wenn während der Ausbauphase ein Glasfaser-Tarif abgeschlossen wird. Der Glasfaseranschluss kommt jedoch nicht von allein ins Haus. Wer zur Miete wohnt, muss lediglich einen Glasfaser-Tarif buchen:  www.telekom.de/glasfaser. Die Telekom kümmert sich um die Absprache mit dem Immobilienbesitzer, denn diese müssen ihre Zustimmung geben.

Auch Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern bekommen den Hausanschluss kostenfrei, wenn sie einen Tarif buchen. Mehrfamilienhäuser ab drei Wohneinheiten bekommen den Hausanschluss mit Zustimmung des Eigentümers grundsätzlich kostenlos – für die Nutzung des Internets brauchen die jeweiligen Parteien anschließend eine Tarifbuchung. Auch bei der weiteren Verlegung der Glasfaser im Zuhause unterstützt die Telekom und gewährleistet einen reibungslosen Ablauf. 

„Immer mehr Lebensbereiche hängen heute von einer schnellen und stabilen Internetverbindung ab – ob Arbeiten im Homeoffice, digitales Lernen oder Mediennutzung im Alltag. Deshalb freuen wir uns, dass Werder vom Ausbau-Programm der Glasfaser Plus profitiert. So bleibt unsere Stadt auch in der Perspektive als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv.“
Manuela Saß, Bürgermeisterin

„Glasfaser bedeutet für große Teile Deutschlands einen enormen Schritt ins Digitalzeitalter. Sie gewährt Bürgerinnen und Bürgern Zugang zur Hochgeschwindigkeits-Datenautobahn und wertet ländliche und mittelstädtische Kommunen als Wohn- und Geschäftsstandorte auf“, so Uwe Klawitter, Regionalmanager bei der Telekom. 

Darum lohnt sich der Umstieg auf Glasfaser

  • Glasfaserkabel ermöglichen deutlich höhere Übertragungsraten als Kupferkabel. So lassen sich rasend schnell riesige Datenmengen herauf- und herunterladen.
  • Glasfaser bietet die stabilste Verbindung für digitales Lernen und Arbeiten, Streaming und Gaming, alles gleichzeitig. 
  • Glasfaser ist weniger störanfällig und robuster gegenüber äußeren Einflüssen wie z.B. Wasser. Gerade für ältere Menschen mit einem Hausnotruf bietet eine Glasfaseranbindung mehr Schutz vor möglichen Störungen.
  • Glasfaser ist gut fürs Klima, weil weniger Energie verbraucht wird als im Kupfernetz.
  • Glasfaser steigert den Wert einer Immobilie. Wenn diese verkauft oder vermietet werden soll, ist der Glasfaseranschluss ein gutes Verkaufsargument. 

Fazit: Glasfaser ist zukunftssicher und die beste Technologie für die nächsten Jahrzehnte.

https://www.presseportal.de/pm/9077/6181955

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Staatskanzlei: Innenminister dankt Einsatzkräften für ihren Dienst an den Festtagen

Auch Brandenburgs neuer oberster Ordnungshüter weiß die trotz Jahresendfeierlichkeitswochen hohe Dienstbereitschaft bei Polizei, Feuerwehr, in Krankenhäusern und der Pflege zu würdigen. Lesen Sie mehr in einer Pressemitteilung der Landesregierung vom 23. Dezember 2025.

Bernd Reiher, 26.12.2025, 01.24 Uhr

Innenminister dankt Einsatzkräften

Für ihren Dienst an Weihnachten und Silvester dankt Innenminister René Wilke heute den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz. 

„Die meisten Familien und Freunde kommen in diesen Tagen zusammen, um miteinander zu feiern und zur Ruhe zu finden. Nicht so die Einsatzkräfte unserer Blaulichtfamilie. Sie verzichten auf gemeinsame Stunden mit ihren Lieben, um für uns alle da zu sein. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Und dafür gilt ihnen unser aller Dank. Sie geben dem Wort Gemeinschaft ein Gesicht – mit Mut, Menschlichkeit und Miteinander.“ 
René Wilke, Innenminister Brandenburg

Der Innenminister besucht heute und morgen Polizeidienststellen in Potsdam und Frankfurt (Oder) sowie die Freiwillige Feuerwehr Frankfurt (Oder), um sich persönlich bei den Einsatzkräften für ihre Arbeit im Dienst zu bedanken. 

https://mik.brandenburg.de/mik/de/service/presse/pressemitteilungen/detail-pm-und-meldungen/~23-12-2025-innenminister-dankt-einsatzkraeften#

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Mit Nachtlicht in der Swing-Sprechstunde: Pressesch(l)au Werder KW52/25

Pressesch(l)au Werder, Wochenreport aktueller Netzmeldungen zum Thema Blütenstadt. Ausgabe 154 (KW52/25) unter anderem mit: Scala-Dach, Schmetterling Schmuel, demokratischer Lebenskunst, Terminen zwischen den Jahren und zahlreich Rausch am Steuer.

Bernd Reiher, 25.12.2025, 01:20 Uhr

Im Bild: In Europa ist vorige Woche das Verbrenner-Aus aufgeweicht worden. Der rund ein Drittel geringere Technikanteil und die Tatsache, dass man den Strom dafür aus Sonne und Wind herstellen kann, anstatt für Öl oder Gas mit finstren Mächten ins Bett gehen zu müssen, könnten laut Branchenkennern trotzdem dafür sorgen, dass dem E-Auto ein Großteil der Zukunft gehört. In Werder ist ein nächster Baustein in diese Richtung jetzt scheinbar am Netz: der HyperCharger vor Schneiders Edeka.

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Strengfeld Seniorenpflege, Havelauen (Wohnbebauung zwischen Hafenpromenade, Zum Großen Zernsee, Karl-Härtel-Straße), Entlastung der Bürgermeisterin, Bebauungsplan Südlicher Scheunhornweg: Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung vom 11. Dezember sind veröffentlicht seit 23. Dezember als Amtliche Bekanntmachung.

Insel.Mühle.Kirche: Ein neues Werder-Bild zeigt auf Insta der Werderaner Maler Stephan Köppe.

„All das gelingt, weil sich viele mit Herz und Verstand einbringen: Unternehmer, die in unsere Stadt investieren, Arbeitsplätze sichern und das Stadtleben bereichern. Bürger, die mitmachen und mitdenken. Vereine und Kulturschaffende, die Angebote schaffen und Gemeinschaft möglich machen. Mitarbeiter der Stadt, die Verantwortung übernehmen. Familien, die ihren Alltag meistern und unsere Stadt prägen. Und Kinder, die uns zeigen, worauf es ankommt“: Aus dem gemeinsamen Jahresendgruß der Bürgermeisterin und ihres ersten Beigeordneten seit 19. Dezember auf der Rathausseite werder-havel.de.

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„Wenn Sie Freude an gemeinsamer Bewegung, regelmäßiger Begegnung und dem Eintauchen in die Musik aus vielen Ländern dieser Erde haben, sind Sie herzlich eingeladen, schwungvolle, lebendige, kraftvolle, aber auch leichte und meditative Tänze nach abwechslungsreicher Musik zu tanzen“: Zum Einsteigerkurs „Tänze aus aller Welt“ lädt ab 12. Januar der Treffpunkt.

„Der Zukunftshaushalt Werder (Havel) ist ein deutschlandweit einmaliges Experiment. 200.000 Euro werden durch die Stadt alle zwei Jahre für Projekte zur Verfügung gestellt. Alle Einwohnerinnen und Einwohner können Vorschläge einreichen. Die Entscheidungen, welche Projekte gefördert werden, treffen dann aber die Kinder und Jugendlichen der Stadt“: Auszug aus dem Beitrag „Der Zukunftshaushalt Werder (Havel) – Eine Kombination aus direktdemokratischer Kinder- und Jugendbeteiligung und zufallsbasiertem Begleitgremium“ von Linus Strothmann, jetzt gefunden bei Springer Nature Link.

Zu schnell und berauscht Zum großen Zernsee: „Am Mittwochabend führten Polizeibeamte eine Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrolle in Werder durch. Dabei wurde unter anderem ein Pkw Kia mit einer Übertretung der zulässigen Geschwindigkeit festgestellt. Bei der Kontrolle des 25-jährigen Fahrers wurden Auffälligkeiten festgestellt, welche auf eine Beeinflussung durch Betäubungsmittel hindeuteten. Durch den Fahrer wurde ein Drogenvortest abgelehnt. Eine Blutprobenentnahme wurde angeordnet und durchgeführt, anschließend wurde ihm die Weiterfahrt untersagt und ein Bußgeldverfahren eingeleitet.“ Ereigniszeit: Mittwoch, 17. Dezember, 23.15 Uhr. Meldung vom 18. Dezember der Polizei.

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Gypsy Swing: Macht das Daniel Weltlinger Trio in der Silvesternacht beim großen Maskenball im Duval. Mehr Weltlinger-Musik zum Vorhören gibt es auf Bandcamp.

Sein oder nicht sein: Für ihre aktuelle Ausstellung ist zwischen den Jahren geöffnet am 25., 27. und 28. Dezember jeweils von 13 bis 18 Uhr die Stadtgalerie Kunstgeschoss.

Fahrzeugführer berauscht Am Schwielowsee unterwegs: „Am frühen Freitagmorgen kontrollierten Polizeibeamte im Ortsteil Petzow einen Pkw Mercedes Benz aus Sachsen-Anhalt. Bei der Kontrolle des 24-jährigen Fahrers ergab ein positiver Drogenvortest, dass der Mann aktuell unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Da er auch Ausfallerscheinungen aufwies, bestand der Verdacht einer Verkehrsstraftat und eine Blutentnahme wurde durchgeführt. Anschließend wurde dessen Führerschein beschlagnahmt und die Weiterfahrt untersagt.“ Ereigniszeit: Freitag, 19. Dezember, 2 Uhr. Meldung vom 19. Dezember der Polizei.

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„Ein geführtes Erlebnis mit bewegter Osteopathie, zur Aktivierung des Geistes, Stabilisierung des Körpers und der Abwehrkräfte“: Zum Eisbaden laden im neuen Jahr zum Beispiel am 4. Januar nach Kemnitz die Rittmeisters.

Bis 80 Prozent Rabatt: Zum Weihnachtsschluss-Verkauf bittet am 3. und 4. Januar der Tannenhof.

„Aus organisatorischen Gründen fällt die Dienstagssprechstunde der Bürgermeisterin am 23. und 30. Dezember aus“: Informiert am 21. Dezember das Rathaus via werder-havel.de.

Rettung rückt näher: Die Dachsanierung im Scala könne durch eine Zuwendung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse professionell geplant werden, berichtet Herr Busse am 6. Dezember im Blickpunkt.

Grund- und Hundesteuer: Sind jetzt für 2026 festgesetzt und waren deshalb am 18. Dezember ein Thema für die Amtlichen Bekanntmachungen.

„Bewerbungen sind zwischen dem 5. Januar und 4. Februar 2026 an die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung zu richten“: Ebenfalls per amtliche Bekanntmachung ruft auf zur Bewerbung für den Kinder- und Jugendbeirat seit gleichfalls 18. Dezember das Rathaus.

werder havel therme umfeld 111125 foto berndreiher werderanderhavel.de

„Auf bislang unbebauten Flächen sollen attraktive Wohn- und Dienstleistungsangebote entstehen. Damit wird dringend benötigter Wohnraum geschaffen und zugleich die städtebauliche Lücke rund um die Haveltherme geschlossen. Neben Wohnen sind auch touristische und gewerbliche Nutzungen vorgesehen, die das Freizeit- und Erholungskonzept sinnvoll ergänzen“: Aus der Stellungnahme vom 11. November zur Bebauung des Thermenumfeldes auf den Webseiten der CDU.

werder havel havelauen bild bernd reiher werderanderhavel.de

Mehr Wohnungen, mehr Gäste, mehr Belebung?: Stimmen aus den Havelauen zur neuen Bebauung hat eingesammelt Frau Jensen für einen Beitrag vom 20. Dezember in der MAZ.

„Bei dieser Tour erfahren wir unsere Stadt in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Wir erleben den Übergang von Tag zu Nacht, die Dunkelheit und das Nachtlicht-Ambiente, das sich uns in unbeleuchteten und künstlich beleuchteten Umgebungen bietet. Wir erinnern uns an die kulturelle Bedeutung der Nachtzeit“: Zur Nachtlicht-Tour „Vom Dämmern bis Dunkeln“ über den Hohen Weg zur Insel lädt am 17. Februar die Kreisvolkshochschule.

„Damit wird ein entscheidender Schritt getan, um eines der bedeutendsten historischen Gebäude der Stadt mit neuen Impulsen zu beleben. Die Bismarckhöhe ist mehr als ein denkmalgeschütztes Gebäude – sie ist Teil der Identität unserer Stadt“: Aus der auf 13. November datierten Stellungnahme zum Ideenwettbewerb Bismarckhöhe der Werderaner Stadtratsfraktion-Fraktion CDU/FDP/BBT.

25. Dezember, Notdienst, 10 bis 18 Uhr. 26. Dezember, Notdienst, 10 bis 18 Uhr. 27. Dezember, Sprechstunde 10 bis 12 Uhr, Notdienst bis 22 Uhr. 28. Dezember, Sprechstunde 11 bis 13 Uhr, Notdienst davor und bis 22 Uhr. 31. Dezember, Sprechstunde 9 bis 12 Uhr, Notdienst bis 14 Uhr. 1. Januar, Notdienst 10 bis 18 Uhr: Dienstzeiten zwischen den Jahren der Tierarztptaxis in den Havelauen.

„KI-Agenten werden immer leistungsfähiger und übernehmen zunehmend eigenständige Aufgaben in Unternehmen und Organisationen. Gleichzeitig wächst die Frage nach Kontrolle, Sicherheit und Verantwortung“:  Vortrag „KI in der Spur“ am 12. Januar beim KI-Klub in der Klimawerkstatt.

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„Am Samstag habe ich im Hofladen einen Schmetterling gefunden. Es ist Dezember, die Welt kalt und grau, und doch lebt er. Ich habe ihn Schmuel genannt. Er mag Apfelsaft und Birne“: Aus den seit 22. Dezember auf Insta zu findenden Jahresendgrüßen („Es wird nicht einfacher“) des Obsthof Lindicke.

Einbruch in Gartenlaube: „Am Sonntagvormittag musste der Pächter eines Kleingartens in Werder einen Einbruch in seine Laube feststellen. Unbekannte Täter verschafften sich gewaltsam Zugang zum Innenbereich der Laube und stahlen hier gelagertes Werkzeug. Die Höhe des Schadens wurde bei der Anzeigenaufnahme mit etwa 2.000 Euro angegeben. Die Beamten führten eine Spurensuche und eine Spurensicherung am Tatort durch.“ Ereigniszeit: Sonntag, 21. Dezember, 10.30 Uhr. Meldung vom 22. Dezember der Polizei.

„Am Montag wurde die neue Graffitiwand in den Havelauen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen eingeweiht. Damit wurde das sechste Projekt aus dem Zukunftshaushalt 2024/25 umgesetzt“: 897 Schülerinnen und Schüler hätten für das Projekt gestimmt und es auf den zweiten Platz der Wunschliste gewählt, vermerkt am 22. Dezember das Rathaus.

„Heute wurde die neue Graffitiwand am Bolzplatz in den Havelauen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen eingeweiht“: Ein Video von der Eröffnung hat die Verwaltung auf Insta.

werder havel glindow brauchwasserwerk foto berndreiher werderanderhavel.de

„Das Rohrsystem verzweigt sich in folgende Orte und Gemarkungen: Glindow, Plötzin, Bliesendorf, Kammerode und Göhlsdorf“: Einen Überblick über den Stand der Sanierung des Brauchwasserwerkes gibt seit 22. Dezember der frühere Ortsvorsteher Sigmar Wilhelm auf glindow.de.

Trunkenheitsfahrt Phöbener Chaussee: „Am Montagabend wurde durch Polizeibeamte auf der Landesstraße 90 Phöbener Chaussee ein Pkw Dodge angehalten und kontrolliert. Der Fahrer roch nach Alkohol und ein Atemalkoholtest ergab über 0,70 Promille. Dieser Wert wurde anschließend bei einem stationären Atemtest gerichtsfest bestätigt. Dem Mann wurde die Weiterfahrt untersagt und ein Bußgeldverfahren eingeleitet.“ Ereigniszeit: Montag, 22. Dezember, 22.50 Uhr. Meldung vom 23. Dezember der Polizei.

24. Dezember bis 4. Januar: Schließzeit der Stadtbibliothek.

Erneuter Fall der Geflügelpest: Von den Maßnahmen einer neuen Allgemeinverfügung sei auch Werder betroffen, informiert am 23. Dezember das Rathaus.

Abspann

„Demokratische Lebenskunst liegt wohl darin, dass wir uns in all unseren Unterschieden anerkennen und als Gleiche behandeln“: Sagte Philosophin Jule Govrin in ihrem Vortrag „Politische Körper. Von Sorge und Solidarität“, gesendet in der dieswöchigen Folge des Podcasts „Hörsaal“ von DLF Nova.

In diesem Sinne: Schönes Wochenende, noch.

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Zwei neue Sirenen stärken Warnnetz in Werder (Havel)

Sirenen, so die Wikipedia, seien Einrichtungen zur akustischen Warnung, in der Regel „durch einen charakteristischen an- und abschwellenden Heulton“.

Bernd Reiher, 23.12.2025, 07:53 Uhr

Im öffentlichen Bereich würden Sirenen für die Alarmierung der Feuerwehr oder die Warnung im Katastrophenfall verwendet. Die Bezeichnung, so das Onlinelexikon schließlich, hätten heutige Sirenen im Jahr 1819 von Charles Cagniard de la Tour erhalten, der damit an die Sirenen der Mythilogie angeknüpft habe. Von zwei neuen Warnapparaten aus der Kategorie „Sirene“ in Werder erzählt eine Medieninfo der Stadtverwaltung vom 3. Dezember 2025.

Zwei neue Sirenen stärken Warnnetz in Werder (Havel)

Die Stadt Werder (Havel) hat ihr Warnnetz weiter ausgebaut. Am Parkhaus am Bahnhof und in den Havelauen sind zwei zusätzliche Sirenen in Betrieb gegangen. Damit schließt die Stadt eine Lücke in der Bevölkerungswarnung.

Durch die neuen Anlagen können künftig mehr als 5.000 Einwohner rund um das Bahnhofsumfeld, die Havelauen sowie Teile der Eisenbahnstraße, der Kesselgrundstraße und der Adolf-Damaschke-Straße erreicht werden. Die Sirenen sind digital gesteuert und bereits für mögliche Sprachdurchsagen vorgerüstet. Finanziert wurden die Anlagen aus städtischen Mitteln.

Im Alltag dienen die Sirenen der Gefahrenwarnung, etwa bei Unwetter, Großbränden  oder Schadstoffaustritten. Ausnahmsweise können sie für die Freiwillige Feuerwehr genutzt werden – etwa wenn die übliche Funkalarmierung nicht verfügbar sein sollte.

Mit den beiden neuen Standorten verfügt die Stadt einschließlich ihrer Ortsteile nun über zwölf aktive stationäre Sirenen. Sie werden an jedem ersten Samstag im Monat um 11 Uhrgetestet. Einmal im Jahr, am bundesweiten Warntag am 11. September, wird eine Testalarmierung durchgeführt.

Unlängst wurden außerdem neue Informationstafeln an den Standorten angebracht. Sie erklären die Signale und ihre Bedeutung. Weitere Hinweise zum Bevölkerungsschutz stellt die Stadt online bereit, darunter auch den aktuellen Sirenenflyer. (Link: www.werder-havel.de/service/bevoelkerungsschutz<http://www.werder-havel.de/service/dienstleistungen/4739-bev%C3%B6lkerungsschutz.html>)

In Gefahrenlagen gilt: Ruhe bewahren, Anweisungen von Feuerwehr, Ordnungsamt und Polizei folgen, Notrufnummern freihalten und sich über Regionalsender oder Behördenportale informieren.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/55-politik-rathaus/4937-zwei-neue-sirenen-stärken-warnnetz.html

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pro agro e. V.: Dorothee Berger als Vorstandsvorsitzende wiedergewählt

Am 13. Dezember 2024 wurde Hanka Mittelstädt zur Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg ernannt. Zuvor war sie von 2016 bis 24 Vorsitzende des Verbandes pro agro e. V.

Bernd Reiher, 21.12.2025, 08:16 Uhr

Pro agro versteht sich selbst als „Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin“. Dem Verein gehören laut Eigendarstellung „Unternehmen, Vereine, Verbände aus dem Bereich des Land-und Naturtourismus, unter anderem Landgasthöfe und Pferdehöfe, sowie aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, einschließlich der Direktvermarktung“ an.

Als Mittelstädts Nachfolgerin beim pro agro e. V. wurde im Januar 2025 die Werderanerin Dorothee Berger gewählt. Sie ist Geschäftsführerin der Christine Berger GmbH in Petzow, war bis dahin stellvertretende Vorstandsvorsitzende und ist jetzt vom Verband im Amt der Präsidentin bestätigt worden. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo des pro ahro e. V. vom 26. November 2025.

Vorstandswahl auf der Jahreshauptversammlung des Brandenburger Agrarmarketingverbandes pro agro

Am 26. November 2025 wurde auf der Mitgliederversammlung des Verbandes pro agro der Vorstand neu gewählt. Der bisherigen Vorstandsvorsitzenden wurde das Vertrauen für weitere drei Jahre ausgesprochen.

Auf der heutigen Mitgliederversammlung von pro agro – Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin e.V. wurde der Vorstand neu gewählt.

Die Zusammensetzung des pro-agro-Vorstandes bildet hierbei einen Querschnitt des gesamten Aufgabenspektrums des Verbandes ab. So repräsentiert der Vorstand Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft aller Größen, des Land- und Pferdetourismus‘ sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft.

Der neu gewählte Vorstand wählte In der konstituierenden Vorstandssitzung unmittelbar nach der Wahl den Vorsitz und die stellvertretenden Vorsitzenden.

Vorsitzende

Dorothee Berger – Geschäftsführerin der Christine Berger GmbH & Co KG in Petzow (Werder/Havel)

Frau Berger – bis Januar 2025 stellvertretende Vorsitzende des Verbandes – wurde auf einer außerplanmäßigen Vorstandssitzung nach dem Wechsel der bisherigen Vorstandsvorsitzenden Hanka Mittelstädt an die Spitze des neu formierten Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) am 9. Januar 2025 bereits zur Vorsitzenden gewählt und stand seither an der Spitze des Brandenburger Agrarmarketingverbandes. Mit der turnusgemäßen Neuwahl des Vorstands am Nachmittag des 26. November wurde Frau Berger seitens der Verbandsmitglieder und des Vorstandes erneut das Vertrauen ausgesprochen.

Stellvertretende Vorsitzende (in alphabetischer Reihenfolge)

Florian Schulze – Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Hoher Fläming eG Rädigke-Niemegk

Heiko Terno – Geschäftsführer AWO Reha-Gut Kemlitz GmbH

Vorstandsmitglieder (in alphabetischer Reihenfolge)

Ulrich Benedix – Geschäftsführer Agrar GmbH Langengrassau

Tobias Exner – Geschäftsführer Bäckerei Exner

Barbara Hackenschmidt – gut vernetzte Privatperson mit starkem, ehrenamtlichem Engagement für die ländlichen Räume Brandenburgs

Nadin Halser – Geschäftsführerin Liesje Trecking

Matthias Kühn – Geschäftsführer Tourismusverband Havelland e.V.

Sebastian Kühn – Geschäftsführer EWG Eberswalder Wurst GmbH

Dr.-Ing. Ralf Ruhnau – Geschäftsführer Pferdehof Ruhnau

Heike Thomas – Geschäftsführerin Thomashof GbR

Gerrit van Schonhoven – Geschäftsführer v.S. Gut Schmerwitz GmbH & Co. KG

Malte Voigts – Geschäftsführer Spargelhof Kremmen

Vorstandsmitglied qua Amt

Gemäß Satzung des Verbandes pro agro gehört dem Vorstand des Weiteren ein Vertreter der Brandenburger Landkreise an. Dieser wurde für die kommende Wahlperiode durch den Landkreistag bereits bestimmt.

Marko Köhler – Landrat Landkreis Potsdam-Mittelmarkt

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und
Naturtourismus.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.proagro.de

https://www.proagro.de

https://www.lifepr.de/inaktiv/pro-agro-verband-zur-foerderung-des-laendlichen-raumes-im-land-brandenburg-ev/vorstandswahl-auf-der-jahreshauptversammlung-des-brandenburger-agrarmarketingverbandes-pro-agro/boxid/1043810

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Rathaus: Sechzig Jahre Feuerwehr und eine Freundschaft, die geblieben ist

Erhard Schulz und Wilfried Krüger, beide 75, sind seit sechs Jahrzehnten Teil der Feuerwehr Werder (Havel). Ihre Geschichte erzählt vom Wandel des Einsatzgeschehens, von technischer Entwicklung – und einer langen Kameradschaft. Aufgeschrieben hat sie das Rathaus für eine Medieninfo vom 1. Dezember 2025. Bild und Bildquelle: Stadt Werder/Havel.

Bernd Reiher, 20.12.2025, 13:08 Uhr

Sechzig Jahre Feuerwehr – und eine Freundschaft, die geblieben ist

Sie kennen sich seit der Schulzeit, brachten sich gemeinsam ein und sie wurden nun gemeinsam geehrt: Erhard Schulz und Wilfried Krüger, beide 75, haben vom Land Brandenburg die Medaille für treue Dienste in Gold in Anerkennung 60-jähriger Pflichterfüllung in der Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel) erhalten. Zwei Kameraden, die über Jahrzehnte hinweg erlebt haben, wie sich Feuerwehrdienst, Technik und Einsatzgeschehen verändert haben.

Von der Schulbank ins Gerätehaus

Ihr Anfang liegt 1962 in der Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“. Dort übten bis zu zwanzig Jungen und Mädchen Feuerwehrknoten, den Umgang mit der Kübelspritze und den Löschgruppenaufbau. „Jeder wollte zu den Neun gehören, die bei den Wettkämpfen die Löschgruppe stellten“, erinnert sich Erhard Schulz. Daraus wuchsen Freundschaft und eine frühe Bindung zur Feuerwehr.

1965 begann die aktive Dienstzeit. Wilfried Krüger erinnert sich daran, wie beengt der Dienst damals war: das kleine Depot hinter der Polizei, zwei Fahrzeuge, rußige Garagenluft und Sirenen, die später der Funkalarmierung und schließlich den digitalen Pagern wichen. Den Löschfahrzeugen folgten die Einsatzkräfte in jenen Jahren noch mit Fahrrad, Moped oder Trabant.

Einsätze, die im Gedächtnis bleiben

Zu den frühen Bildern gehören die Böschungsbrände entlang der Bahnstrecke. Der Funkenflug der Dampflokomotiven oder heißer Bremsen setzte Gräser in Brand, oft blieb nur der Spaten zum Löschen. Gewitterlagen prägten den Sommer: Wenn der Himmel schwarz wurde, traf man sich im Gerätehaus zur Bereitschaft – auf den Hängerdeichseln sitzend und bereit zum Helfen.

Andere Situationen blieben aus politischen Gründen in Erinnerung. Als das Dach des Kesselhauses vom VEB Vulkanfiber an einem Wahlsonntag brannte, wurde dahinter der Klassenfeind vermutet, die Feuerwehr stand unter Beobachtung der Polizei. Auch der 9. November 1989 hat sich eingeprägt: Vor dem Ausbildungsdienst lief der Fernseher, doch Schabowskis Worte zogen vorbei, ohne dass jemand die Tragweite erkannte.

Neue Räume, neue Aufgaben

Ein Einschnitt in der Geschichte der Werderaner Feuerwehr war der Umzug ins neue Gerätehaus in der Kemnitzer Straße. Erhard Schulz erhielt dort eine der fünf Dienstwohnungen und lebte dort mit seiner Familie 30 Jahre. Bei Wilfried Krüger zeigte sich die besondere Bindung zur Feuerwehr auf eine ganz andere Art: Er wurde nach seiner Lehrausbildung Mitglied der Berufsfeuerwehr Potsdam und war dort, parallel zur Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel), bis zur Rente tätig.

Der erste Einsatz vom neuen Depot ließ nicht lange auf sich warten: 1973 brannte die Mühle auf der Insel, ein Ereignis, das der ganzen Stadt im Gedächtnis blieb. Wenige Jahre später gehörten die Werderaner zu den ersten Einsatzkräften bei einem der schwersten Brände der Region – dem Waldbrand bei Seddin 1976, bei dem die Flammen bis über die Autobahn sprangen.

Die Stadt war immer auf ihre Feuerwehr angewiesen. Ende der 1970er-Jahre verpflichtete der Rat der Stadt Werderaner Bürger sogar zu drei Jahren Feuerwehrdienst, weil Personal fehlte. Einige erfüllten ihn pflichtschuldig, andere entdeckten dabei ihre Leidenschaft für die Feuerwehr – und blieben viele Jahre.

Mehr Einsätze, neue Technik und starke Gemeinschaft

Mit der Wende verdoppelten sich die Einsatzzahlen, vor allem wegen des Unfallgeschehens auf der Autobahn. Massiver Verkehr, fehlende Leitplanken und ältere Fahrzeuge sorgten für schwere Lagen. „Wir haben viele tödliche Unfälle erlebt“, sagt Erhard Schulz. Der Austausch nach solchen Einsätzen war wichtig, um die Bilder zu verarbeiten: Man fuhr nicht einfach nach Hause, man sprach miteinander.

Parallel veränderte sich die Technik rasant. 1991 bekam die Feuerwehr ihren ersten hydraulischen Rettungssatz – ein Spreizer und eine Schere. Damit begann eine neue Qualität der technischen Hilfeleistung. 1992 stiftete die Firma Herbstreit & Fox der Wehr ihr Tanklöschfahrzeug 16/22 GMK-W50 (Baujahr 1988), das zuvor bei der Betriebsfeuerwehr des Pektinwerkes stand.

Auch für die Autobahn ausgestattet

Ab 1994 verbesserte sich die Ausrüstung Schritt für Schritt: Ein Tanklöschfahrzeug 16/46 von Magirus mit 4600-Liter-Tank und einem zusätzlichen hydraulischen Rettungssatz kam dazu, ebenso ein neuer Rüstwagen. Damit war Werder adäquat für das wachsende Einsatzgeschehen auf der Autobahn ausgestattet.

Auch schwere Lagen gehören zu den Erinnerungen. 2004 brannte eine Lagerhalle. Bei der Lageerkundung explodierten zwei Gasflaschen, der Einsatzleiter Stephan Kranig wurde schwer verletzt. Er erholte sich vollständig – und ist heute Stadtwehrführer.

Erhard Schulz und Wilfried Krüger gehören derweil seit 2008 und 2010 zur Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel). Sie haben eine Feuerwehr erlebt, die aus engen Garagen herausgewachsen ist, sich technisch weiterentwickelt hat und deren Stärke immer im Miteinander lag.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/125-jugend,-familie-soziales/4930-sechzig-jahre-feuerwehr-–-und-eine-freundschaft,-die-geblieben-ist.html