Zur anrollenden Wetterlage lesen Sie nachfolgend eine Meldung der Landkreisverwaltung vom 8. Januar 2026, 14:01 Uhr.
Bernd Reiher, 08.01.2026, 15:56 Uhr
Wetterwarnung: Bürgerinnen und Bürger in Potsdam Mittelmark zur Vorsicht aufgerufen
Die Ankündigung des Deutschen Wetterdienstes für den morgigen Freitag (9. Januar 2026) lässt im gesamten Land Brandenburg schwere Schneefälle und Orkanböen erwarten.
Der Landkreis Potsdam-Mittelmark bittet alle Bürgerinnen und Bürger um erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht bei allen notwendigen Wegen, die nicht vermeidbar sind. Es ist damit zu rechnen, dass Straßen und Wege nur eingeschränkt befahr- und begehbar sein können. Davon ist auch der Öffentliche Personenverkehr in der Region betroffen.
Die Kreisverwaltung hat auch zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger am Freitag die Besuchszeiten aufgehoben, die Standorte bleiben geschlossen. Anliegen können aber wie gewohnt telefonisch unter Tel. 033841 910 oder per Email an kontakt@potsdam-mittelmark.de an den Landkreis Potsdam-Mittelmark gerichtet werden.
Der Kreisstraßenbetrieb Potsdam-Mittelmark ist für das Winterwetter gerüstet. Zwischen 3 und 23 Uhr ist der Winterdienst mit allen verfügbaren Kapazitäten im Einsatz.
Zum Schulbetrieb wird auf die Information des Bildungsministeriums verwiesen. Der Schülerverkehr wird im Landkreis Potsdam-Mittelmark planmäßig angeboten, solange es die Wetterlage erlaubt.
Der Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz ist vom Landrat in erhöhte
Bereitschaft versetzt worden. Dort sind die Bereitschaftsdienste entsprechend
verstärkt worden.
Über die aktuelle Lage im Landkreis Potsdam-Mittelmark informiert die
Kreisverwaltung aktuell auf der Homepage als auch über den WhatsApp-Kanal.
Das widrige Wetter kann generell zur Beeinträchtigung der Infrastruktur führen. Damit können gravierende Einschränkungen für das öffentliche und private Leben verbunden sein. Um sich darauf vorzubereiten, hilft das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Checkliste veröffentlicht.
Pressesch(l)au Werder, Wochenrevue aktueller Netzmeldungen zum Thema Blütenstadt. Ausgabe 156 (02/26) unter anderem mit: Musikfest, Sex, Athletik und ganz viel Schnee.
Bernd Reiher, 08.01.2026, 08:27 Uhr
Im Bild: Kein Zettel, keine Info aber viele Gerüchte gibt es derzeit angesichts der seit Wochen andauernden Schließung von Werders schönem Bahnhofs-Bistro Gleis 1.
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Pressesch(l)au Werder KW 02/26
Mülltonnenbrand, Gebäudebrand, First Responder Einsatz zur medizinischen Erstversorgung: „Das neue Jahr beginnt, wie das alte aufgehört hat“ meldet mit Einsatzbildern am Neujahrstag die Freiwillige Feuerwehr Werder.
„Für die Straßen außerhalb der Ortschaften ist der Landesbetrieb zuständig ebenso für die Landesstraßen innerhalb der Ortschaften“: Betont angesichts einer regen, teilweisen Klugscheißer-Diskussion in der Facebookgruppe „Blütenstadt“, ob und wo nach den Schneefällen vom Samstag der Winterdienst richtig gearbeitet wurde, Werders Vize-Stadtchef Christian Große.
Ausschreibung zur Beteiligung an der vom 15. Februar bis 12. April geplanten Ausstellung „5. Bestandsaufnahme für Malerei/ Grafik/ Plastik“: Läuft bis 15. Februar und ist jetzt zu finden auf der Website der Stadtgalerie Kunstgeschoss.
Teamevent, Workshops, Empfänge, Tagungen: „Location mieten“ ist laut am 2. Januar gesichteten Aushang jetzt scheinbar ein weiteres Motto im Digitalwerk.
Klangschalenmeditationen mit Kathrin Anschütz in der See-Lounge: Sind zu erleben beim Themenabend „Wüstenwind und Oasenruhe“ am 9. Januar in der Haveltherme.
„2025 war für uns ein besonderes Jahr. Trotz Einschränkungen durch den Dachschaden durften wir erneut über 14.000 zahlende Besucherinnen und Besucher im Kino sowie bei unseren zahlreichen Veranstaltungen begrüßen. Das zeigt uns, wie wichtig das Scala für Werder ist – und wie sehr Sie diesen Ort schätzen“: Schreibt Kinochef Gösta Oelstrom am 2. Januar in seinem Neujahrs-Newsletter aus dem Scala.
„Achtzig kostbare Friedensjahre“: Lesung mit Martin Ahrends am 23. Januar im Kunsthof Glindow.
„Mit der kleinen Tochter in Berlin festsitzen, mit hunderten anderen am Bahnhof Werder auf einen Platz im Bus hoffen – und das bei eisiger Kälte“: Über das Zugchaos nach einem mutmaßlich politisch motivierten Brand-Anschlag auf ein Stellwerk in Wannsee berichtet am 4. Januar Frau Kirf in der MAZ.
„Der Tannenhof hat den Feldweg neben deren Parkplatz ‚Am Tannenhof‘ mit selbst laminieren A4-Straßenschildern als Einbahnstraße ausgewiesen. Was bilden die sich ein! Der komplette Weg ist mit den gebastelten Schildern vollgestellt. Die Autos fahren wie die Schweine. Bitte klären und entfernen“: Meldung vom 14. Dezember im Maerker Werder.
„Meinst du, die Russen wollen Krieg?“: Gastspiel des Playbacktheaters „blickzurücknachvorn“ (waren schonmal da am 3. Oktober 2024) am 31. Januar in der Comedie soleil.
Ganztagsbetreuung ohne Garantie auf Busse: Die Anbindung des Bildungscampus Glindow bleibe problematisch, berichtet am 5. Januar Frau Jensen in der MAZ.
„Der von uns allen gepflanzte Tiny Forest in Bliesendorf hat sich in den letzten zwei Jahren sehr gut entwickelt. Manche Bäumchen sind schon über zwei Meter groß gewachsen. Wir haben auch 2025 weitere Bäume gesetzt“: Meldung mit Bild vom 2022 angelegten Mini-Wald mit 350 Bäumen und kurzer Projektinfo „Darum lieben wir unseren Tiny Forest“ hat die Nabu Ortsgruppe Werder (Havel).
„Ein spannendes, aber auch von vielen Herausforderungen gezeichnetes, Jahr geht vorüber. Durch die Aufnahme vieler neuer Mitglieder konnten wir uns stabilisieren, auch wenn wir im Brandenburger Landtag nicht mehr vertreten sind“: Aus den Neujahrsgrüßen des Werderaner Ortsverbandes von Die Linke.
Sprühen erlaubt: Über die neue Graffitiwand am Bolzplatz Havelauen berichtet seit 3. Januar auch der Blickpunkt.
„Nicht nur eine kleine Kostprobe auf das Programm, sondern auch die Möglichkeit die besten Plätze zu ergattern“: Zum Kartenvorverkauf für die Faschingszeit bittet am 17. Januar ins Colonial Café der Werderaner Karnevalsclub.
„Nach einem Jahresrückblick in der Neujahrsansprache des Ortsvorstehers möchten wir den Jahresveranstaltungskalender vorstellen. Zudem haben die Vereine die Möglichkeit, über ihre aktuelle Arbeit und geplante Projekte zu berichten. Anschließend finden Ehrungen und Auszeichnungen“: Zum Neujahrsempfang bittet am 10. Januar der Ortsbeirat Töplitz.
Einbrüche auf Baustellen: „Aus der Ortslage Werder wurde am Montagvormittag der Einbruch in einen Baucontainer gemeldet. Unbekannte Täter verschafften sich im Zeitraum zwischen dem 22. Dezember und der Meldezeit gewaltsam Zugang und stahlen hier gelagertes Werkzeug. Der Schaden liegt bei geschätzt etwa 3.000 Euro. Eine Anzeige wurde durch Polizeibeamte aufgenommen. Am Nachmittag wurde ein weiterer Diebstahl von einer anderen Baustelle angezeigt. Auch hier verschafften sich unbekannte Täter Zugang zur Baustelle und stahlen Werkzeug. Diese Tat ereignete sich zwischen 18. Dezember und Meldezeit. Der Schaden liegt bei rund 1500 Euro. Auch in diesem Fall hat die Polizei eine entsprechende Strafanzeige aufgenommen.“ Meldezeiten: Montag, 5. Januar 2026, 11 und 13.30 Uhr. Meldung vom 6. Januar der Polizei.
„Der Glasfaserausbau im Telekom-Tarif für rund 5300 Haushalte in der Kernstadt soll im Frühjahr 2026 starten“: Über den neuen Vorstoß des rosa Riesen berichtet seit 5. Januar auch die Stadtverwaltung.
Grün-Weiß Werder ist seit 365 Tagen ungeschlagen: Über 29 Regionalliga-Siege in Folge freut sich seit 5. Januar Herr Sittig in der MAZ.
Petzow, Töplitz, Phöben, Bliesendorf, Kemnitz, Glindow, Plötzin, Derwitz: Laden alle vom 19. bis zum 22. Januar zu ihren Ortsbeiratssitzungen.
„Lachen und Sex sind die besten Voraussetzungen für eine anhaltende Gesundheit und ein langes Leben“: Lilo Wanders kommt am 7. Februar ins Scala.
„Persönliche Gespräche, Einblicke in den Unterricht und Informationen zu Bildungswegen stehen im Mittelpunkt„: Einen Tag der offenen Tür macht ebenfalls, aber am 16. Januar, die Carl-von-Ossietzky-Schule CvO.
„Mit einer ausgewogenen Mischung aus Kraft, Ausdauer, Koordination und Schnelligkeit trainierst du deinen Körper vielseitig und funktionell“: Zum Schnupperkurs Athletik bittet ab 9. Februar in die Turnhalle Am Plessower See die Kreisvolkshochschule.
„Sie hatten gestern Abend sogar einen kurzen Auftritt im rbb“: Ein Bild von den Werderaner Fernseh-Schneemännern gibt seit 6. Januar auch auf Facebook.
4Steps, Jive Sharks, Besen Street Boys: Erste Eckdaten des vom 13. bis 15. März wieder zu feiernden Musikfestes Werder klingt.
Winterliche Foto-Grüße: Vom vereisten Weinberg hat auf seiner Website Weinbau Dr. Lindicke.
„Gemeinsam mit den Schüler*innen wurden zentrale Themen wie Netiquette, das Recht am eigenen Bild sowie Selbstwirksamkeit im Internet altersgerecht und praxisnah erarbeitet“: Nachbericht vom digitalen Workshop „Online ist nicht egal“ der Siebtklässler am 15. Dezember auf den Seiten der Evangelischen Gesamtschule.
Abspann
„Viele Unternehmen ducken sich weg. Das ist nicht nur feige, sondern wirtschaftlich schädlich“: Sagt angesichts einer weiter erstarkenden AfD seit 2. Januar DIW-Präsident Marcel Fratzscher im Interview mit dem Podcastradio detektor.fm. Er sei überzeugt, dass die wirtschaftliche Realität heute deutlich besser sei, als die Stimmung. Das große Problem unserer Gesellschaft sei eine „unglaublich moralische Depression“. Zum ganzen Interview im brand eins Podcast geht es hier.
Meldung der Polizeidirektion West vom 6. Januar 2026.
Bernd Reiher, 06.01.2026, 12:04 Uhr
Wasserschutzpolizei warnt vor Betreten von Eisflächen
Leiter der Wasserschutzpolizei betont: „Oftmals trügt der Schein!“
Das derzeitige Wetter könnte winterlicher nicht sein: Es herrschen kalte Temperaturen und immer wieder fallen weiße Flocken vom Himmel und verlocken zu Schlittenfahrten und Schneeballschlachten.
Eine Sache sollte trotz perfekter Kulisse jedoch auf keinen Fall in die Tat umgesetzt werden: Schlittschuhlaufen auf Seen und Flüssen. Der Leiter der Wasserschutzpolizei in der Polizeidirektion West, Erster Polizeihauptkommissar Heiko Schmidt, warnt dringend vor dem Betreten von deren Eisflächen.
„Trotz der zurückliegenden Frostnächte sollte sich niemand in Sicherheit wähnen! Oftmals trügt der Schein, insbesondere dann, wenn auch noch Schnee auf dem Eis liegt.“ Heiko Schmidt
Auch eine vermeintlich geschlossene Eisdecke und starker Frost geben keine Garantie für ein sicheres Betreten! Die Stärke des Eises wird durch viele Faktoren, wie zum Beispiel der Fließgeschwindigkeit des Wassers, einfließende Abwässer, die Schifffahrt oder auch schon durch den Schnee allein beeinflusst. Weiterhin können Strudel vom Gewässergrund wärmeres Wasser nach oben transportieren und halten dadurch das Eis dünn, wobei verdeckte Gefahren entstehen, da diese Stellen nicht zu erkennen sind.
Deshalb rät die Wassersschutzpolizei grundsätzlich vom Betreten zugefrorener Seen, Flüsse und Kanäle ab:„Wer zugefrorene Seen, Flüsse und Kanäle betritt, gefährdet sich und andere!“, sagt Wasserschutzpolizist Heiko Schmidt.
Alternativen sind unterhaltene, künstliche Eisflächen sowie sehr flache, überschwemmte Wiesen. Aber auch bei Letzteren sollte man niemals allein oder im Dunkeln aufs Eis! Kinder sollten von ihren Eltern frühzeitig über die Gefahren aufgeklärt werden, die beim Betreten von Eisflächen drohen.
Das Grundbildungszentrum und die Kreisvolkshochschule bieten kostenfreie Lernräume und Kurse für Erwachsene auch in Blütenstadt an. Inhalte sind: besser lesen, schreiben und rechnen lernen sowie digitale und politische Grundbildung.
Bernd Reiher, 05.01.2026, 07:13 Uhr
Um diese Form der Erwachsenenbildung weiterhin anbieten zu können, ist die Förderung des Landes für die Lehreinrichtung jetzt bis 2028 verlängert worden. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport vom 11. Dezember 2025.
Land Brandenburg fördert Grundbildungszentrum im Landkreis Potsdam Mittelmark mit 817.673,34 Euro
Jeder achte Erwachsene kann nicht richtig lesen und schreiben. Hier setzen Alphabetisierung und Grundbildung an. Das Land Brandenburg fördert Grundbildungszentrum und Alphabetisierungs- und Grundbildungskurse der Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark (kvhs PM) mit 817.673,34 Euro im Zeitraum 2026 bis 2028.
Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Landes Brandenburg und der Europäischen Union. Bildungsminister Steffen Freiberg übergab in Kleinmachnow die neuen Zuwendungsbescheide an die Vorsitzende des Kreistags und Aufsichtsratsvorsitzende der Kreismusikschule und Kreisvolkshochschule GmbH, Kathrin Heilmann.
Bildungsminister Steffen Freiberg: „Das Recht auf Bildung darf keine Frage des Alters sein. Alle Erwachsenen im Land Brandenburg, denen das Lesen und das Schreiben schwerfällt, sollen die Chance haben, ihre Schriftsprachkompetenz zu verbessern. Alphabetisierung und Grundbildung sind wichtige Bausteine für Chancengleichheit und Teilhabe und leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit. Die Brandenburger Grundbildungszentren arbeiten höchst erfolgreich. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, ihre wichtige Arbeit zu fördern – wie hier an der Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark. Mein großer Respekt gilt den Erwachsenen, die den zweiten Anlauf unternehmen, um lesen und schreiben zu erlernen, als auch den hoch engagierten Lehrkräften, die dies ermöglichen.“
Kreistags- und Aufsichtsratsvorsitzende Kathrin Heilmann: „Grundbildung eröffnet Wege: Wer lesen und schreiben kann, findet Zugang zu Wissen, zu Menschen und zu neuen Chancen. Sie stärkt die gesellschaftliche Teilhabe und macht berufliche Bildung möglich. Wir freuen uns darüber, dass mit der erweiterten Förderung noch mehr Menschen im Landkreis erreicht werden können.“
„Die Grundbildung ist einer unserer wichtigen Bausteine in der Erwachsenenbildung. Mit der neuen Zuwendung kann die Volkshochschule ihre erfolgreiche Arbeit ausbauen. Für weitere drei Jahre können wir an sechs Standorten im Landkreis unsere Angebote für Lesen, Schreiben und Rechnen erweitern. Wir ermutigen Erwachsene, in unsere offenen Lernräume und in die Kurse zu kommen – es ist nie zu spät.“ kvhs-Leiterin Anja Schmalfuß
Offene Lernräume und Kurse in Bad Belzig, Beelitz, Kleinmachnow, Seddiner See, Teltow und Werder – digitale und politische Grundbildung
Das Grundbildungszentrum und die Kreisvolkshochschule bieten kostenfreie Lernräume und Kurse für Erwachsene, die besser lesen, schreiben und rechnen wollen, an. Außerdem gibt es Angebote zur digitalen Grundbildung und zur politischen Grundbildung. Die Lernerinnen und Lerner haben Gelegenheit in Ausflügen oder speziellen Workshops mehr über Demokratie und ihre Institutionen zu erfahren. Weitere Themen sind Gesundheit und finanzielle Grundbildung. Das Grundbildungszentrum kooperiert mit den regionalen Jobcentern des Landkreises. Alle Informationen zu den Angeboten in Potsdam-Mittelmark hier.
Der heimische Mobilitätsversorger regiobus pm ist in Sachen Digitalisierung einen Schritt weiter: Abos, wie Schülerkarten, Ausbildungs- oder Job-Tickets, können jetzt online geordert werden. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo vom 11. Dezember 2025. Bild und Bildquelle: regiobus pm.
Bernd Reiher, 04.01.2026, 07:42 Uhr
Abos bei regiobus online buchbar
Als ersten Schritt zur Digitalisierung des Ticketangebotes bei regiobus Potsdam Mittelmark ist nun der Abo-Online-Service auf der Website des Unternehmens regiobus.pm freigeschaltet worden.
Er bietet die Möglichkeit, Abonnements für VBB-Tickets sowie für das Deutschlandticket bequem 24/7 online abzuschließen und zu verwalten. Neben einem einfachen Buchungsvorgang ermöglicht das Portal Änderungen wie Adressdaten und Bankverbindung ganz einfach.
„Wir freuen uns unseren Kundinnen und Kunden endlich einen digitalen Service zur Angebotsbuchung und -verwaltung bieten zu können. Es ist der erste Schritt auf dem Weg des weiteren Aufbaus eines modernen Kundenservice bei regiobus.“ Martin Grießner, Geschäftsführer regiobus pm
Nach der digitalen Bestellung des Abonnements wird eine VBB-fahrCard mit Datenchip zugesandt.
Am 9. Februar vor 100 Jahren hat der norwegische Ingenieur Erik Rotheim die Sprühdose erfunden. Ob der Tüftler damit gerechnet hat, dass seine Idee einmal zum Zankapfel werden könnte, weil man sie auch nehmen kann, um Häuser, Stromkästen oder Wände zu beschmieren?
Bernd Reiher, 03.01.2026, 07:40 Uhr
Sprayern jeden Alters eine Möglichkeit zu geben, ihrem Drang nach gesprühten Bildern auch ganz legal nachzugehen, dafür wurde kurz vor Weihnachten in den Havelauen eine neue Graffitiwand freigegeben. Lesen Sie mehr in einer Rathausinfo vom 22. Dezember 2025.
Sechs Projekte aus dem Zukunftshaushalt in Werder (Havel) umgesetzt
Sprühen erlaubt! Am Montag ist die neue Graffitiwand am Bolzplatz in den Havelauen gemeinsam mit Jugendlichen feierlich eingeweiht worden. Damit sind nun sechs von insgesamt neun Projekten aus dem Werderaner Zukunftshaushalt 2024/25 final umgesetzt. Die Graffitiwand ist eine Projektidee von Jugendlichen. Bei der Wahl zum Zukunftshaushalt im Februar haben 897 Schülerinnen und Schüler für das Projekt gestimmt und es auf den zweiten Platz der Wunschliste gewählt.
„Es freut mich sehr, dass wir binnen weniger Monate einen Großteil der Projekte umsetzen konnten und hier zum Jahresabschluss ein oft gewünschtes Angebot an die Jugendlichen übergeben können. Ich bedanke mich herzlich bei allen, die daran mitgewirkt haben! Durch diese zweite Graffitiwand in unserer Stadt schaffen wir ein Angebot, mit dem sich kreative Köpfe künstlerisch entfalten können.“ Bürgermeisterin Manuela Saß
Ebenfalls im Dezember wurde die Tischtennisplatte am Ufer der Regattastrecke aufgestellt. Zwei weitere Projekte werden voraussichtlich im Januar fertig: Auf dem Bolzplatz Werderwiesen auf der Insel sind bereits ein Volleyballnetz aufgestellt und die Basketballkörbe sowie ein Metalltor ersetzt worden. Im Frühjahr folgt die Erneuerung der Markierung auf dem Feld. Die Projektideen für den Bolzplatz hatte der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt eingereicht.
Außerdem in den letzten Zügen befindet sich das Projekt „Fotospots in Werder (Havel)“. Der Trinkwasserbrunnen wird im Rahmen der Errichtung der neuen öffentlichen WC-Anlage am Plantagenplatz umgesetzt. Mit dieser Maßnahme kann voraussichtlich im kommenden Jahr begonnen werden.
Aus dem Zukunftshaushalt 2024/25 wurden somit bisher final umgesetzt: Stadtflohmarkt, Air-Hockey-Platte im Jugendclub, Projekt zur Suchtaufklärung an Schulen, Volleyballplatz Insel, Graffitiwand und Tischtennisplatte Insel. Restmittel wurden dafür eingesetzt, das nächstfolgende Projekt – Platz 10 auf der Wunschliste – „Mülltrennung an Schulen“ zu beginnen. So befinden sich auf dem Schulhof der Carl-von-Ossietzky-Schule neue Trennsysteme.
Der Zukunftshaushalt ist das größte Projekt der Kinder- und Jugendbeteiligung in Werder (Havel). Beim dritten Durchgang des Zukunftshaushaltes stand ein Gesamtbudget von 100.000 Euro zur Verfügung. Pro Projekt konnten maximal 15.000 Euro ausgegeben werden. 1850 Kinder und Jugendliche haben sich an der Wahl in den Schulen im Februar beteiligt. Weitere Informationen unter: www.zukunftshaushalt.de
Nicht mehr rentabel, Personalmangel, Konkurrenz durch Versandhandel und Einkaufszentren auf der grünen Wiese: je ländlicher Brandenburg, umso sichtbarer wird das Ladensterben. Abhilfe könnten Automatenläden bringen.
Bernd Reiher, 02.01.2026, 12.40 Uhr
Gute Erfahrungen mit digitalen Kiosken gibt es zum Beispiel im Raum Leipzig im Fleischerhandwerk oder als Späti. In Werder wiederum funktioniert die Idee mit den Eierautomaten ganz gut und Teschendorf macht seit 2024 von sich reden mit dem digitalen Supermarkt „Emmas Kaufhalle“.
Automatenläden bedeuten: einkaufen rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Ihnen auch in der Breite mehr Chancen zu geben, dafür sollen jetzt Gesetzestexte angepasst werden. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo der Brandenburger SPD-Landtagsfraktion vom 25. September 2025.
Lebensqualität im ländlichen Raum sichern: SPD will Ladenöffnungsgesetz modernisieren
Weil in vielen Dörfern und Kleinstädten Läden geschlossen haben und Wege – besonders für Ältere ohne Auto – länger werden, sollen neue, digitale Versorgungsmodelle (z. B. Smart Stores, begehbare Automaten) rechtssicher und wirtschaftlich tragfähig ermöglicht werden.
Dafür braucht es eine Modernisierung des Brandenburgischen Ladenöffnungsgesetzes – mit klaren Regeln für 24/7-Zugänge, ohne die Sonn- und Feiertagsruhe der Beschäftigten anzutasten.
„Auf dem Land sind die Wege zum nächsten Supermarkt oft lang. Wer keinen Laden mehr im Ort hat, muss häufig viele Kilometer fahren, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Gleichzeitig gibt es Unternehmerinnen und Unternehmer, die moderne Konzepte für die Nahversorgung anbieten möchten. Damit sich diese Ideen rechnen, brauchen sie Rechtssicherheit und die Möglichkeit, ihre Angebote auch an Sonn- und Feiertagen zugänglich zu machen – ohne die Sonn- und Feiertagsruhe für Beschäftigte zu verletzen. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu sichern.“ Nadine Graßmel, sozialpolitische Sprecherin SPD
Wolfgang Roick, Sprecher für Demografischen Wandel der SPD-Fraktion, betont: „Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels müssen wir neue Wege gehen, um die Versorgung in der Fläche zu sichern. Digitale Hofläden und Smart Stores sind eine große Chance, die Selbstständigkeit älterer Menschen zu stärken und ländliche Regionen attraktiv zu halten. Mit der Modernisierung des Ladenöffnungsgesetzes schaffen wir Planungssicherheit für Betreiber und stärken regionale Wirtschaftskreisläufe.“
Mit dem gemeinsamen Entschließungsantrag fordern SPD und BSW die Landesregierung auf, bis Ende des ersten Quartals 2026 einen Gesetzentwurf vorzulegen, der folgende Punkte umsetzt:
Klare gesetzliche Definition für innovative, personalunabhängige Selbstbedienungsverkaufsstellen (z. B. Smart Stores, begehbare Automaten, digitale Hofläden).
Bürokratieabbau für Direktvermarkter, damit regionale Produkte unkompliziert vor Ort angeboten werden können
Rechtssicherheit für Betreiber durch die Möglichkeit der Öffnung an allen Tagen der Woche für unbemannte Systeme – unter Wahrung von Sonn- und Feiertagsruhe, Arbeitsschutz und kommunalen Belangen
Flankierend sollen Schutzstandards gesetzlich verankert werden: Jugendschutz und Altersverifikation (z. B. bei Tabak/Alkohol), Barrierefreiheit, Datenschutz, Lärmschutz sowie die Einbindung der Kommunen in Standort- und Sicherheitskonzepte. Zudem ist eine Evaluation nach zwei Jahren vorgesehen, um Wirkungen auf Nahversorgung, regionale Wertschöpfung und Akzeptanz vor Ort zu prüfen.
Pressesch(l)au Werder, Zentralorgan aktueller Netzmeldungen zum Thema Blütenstadt. Ausgabe 155 (KW01/26) unter anderem mit: Fasching, Neujahrsfeuer, der Scala im Scala, Jahresrückblicken und dem Musikfestival Werder klingt.
Bernd Reiher, 01.01.2026, 01:13 Uhr
Im Bild: Johanna und Karlheinz Kuhfuß waren junge Leute, als sie dem damals neuen sozialistischen Staat zu aufrührerisch waren und hingerichtet wurden. Seit November erinnert eine Gedenkstele an ihrer letzten Wohnadresse. An der Ostseite der CvO kämpft schon länger eine Gedenktafel gegen das Vergessen dieser tragischen Schicksale.
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Pressesch(l)au Werder KW01/26
„Kinder bieten Kindern ein einstündiges Programm mit Sängern, Tänzern und vielen Überraschungen. Ein Fest voller Fantasie, Freundschaft und fröhlicher Erinnerungen – mit Piraten, Clowns, Cowboys und den Helden der letzten Jahre“: Am 8. Februar wird Kinderkarneval gefeiert auf der Bismarckhöhe, notiert das Veranstaltungsportal regioactive.de.
Erlebe Whisky mit allen Sinnen – direkt dort, wo er entsteht: Zum Feuerwasser-Abend mit Drei-Gänge-Menü, Fassproben und Live-Destillation lädt am 24. Januar die Glina Whisky Destillerie.
„Wer Holz mitbringt, erhält einen Glühwein gratis“: Mit Kinderpunsch, Stockbrot, Glühwein, alkoholfreiem Punsch, Bier und Bratwurst wird am 10. Januar Neujahrsfeuer gefeiert in Derwitz.
Geomantie, Nachhaltigkeit und Müllvermeidung, Gewaltfreie Kommunikation, Wissenswertes über Demenzerkrankungen, Malen mit Eitempera, PC-Kurs „Office für Späteinsteiger„: Aus dem Jahresprogramm 2026 des Treffpunkt.
„Von etwa März bis Oktober ist unser Museum samstags, sonntags und feiertags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Wir suchen interessierte Menschen, die die BesucherInnen einlassen und freundlich begrüßen“: Neue Mitarbeiter/innen für die bald wieder anrollende Saison sind gern gesehen auf der Bismarckhöhe im Christian Morgenstern Literatur-Museum.
Senioren- und Bastelrunde: Am 8. Januar bei der Kirchgemeinde Glindow.
„Auch im neuen Jahr stehen wir vor wichtigen Aufgaben und Chancen. Gemeinsam wollen wir unsere Stadt weiterentwickeln, Bewährtes erhalten und neue Wege mit Augenmaß gestalten. Dabei bleibt der offene Dialog mit Ihnen ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit“: Tatsächlich ein Auszug aus der Neujahrsbotschaft des Werderaner Vizebürgermeisters Christian Große.
„Die Nähwerkstatt ist ausgestattet mit Overlock-/ Coverlock-Nähmaschine mit umfangreichem Programm und mehreren Nähmaschinen. Werkstatteinweisungen finden nach individueller Absprache statt“: Am 7. Januar lädt wieder zum Nähtreff („Ihr könnt mit einem Nähprojekt (reparieren oder etwas Neues) vorbeikommen“) die Klimawerkstatt.
Schmerztherapie, neuer/alter CDU-Kreisvorsitz, Heimatgeschichtliche Beiträge: Diesmal schon am 19. erschienen ist eine neue Ausgabe des Stadtreklameblättchens Werder Life.
Trunkenheitsfahrt Potsdamer Straße: „Im Rahmen einer Verkehrskontrolle wurde am Mittwochvormittag eine männliche Person fahrend ohne gültige Fahrerlaubnis angetroffen. Weiterhin ergab ein vor Ort durchgeführter Atemalkohol-Vortest einen Wert, der den Anfangsverdacht einer Straftat begründet. Eine Blutprobe wurde zur Sicherung des weiteren Verfahrens durchgeführt. Neben der Anzeigeaufnahme wurde die Weiterfahrt untersagt.“ Ereigniszeit: Mittwoch, 24. Dezember, 9.54 Uhr. Meldung vom 26. Dezember der Polizei.
Blick in die Backstube: Bietet samt Neujahrsgrüßen und Dank „für ein tolles Jahr“ seit 31. Dezember die Bäckerei Zillmann.
Lichtverschmutzung – künstliches Licht und seine Schattenseiten: Vortrag mit Lichtplanerin Caroline Vilbrandt am 21. Januar im Treffpunkt.
„Das Osterfeuer im Schützenpark und die Blütenparty waren wahre Höhepunkte, die viele Menschen zusammengebracht haben. Mit dem Kirsch- und Ziegelfest haben wir ein neues Konzept gewagt und großen Zuspruch erhalten. Auch der Aktionstag ‚Feuer und Flamme‘ des Landkreises und die Teilnahme des Heimatvereins Glindow und des Fördervereins historische Ziegeleien haben gezeigt, wie lebendig und kreativ unsere Gemeinschaft ist“: Aus den Weihnachts- und Jahreswechselgrüßen des Glindower Ortsvorstehers Fred Witschel.
Wilke Zentralheizungsbau: Zum 40-jährigen Betriebsjubiläum gratuliert seit 30. Dezember die Handwerkskammer. Glückwünsche zum 35-jährigen Meisterjubiläum gehen von selber Stelle an den Werderaner Maler- und Lackierermeister Edmund Funke.
„Noch vor Sonnenaufgang wurden wir zu einem Brandeinsatz alarmiert. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle stand eine größere Mülltonne bereits in voller Ausdehnung in Brand. Aufgrund der intensiven Flammenentwicklung bestand die Gefahr einer Brandausbreitung auf die nähere Umgebung“: Von einem „Brandeinsatz in den frühen Morgenstunden“ berichtet via Insta am Sonnabend die Freiwillige Feuerwehr.
Mülltonnenbrand: „Die Regionalleitstelle informierte die Polizei Samstagmorgen über den Brand einer Mülltonne. Diese stand unmittelbar an einer Hausfassade, welche dadurch mindestens oberflächlich beschädigt wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden. Zur Brandortermittlung wurde ein Kriminaltechniker eingesetzt.“ Ereigniszeit: Samstag, 27. Dezember 2025, 4:25 Uhr. Meldung zu obigem Vorfall auch am Sonntag von der Polizei.
„Das Programm wird im Januar bekannt gegeben und damit der Start des Vorverkaufs losgehen“: Vom 13. bis zum 15. März wird im Scala gefeiert die nächste Ausgabe des Musik-Festivals Werder klingt.
Köchin, Schulassistenz, leben „so nachhaltig, wie möglich“: Anika aus Werder war am 27. Dezember „Brandenburgerin der Woche“ des Blickpunkt.
„Die feierliche Saisoneröffnung der Mailänder ‚Scala‘ ist seit mehr als sieben Jahrzehnten die wohl wichtigste Opernpremiere des Jahres – in einem der bedeutendsten Opernhäuser der Welt. Doch bevor sich im Dezember der Vorhang für die erste Aufführung von Verdis Die Macht des Schicksals hebt, haben über 900 Künstlerinnen und Künstler, Choreographen, Handwerker und Bühnentechniker monatelang geplant, gebaut und geprobt – teils bis zur Erschöpfung“: Der Film „La Scala – Die Macht des Schicksals“ läuft am 4. Januar im Werderaner Scala.
„Lasst uns gemeinsam das neue Jahr begrüßen – mit Feuer, Musik und guter Stimmung“: Am 10. Januar lädt zum Neujahrsfeuer mit Feuerwerk, Spielmannszug und Stockbrot die Freiwillige Feuerwehr.
„Sanfter dunkler Freund, am Montag bist Du gegangen, sagt man. Es schmerzt. 11 Jahre waren wir ein Paar. 8 Filme zusammen gemacht. Die Welt zusammen bereist. Jahre der Fülle für uns Beide. Ich habe viel von Dir gelernt und Vieles durch Dich. Du warst immer da…Du bist immer da…Adieu mein sanfter, dunkler Freund“: Sehr berührender Abschiedsgruß an Uwe Kockisch seit 28. Dezember im Insta des Werderaner Duval.
Das Beste vom Werderaner Karneval: Gibt es offenbar am 16. Februar beim Rosenmontagsball auf der Bismarckhöhe zu erleben, verspricht seit 28. Dezember via Insta der Karnevalsclub Werder.
Erbseneintopf, Hähnchenbrust, Nudeln satt mit Gulasch, Bolognese oder Wurstgulasch: Unter anderem auf dem Speiseplan vom 5. bis zum 9. Januar der Kantine am Gutshof
„Tauchen Sie ein in pure Entspannung, untermalt von sanften, rhythmischen Klängen und Urlaubsatmosphäre“: Beats unter Palmen macht mit DJ Danny am 15. Januar wieder die Haveltherme.
Wortbühne Werder: Zum (nach erfolgreichem Auftakt) nächsten Poetry Slam lädt am 15. Januar das Scala.
Die finanzielle Situation der Stadt Werder ist von rosig weit entfernt. Glaubt man Vizebürgermeister Christian Große, ist die Höhe der Kreisumlage daran nicht ganz unschuldig. Immerhin: angeblich 20 Millionen Euro.
Bernd Reiher, 29.12.2025, 22:48 Uhr
Hört man sich aber in den Reihen von Stadtmitgestaltern und Grünen um, könnten Gründe für das Ungemach auch in der Haveltherme liegen, dem Baumblütenfest oder schleppenden und deswegen teurer werdenden Schulbauten.
Klamme Kassen hingegen werden derzeit nicht nur in Werder beklagt. Von der Prignitz bis nach Elbe-Elster stöhnen Bürgermeister und Kommunalpolitiker über immer schneller sich leerende Haushaltstöpfe.
Dachverband der brandenburgischen Gemeindevertretungen ist der Städte- und Gemeindebund. Dessen Vorsitzender Dr. Oliver Hermann formulierte auf der diesjährigen Mitgliederversammlung klare Forderungen an Land und Bund. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo des Städtebunds vom 26. November 2025.
Finanzkrise gefährdet Handlungsfähigkeit der brandenburgischen Städte und Gemeinden
Brandenburgs Kommunen erwarten klares Signal von Bund und Land
Die prekäre Finanzlage der brandenburgischen Städte, Gemeinden und Ämter stand im Mittelpunkt der heutigen Mitgliederversammlung des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg.
„In vielen Kommunen spitzt sich die finanzielle Lage drastisch zu. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wiesen die Haushalte der brandenburgischen Kommunen ein Defizit von 845,1 Millionen Euro aus.“ Dr. Oliver Hermann, Präsident Städtebund
Ursächlich dafür sind unter anderem steigende Personal-, Sach- und vor allem Sozialausgaben. Zugleich sind die kommunalen Einnahmen im ersten Halbjahr 2025 zurückgegangen. Neben der Gewerbesteuer, zeigen auch die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B rückläufige Entwicklungen. „Wir sehen, dass als Resultat zahlreiche Kommunen erneut Kassenkredite aufnehmen müssen oder Abgabenerhöhungen vorbereiten. Das gab es in Brandenburg lange nicht mehr“, so Dr. Hermann.
Die prekäre Finanzlage der brandenburgischen Städte, Gemeinden und Ämter wird sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzten, wenn nicht sogar zuspitzen. Nach den aktuellen Ergebnissen der Oktober-Steuerschätzung, fallen die Einnahmeerwartungen in den kommenden Jahren deutlich schlechter aus als bisher angenommen. Insgesamt ergeben sich im Zeitraum von 2025 bis 2029 Mindereinnahmen bei den gemeindlichen Steuern in Höhe von 302,4 Mio Euro.
„Wir erwarten von Bund und Land ein klares Signal zur Unterstützung. Die Kommunen dürfen nicht im Stich gelassen werden,“ so Dr. Hermann.
Der Verband kritisiert, dass viele Aufgaben, die Städte, Gemeinden und Ämter für das Land oder den Bund übernehmen, seit Jahren nicht kostendeckend finanziert werden. Dazu zählen soziale Leistungen, Schulsozialarbeit oder der Vollzug des Wohngeldgesetzes. „Das strikte Konnexitätsprinzip – wer bestellt, bezahlt – müsse endlich ausnahmslos eingehalten werden,“ fordert Dr. Hermann.
Zudem erwartet der Städte- und Gemeindebund Brandenburg eine dauerhafte Sicherstellung der Grundfinanzierung der Kommunen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleiches. Die Verbundquote von 22,43 Prozent müsse auch nach 2027 uneingeschränkt gültig bleiben. Der Vorwegabzug zu Gunsten des Landes von 147,6 Mio. Euro im kommenden Jahr ist ab 2027 wieder deutlich zu reduzieren.
Positiv bewertet der Verband die Verständigung über das bundesweite Sondervermögen, das den Kommunen in Brandenburg 1,5 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung stellt. Entscheidend sei jedoch eine unbürokratische Umsetzung. Diese Mittel müssten schnell und wirksam vor Ort ankommen. Hürden im Haushaltsrecht dürften den Einsatz nicht blockieren.
Dr. Hermann betonte abschließend: „Brandenburg steht vor großen finanziellen Herausforderungen. Wenn Städte, Gemeinden und Ämter ihre Aufgaben erfüllen sollen, braucht es finanzielle Unterstützungen von Bund und Land. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass die Kommunen ihre Aufgaben erfüllen können. Ohne handlungsfähige Städte, Gemeinden und Ämter ist die Demokratie vor Ort gefährdet.“
Mehr zur aktuellen Situation lesen Sie aus Sicht des Nabu nachfolgend in einer Medieninfo vom 19. Dezember 2025.
Fall Marina Zernsee lässt NABU an Rechtsstaat zweifeln
Behördenversagen beim Landkreis Potsdam-Mittelmark
Die Marina Zernsee in Werder hatte 2024 ihre Steganlage in ein Seerosenfeld hinein erweitert. Obwohl es sich dabei um ein besonders geschütztes Biotop handelt, lag dafür eine Genehmigung des Landkreises Potsdam-Mittelmark vor.
Dagegen legte der NABU Brandenburg Widerspruch ein und erwirkte mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht Potsdam, dass die neuen Bootsstege nicht in Betrieb genommen werden durften. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 20. November 2024 wurde vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am 17. Januar 2025 bestätigt und war dadurch unanfechtbar.
Der Landrat des Landkreises Potsdam-Mittelmark Marko Köhler lud daraufhin den NABU und die Betreiber der Marina zu einem Gespräch ein. Es wurden Standpunkte ausgetauscht und Mögichkeiten ausgelotet, wie Härten für die Marina in der Saison 2025 unter Wahrung von Naturschutzinteressen vermieden werden könnten. Der NABU unterbreitete dazu einen Kompromissvorschlag, wobei klar gemacht wurde, dass die Bereiche im Seerosenfeld und in unmittelbarer Nähe keinesfalls genutzt werden dürfen, um weiteren Schaden an dem geschützten Lebensraum zu verhindern.
Anstatt jetzt nach einem konstruktiven Kompromiss für die Saison 2025 zu suchen, gab es sowohl seitens des Landrats als auch des Betreibers keine Reaktion auf den Vorschlag des NABU. Die Betreiber der Marina ignorierten die Gerichtsentscheidungen und belegten die neue Steganlage 2025 mit Booten. Nach Drängen des NABU untersagte der Landkreis schließlich den Marina-Betreibern daraufhin die Stegnutzung unter Zwangsgeldandrohung. Dagegen klagte der Betreiber, wobei das Verwaltungsgericht die Klage abgewiesen hat. Eine Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts liegt jetzt beim Oberverwaltungsgericht und wird seit Monaten nicht entschieden.
Noch immer liegen Boote an den neuen Stegen. Damit sind in diesem Winter auch die Sichtbeziehungen vom Ufer aus über den Zernsee bis hin zum Naturschutzgebiet Wolfsbruch am anderen Ufer beeinträchtigt.
„Es ist skandalös, wie unsere Behörden in diesem Fall versagen. Obwohl es inzwischen mehrere Gerichtsentscheidungen gibt, wird der Landschaftsschutz und der Schutz des Seerosenfeldes als wertvoller Lebensraum gefährdeter Tiere und Pflanzen mit Füßen getreten.“ Björn Ellner, Vorsitzender NABU Brandenburg
Bei der Anlage der Marina Zernsee und insbesondere bei der neuen Steganlage wurden Gesichtspunkte des Landschaftsschutzes nicht berücksichtigt. Während die anderen komplexeren Steganlagen sich nahe der Autobahn- und Eisenbahnbrücke konzentrieren, bzw. vom See aus unsichtbar in den neuen Stichkanalkanal in den Havelauen hinein gebaut wurden, ragen die Stege der Marina Zernsee weithin sichtbar in den See hinein.
„Dass Landrat Köhler gegenüber der Marina Zernsee geltendes Recht nicht durchsetzt, lässt an der Rechtsstaatlichkeit des Landkreises Potsdam-Mittelmark zweifeln. Es kann nicht sein, dass die Verwaltung über unseren inzwischen mehr als zwei Jahre anhängigen Widerspruch noch immer nicht entschieden hat, obwohl im Januar bereits in zweiter Instanz gerichtlich festgestellt wurde, dass die Errichtung des Steges rechtswidrig ist“, empört sich Björn Ellner.
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