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Zwei neue Sirenen stärken Warnnetz in Werder (Havel)

Sirenen, so die Wikipedia, seien Einrichtungen zur akustischen Warnung, in der Regel „durch einen charakteristischen an- und abschwellenden Heulton“.

Bernd Reiher, 23.12.2025, 07:53 Uhr

Im öffentlichen Bereich würden Sirenen für die Alarmierung der Feuerwehr oder die Warnung im Katastrophenfall verwendet. Die Bezeichnung, so das Onlinelexikon schließlich, hätten heutige Sirenen im Jahr 1819 von Charles Cagniard de la Tour erhalten, der damit an die Sirenen der Mythilogie angeknüpft habe. Von zwei neuen Warnapparaten aus der Kategorie „Sirene“ in Werder erzählt eine Medieninfo der Stadtverwaltung vom 3. Dezember 2025.

Zwei neue Sirenen stärken Warnnetz in Werder (Havel)

Die Stadt Werder (Havel) hat ihr Warnnetz weiter ausgebaut. Am Parkhaus am Bahnhof und in den Havelauen sind zwei zusätzliche Sirenen in Betrieb gegangen. Damit schließt die Stadt eine Lücke in der Bevölkerungswarnung.

Durch die neuen Anlagen können künftig mehr als 5.000 Einwohner rund um das Bahnhofsumfeld, die Havelauen sowie Teile der Eisenbahnstraße, der Kesselgrundstraße und der Adolf-Damaschke-Straße erreicht werden. Die Sirenen sind digital gesteuert und bereits für mögliche Sprachdurchsagen vorgerüstet. Finanziert wurden die Anlagen aus städtischen Mitteln.

Im Alltag dienen die Sirenen der Gefahrenwarnung, etwa bei Unwetter, Großbränden  oder Schadstoffaustritten. Ausnahmsweise können sie für die Freiwillige Feuerwehr genutzt werden – etwa wenn die übliche Funkalarmierung nicht verfügbar sein sollte.

Mit den beiden neuen Standorten verfügt die Stadt einschließlich ihrer Ortsteile nun über zwölf aktive stationäre Sirenen. Sie werden an jedem ersten Samstag im Monat um 11 Uhrgetestet. Einmal im Jahr, am bundesweiten Warntag am 11. September, wird eine Testalarmierung durchgeführt.

Unlängst wurden außerdem neue Informationstafeln an den Standorten angebracht. Sie erklären die Signale und ihre Bedeutung. Weitere Hinweise zum Bevölkerungsschutz stellt die Stadt online bereit, darunter auch den aktuellen Sirenenflyer. (Link: www.werder-havel.de/service/bevoelkerungsschutz<http://www.werder-havel.de/service/dienstleistungen/4739-bev%C3%B6lkerungsschutz.html>)

In Gefahrenlagen gilt: Ruhe bewahren, Anweisungen von Feuerwehr, Ordnungsamt und Polizei folgen, Notrufnummern freihalten und sich über Regionalsender oder Behördenportale informieren.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/55-politik-rathaus/4937-zwei-neue-sirenen-stärken-warnnetz.html

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Rathaus: Sechzig Jahre Feuerwehr und eine Freundschaft, die geblieben ist

Erhard Schulz und Wilfried Krüger, beide 75, sind seit sechs Jahrzehnten Teil der Feuerwehr Werder (Havel). Ihre Geschichte erzählt vom Wandel des Einsatzgeschehens, von technischer Entwicklung – und einer langen Kameradschaft. Aufgeschrieben hat sie das Rathaus für eine Medieninfo vom 1. Dezember 2025. Bild und Bildquelle: Stadt Werder/Havel.

Bernd Reiher, 20.12.2025, 13:08 Uhr

Sechzig Jahre Feuerwehr – und eine Freundschaft, die geblieben ist

Sie kennen sich seit der Schulzeit, brachten sich gemeinsam ein und sie wurden nun gemeinsam geehrt: Erhard Schulz und Wilfried Krüger, beide 75, haben vom Land Brandenburg die Medaille für treue Dienste in Gold in Anerkennung 60-jähriger Pflichterfüllung in der Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel) erhalten. Zwei Kameraden, die über Jahrzehnte hinweg erlebt haben, wie sich Feuerwehrdienst, Technik und Einsatzgeschehen verändert haben.

Von der Schulbank ins Gerätehaus

Ihr Anfang liegt 1962 in der Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“. Dort übten bis zu zwanzig Jungen und Mädchen Feuerwehrknoten, den Umgang mit der Kübelspritze und den Löschgruppenaufbau. „Jeder wollte zu den Neun gehören, die bei den Wettkämpfen die Löschgruppe stellten“, erinnert sich Erhard Schulz. Daraus wuchsen Freundschaft und eine frühe Bindung zur Feuerwehr.

1965 begann die aktive Dienstzeit. Wilfried Krüger erinnert sich daran, wie beengt der Dienst damals war: das kleine Depot hinter der Polizei, zwei Fahrzeuge, rußige Garagenluft und Sirenen, die später der Funkalarmierung und schließlich den digitalen Pagern wichen. Den Löschfahrzeugen folgten die Einsatzkräfte in jenen Jahren noch mit Fahrrad, Moped oder Trabant.

Einsätze, die im Gedächtnis bleiben

Zu den frühen Bildern gehören die Böschungsbrände entlang der Bahnstrecke. Der Funkenflug der Dampflokomotiven oder heißer Bremsen setzte Gräser in Brand, oft blieb nur der Spaten zum Löschen. Gewitterlagen prägten den Sommer: Wenn der Himmel schwarz wurde, traf man sich im Gerätehaus zur Bereitschaft – auf den Hängerdeichseln sitzend und bereit zum Helfen.

Andere Situationen blieben aus politischen Gründen in Erinnerung. Als das Dach des Kesselhauses vom VEB Vulkanfiber an einem Wahlsonntag brannte, wurde dahinter der Klassenfeind vermutet, die Feuerwehr stand unter Beobachtung der Polizei. Auch der 9. November 1989 hat sich eingeprägt: Vor dem Ausbildungsdienst lief der Fernseher, doch Schabowskis Worte zogen vorbei, ohne dass jemand die Tragweite erkannte.

Neue Räume, neue Aufgaben

Ein Einschnitt in der Geschichte der Werderaner Feuerwehr war der Umzug ins neue Gerätehaus in der Kemnitzer Straße. Erhard Schulz erhielt dort eine der fünf Dienstwohnungen und lebte dort mit seiner Familie 30 Jahre. Bei Wilfried Krüger zeigte sich die besondere Bindung zur Feuerwehr auf eine ganz andere Art: Er wurde nach seiner Lehrausbildung Mitglied der Berufsfeuerwehr Potsdam und war dort, parallel zur Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel), bis zur Rente tätig.

Der erste Einsatz vom neuen Depot ließ nicht lange auf sich warten: 1973 brannte die Mühle auf der Insel, ein Ereignis, das der ganzen Stadt im Gedächtnis blieb. Wenige Jahre später gehörten die Werderaner zu den ersten Einsatzkräften bei einem der schwersten Brände der Region – dem Waldbrand bei Seddin 1976, bei dem die Flammen bis über die Autobahn sprangen.

Die Stadt war immer auf ihre Feuerwehr angewiesen. Ende der 1970er-Jahre verpflichtete der Rat der Stadt Werderaner Bürger sogar zu drei Jahren Feuerwehrdienst, weil Personal fehlte. Einige erfüllten ihn pflichtschuldig, andere entdeckten dabei ihre Leidenschaft für die Feuerwehr – und blieben viele Jahre.

Mehr Einsätze, neue Technik und starke Gemeinschaft

Mit der Wende verdoppelten sich die Einsatzzahlen, vor allem wegen des Unfallgeschehens auf der Autobahn. Massiver Verkehr, fehlende Leitplanken und ältere Fahrzeuge sorgten für schwere Lagen. „Wir haben viele tödliche Unfälle erlebt“, sagt Erhard Schulz. Der Austausch nach solchen Einsätzen war wichtig, um die Bilder zu verarbeiten: Man fuhr nicht einfach nach Hause, man sprach miteinander.

Parallel veränderte sich die Technik rasant. 1991 bekam die Feuerwehr ihren ersten hydraulischen Rettungssatz – ein Spreizer und eine Schere. Damit begann eine neue Qualität der technischen Hilfeleistung. 1992 stiftete die Firma Herbstreit & Fox der Wehr ihr Tanklöschfahrzeug 16/22 GMK-W50 (Baujahr 1988), das zuvor bei der Betriebsfeuerwehr des Pektinwerkes stand.

Auch für die Autobahn ausgestattet

Ab 1994 verbesserte sich die Ausrüstung Schritt für Schritt: Ein Tanklöschfahrzeug 16/46 von Magirus mit 4600-Liter-Tank und einem zusätzlichen hydraulischen Rettungssatz kam dazu, ebenso ein neuer Rüstwagen. Damit war Werder adäquat für das wachsende Einsatzgeschehen auf der Autobahn ausgestattet.

Auch schwere Lagen gehören zu den Erinnerungen. 2004 brannte eine Lagerhalle. Bei der Lageerkundung explodierten zwei Gasflaschen, der Einsatzleiter Stephan Kranig wurde schwer verletzt. Er erholte sich vollständig – und ist heute Stadtwehrführer.

Erhard Schulz und Wilfried Krüger gehören derweil seit 2008 und 2010 zur Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel). Sie haben eine Feuerwehr erlebt, die aus engen Garagen herausgewachsen ist, sich technisch weiterentwickelt hat und deren Stärke immer im Miteinander lag.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/125-jugend,-familie-soziales/4930-sechzig-jahre-feuerwehr-–-und-eine-freundschaft,-die-geblieben-ist.html

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Foto der Woche: Das abends leuchtende, neue Signet am Feuerwehrhaus

Dass der neue Blickfänger am Feuerwehrhaus, gegenüber dem Treffpunkt „abends effektvoll beleuchtet“ sei, war zum neuen Look der Werderaner Feuerwehrzentrale in einer städtischen Medieninfo zu lesen.

Bernd Reiher, 3. Oktober 2025, 21.37 Uhr

Ein Satz, gleich einer Einladung für die Lokalbloggerei von werderanderhavel.de, sich ein eigenes Bild vom neuen Leuchtkasten zu machen. So geschehen am Abend des 29. September.

Der viergeteilte Rundling symbolisiert die Hauptaufgabenbereiche Retten, Löschen, Schützen und Bergen. Gemeint sind damit Brandbekämpfung, Katastrophenschutz, Rettungsdienst und Technische Hilfeleistung.

Erschaffen wurde das Original des Signets im Jahr 1973 vom Essener Künstler Bernd Rösel für den Deutschen Feuerwehrverband. In Werder soll es auch für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr werbend leuchten. 

Dass sie besonders in diesem Jahr ordentlich zu tun hatte, war der Jahresbilanz des Stadtwehrführers auf der Sitzung des SOBiKuST-Ausschusses am 10. Juli zu entnehmen: „Die Qualität der Einsätze 2025 hat bisher alles übertroffen.“

Dabei wurde auch überlegt, ob es angesichts des Wachstums der Stadt bald ratsam werden könnte, zumindest in Teilen über eine Berufsfeuerwehr für Werder nachzudenken.

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Rathaus: Neuer Look für Feuerwehrgerätehaus

Werder (Havel), 14.09.2025 – Retten, löschen, bergen, schützen: Die vier Hauptaufgabenbereiche der Feuerwehren werden symbolisiert im Signet des Feuerwehrverbandes. Das Emblem ziert seit Kurzem die Fassade des Feuerwehrgebäudes am Plantagenplatz. Lesen Sie mehr in einer Presseinfo des Rathauses vom 27. August 2025.

Neuer Anstrich und neues Signet für Feuerwehrgerätehaus

Das Feuerwehrgerätehaus in Werder (Havel) zeigt sich in neuem Glanz: In den vergangenen Wochen hat das Gebäude einen frischen Anstrich erhalten. Ein besonderer Hingucker ist das bekannte Feuerwehr-Signet, das seit Kurzem die Fassade schmückt. Es steht für die zentralen Aufgaben der Feuerwehr – Retten, Löschen, Bergen, Schützen – und macht diese auf einen Blick sichtbar.

Gestaltet wurde das Symbol bereits 1973 vom Essener Künstler Bernd Rösel im Auftrag des Deutschen Feuerwehrverbands. Heute wirbt es, abends effektvoll beleuchtet, am Werderaner Gerätehaus nicht nur für die wichtige Arbeit der Feuerwehr, sondern auch für neue engagierte Mitglieder, die Teil des Teams werden möchten.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/125-jugend,-familie-soziales/4817-neuer-anstrich-und-neues-signet-für-feuerwehrgerätehaus.html

Polizeimeldung: Küchenbrand Schubertstraße

Werder (Havel), 05.09.2025 – Meldung der Polizeidirektion West vom 5. September 2025. Quelle: Dienstbereitschaft PD West.

Küchenbrand im Mehrfamilienhaus

Ort: Werder (Havel), Schubertstraße Zeit: Donnerstag, 04.09.2025, 19 Uhr

Anwohner eines Mehrfamilienhauses meldeten dichte Rauchwolken und einen schrillenden Rauchmelder aus einer Wohnung. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich keine Personen in der Wohnung, die sich im vierten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses befindet, so dass sich Einsatzkräfte der Feuerwehr dann Zutritt über ein Fenster verschafften.

Sie erkannten den Brand im Bereich des Küchenherds und löschten diesen. Nach ersten Erkenntnissen könnte die Elektronik eines Küchengerätes aufgrund eines Defektes in Brand geraten sein. Dies zu klären ist nun Aufgabe der Polizei. Diese hat nun die Ermittlungen eingeleitet.

Brandursachenermittler waren vor Ort und haben Spuren gesichert. Die Mieterin der Wohnung wurde zu dem Vorfall informiert und vor Ort. Die Wohnung blieb weiter bewohnbar. Über die Höhe des Gesamtsachschadens liegen bislang keine Informationen vor.

Rathaus: 514 Feuerwehreinsätze im vergangenen Jahr

Werder (Havel), 12.04.2025 – Darunter waren unter anderem 84 Brände und 102 Rettungseinsätze. Lesen Sie mehr von der blütenstädtischen Feuerwehrbilanz 2024 in einer Pressinfo des Rathauses vom 27. März 2025.

514 Feuerwehreinsätze im vergangenen Jahr

„VU Klemm“ heißt das Stichwort, wenn nach Verkehrsunfällen Menschen aus zerquetschten Autos befreit werden müssen. Die Fotos, die Stephan Kranig als Stadtwehrführer bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel) in seiner Präsentation von der A10 zeigte, waren beängstigend: Im Juli war ein Auto auf einen Schilderwagen geprallt, im August ein Kleintransporter auf einen Lkw und im Oktober ein Reisebus auf ein Auto am Stauende.

Während von einigen Unfallfahrzeugen nur Fragmente übrig blieben, konnten die verletzten Menschen befreit werden. Scheren, Spreizer, Sägen und Seilwinden befinden sich dafür unter anderem in den Löschfahrzeugen und dem in Werder (Havel) stationierten Rüstwagen. Für deren Nutzung sind die Feuerwehrleute umfassend ausgebildet.

Zu 514 Einsätzen sind die sieben Werderaner Ortsfeuerwehren im vorigen Jahr alarmiert worden. 84 davon waren Brandeinsätze, 245 technische Hilfeleistungen. Die erst 2023 gegründete First-Responder-Einheit der Feuerwehr wurde 102-mal zur Rettung von Menschenleben gerufen.

Zu den besonderen Brandeinsätzen zählte Stephan Kranig den Brand einer Erdsauna in Glindow im Juli und im Kunst-Geschoss im September, wo schwerer Schaden zum Glück verhindert werden konnte. Nichts geht ohne Training, so dass die Löschgruppen im April einen schweren Busunfall in Töplitz und bei einer Großübung im November eine Zugkollision mit Brandausbruch am Bahnhof geübt haben.

Der 1. Beigeordnete Christian Große benannte am Freitagabend wichtige Investitionen des vergangenen Jahres: Ein neuer Einsatzleitwagen für die Stützpunktfeuerwehr Werder und ein Löschfahrzeug LF 20 für Glindow wurden angeschafft. Für die Töplitzer Feuerwehr wurde ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10 bestellt, es soll in diesem Jahr eintreffen. Alle Fahrzeuge wurden ohne Fördermittel durch die Stadt Werder (Havel) beschafft.

Allein die Unterhaltung und das Leasing von Fahrzeugen und Geräten, die Bewirtschaftungs- und Erhaltungskosten der Feuerwehrgerätehäuser, die Ausbildung Ersatzbeschaffungen für Bekleidung sowie Aufwandsentschädigungen und Verdienstausfälle für die Einsatzkräfte summierten sich im vergangenen Jahr auf mehr als 550.000 Euro.

Vize-Stadtwehrführer Stefan Bohnebuck gab weitere Einblicke in die Jahresstatistik 2024. Von den 410 Mitgliedern der Feuerwehr sind 218 in der Einsatzabteilung, 57 in der Alters- und Ehrenabteilung, 102 in der Jugendfeuerwehr und 33 im Spielmannszug. Die Einsatzstärke ist damit um zwei Feuerwehrleute gestiegen.

102 Feuerwehrleute nahmen an Aus- und Weiterbildungen auf Kreis- und Landesebene teil. Bei der Jahreshauptversammlung konnten wieder Dutzende Mitglieder nach der im November 2024 eingeführten neuen Tätigkeitsverordnung befördert werden. Für 40 Jahre ehrenamtliche Mitgliedschaft erhielten Wolfgang Schwarz und Mathias Walter die Medaille für Treue Dienste in Gold.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/125-jugend,-familie-soziales/4676-514-einsätze-in-einem-jahr.html

Polizeimeldung: Baum brannte in Glindow

Werder (Havel), 15.06.2024 – Meldung der Polizeidirektion West vom 13. Juni 2024. Quelle: polizei.brandenburg.de.

Baum in Brand geraten

Ort: Werder (Havel), Glindow, Heinrich-Heine-Straße Zeit: Donnerstag, 13.06.2024, 11:11 Uhr

Feuerwehr und Polizei sind am Vormittag in den Werderaner Ortsteil Glindow gerufen worden. Aus bislang ungeklärter Ursache war dort ein Baum auf einem Grundstück in Brand geraten.

Durch das Feuer wurde auch ein angrenzender Schuppen beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Die Feuerwehr löschte den Brand. Durch die Polizei wurde eine Anzeige wegen des Verdachts eines Brandstiftungsdelikts aufgenommen und weitere Ermittlungen eingeleitet. Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf etwa 1.000 Euro geschätzt.

https://polizei.brandenburg.de/pressemeldung/baum-in-brand-geraten/4882522

Bild Detlev und Frank Huber Feuerwehr Töplitz Bildquelle Stadt Werder

Rathaus: Feuerwehr Töplitz wird 100 Jahre alt

Werder (Havel), 14.06.2024 – Info der Stadtverwaltung zum Jubiläumsfeuerwehrfest mit Familienprogramm und Technikausstellung am Sonnabend vom 11. Juni 2024. Bild: Detlev und Frank Huber, Feuerwehr Töplitz. Bildquelle: Stadt Werder.

Feuerwehr Töplitz wird 100 Jahre alt

Die Feuerwehrlaufbahn von Detlev Huber hat 1973 beim Töplitzer Karneval begonnen. Mit zwei Freunden war er kostümiert zu Mohr marschiert. Tante Vera am Einlass ließ die Jungs kurz warten und kam mit dem Feuerwehrchef zurück. „Wenn ihr reinwollt, müsst ihr bei der Feuerwehr mitmachen“, hieß es dann. „Wir hatten keine Wahl“, erinnert sich Detlev Huber.

Die drei 16-jährigen Jungs wurden Feuerwehrmitglieder. Detlev Huber wurde mit einer blauen Kombi und Gummistiefeln ausgestattet. Der Feuerwehrhelm war ein Überbleibsel der Wehrmacht, „aber schon mit Nackenschutz“. Der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten, und es war gleich einer der größten in der mittlerweile 100-jährigen  Feuerwehrgeschichte.

Im Sommer 1974 brannte im Wildrosenweg der Bungalow eines Bäckermeisters. Im Ort heulten die beiden Sirenen. In der Ortsmitte hatte die LPG schon ihren IFA H3A bereitgestellt. Die Schlauchhaspel wurde auf die Ladefläche gewuchtet und die Tragkraftspritze an die Hängekupplung gekoppelt. Auf der Fahrt zum Einsatzort blies ein Kamerad auf der Ladefläche in ein Signalhorn.

Irgendwann war die Einsatztruppe am Brandort – Flammen schlugen aus dem Dach und der Bungalow war nicht mehr zu retten, erzählt Detlev Huber, der heute Sprecher des Fördervereins der Feuerwehr ist. Einen Effekt hatte dieser Brand allerdings: Die Töplitzer Feuerwehr wurde danach deutlich besser ausgestattet.

Wenn am 15. Juni in Töplitz das 100. Jubiläum gefeiert wird, dann wird das nicht die einzige Geschichte sein, an die man sich erinnert. 40 Einsätze hat die Feuerwehr in der Gegenwart pro Jahr durchschnittlich. In Sturmjahren waren es auch schon mal doppelt so viele, erzählt Frank Huber, der Bruder von Detlev Huber, der nächstes Jahr 50 Jahre bei der Feuerwehr ist und damit den Gutteil der Feuerwehrhistorie kennt.

Drei Viertel der Töplitzer Einsätze sind sogenannte technische Hilfeleistungen, zum Beispiel Unfälle auf der Autobahn oder Ölfilme auf der Havel, zu denen mit dem Boot ausgerückt wird.  Die neue First-Responder-Einheit kam im Ort schon viermal zu lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen zum Einsatz.

Der letzte Brandeinsatz war Pfingstsonntag ein Blitzschlag in der Neu-Töplitzer Straße: „Ein ausgehöhlter Baum in einer Baumgruppe am Wegrand brannte danach wie eine Fackel“, so Frank Huber. Erkannt wurde der Brand durch die Rauchentwicklung. Die Flammen habe man erst beim Blick in die Baumkronen entdeckt.

Mit 18 Leuten war die Feuerwehr 1924 gegründet worden. Erster Wehrführer war, so lässt es sich der Feuerwehrchronik entnehmen, Otto Fischer. Bis heute pflegt die Feuerwehr noch eine funktionsfähige Handdruckspritze aus der Gründungszeit, die beim Jubiläumsfest im Betrieb zu erleben sein wird.

Am anderen Ende der Geschichte steht der Neubau eines Feuerwehrdepots im Jahr 2017 oder das Waldbrandtanklöschfahrzeug Typ Brandenburg von Tatra, ein geländegängiger Allradler, der zu den bemerkenswertesten  Fahrzeugen aller Werderaner Ortswehren gehört.

Der 18 Tonnen schwere Allradler mit 400 PS fasst 4600 Liter Wasser, hat eine Wasser-Durchfahrtshöhe von 1,1 Meter und diverse Zubehöre wie eine Selbstbergewinde, einen Frontmonitor oder eine Schaumanlage zu effektiven Waldbrandbekämpfung. Schon drei Monate nach der Inbetriebnahme bestand der Tatra im Juni 2022 mit der Töplitzer Mannschaft die Feuerprobe bei den Großbränden in Beelitz und Treuenbrietzen.

An Mannstärke hat es in der Geschichte selten gefehlt, was auch an den Hubers liegt: Stefan Huber, der Sohn von Detlev Huber, ist Töplitzer Ortswehrführer. Jana Huber, Tochter von Frank Huber, ist Stellvertretende Ortswehrführerin, sein Sohn Jens Mitglied. Detlev Hubers Sohn Basti hat es indes durch Umzug zur Feuerwehr Glindow verschlagen.

Die Töplitzer Einsatzabteilung hat heute 21 Mitglieder. 13 Jungen und Mädchen machen bei der Jugendfeuerwehr mit, aus der erfolgreich Nachwuchs gewonnen werden kann, heute ganz ohne Zwang. Ein Enkelsohn von Frank Huber konnte noch nicht überredet werden, er spielt lieber Fußball. Aber wer kann schon in die Zukunft schauen?

Tag der Feuerwehr in Töplitz: Mit Familienprogramm und Technikausstellung am Samstag, den 15. Juni, von 15 bis 22 Uhr im Feuerwehrdepot Töplitz, Neu-Töplitzer Straße 1.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/jugend-familie/4384-von-der-handdruckspritze-zum-400-ps-allradler.html

Bürgermeisterin Saß hat der Glindower Feuerwehr feierlich übergeben. Quelle: Stadt Werder, Presse, hkx.

Rathaus: Neues Löschfahrzeug für Feuerwehr Glindow

Werder (Havel), 01.06.2024 – Seit dem 25. Mai hat Glindow jetzt auch offiziell sein neues Feuerwehrauto. „LF20“ ist die Typenbezeichnung für das stolze Maschinchen. Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung der Stadtverwaltung vom 21. Mai 2024. Bild: Bürgermeisterin Saß hat der Glindower Feuerwehr feierlich übergeben. Quelle: Stadt Werder, Presse, hkx.

Glindows Feuerwehr nimmt neues Löschgruppenfahrzeug in Empfang

Es hat Platz für neun Kameraden, kann 2400 Liter Wasser fassen und ist für verschiedenste Rettungseinsätze ausgestattet. Die Rede ist von dem neuen Löschgruppenfahrzeug LF20 der Firma Rosenbauer, das Bürgermeisterin Manuela Saß am Samstag der Glindower Ortsfeuerwehr feierlich übergeben hat.

„Unsere Feuerwehren mit moderner Technik auszustatten, ist nicht nur unsere Pflicht, sondern auch eine Herzensangelegenheit im Sinne der freiwilligen Kameraden.“

Manuela Saß, Bürgermeisterin

Das neue Schmuckstück, das ins Glindower Gerätehaus einzieht, hat einen Wert von rund 542.000 Euro, finanziert aus dem städtischen Haushalt.

Dahinter stecken ein 16 Tonnen schweres Fahrgestell mit 300 PS und Allradantrieb. Die Pumpe kann pro Minute 3000 Liter Wasser fördern, das in alle Richtungen schnell abgegeben werden kann. Das Fahrzeug bringt einen umfangreichen Rettungssatz für das Befreien von eingeklemmten Personen mit, kann große Lasten heben und ist für die Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden ausgestattet.

Ein Faltbehälter, der zusätzlich 5000 Liter Wasser aufnehmen kann, unterstützt bei Wald- und Vegetationsbränden. Und auch für ein weiteres Extrem sind die Glindower Feuerwehrleute mit dem LF20 gewappnet: Ein Mayday-Bord mit Überlebensanzug und weiterem Zubehör ermöglicht die Rettung von Personen, die in Eis eingebrochen sind.

Die Anschaffung des Fahrzeugs geht auf den Gefahrenabwehrbedarfsplan der Stadt Werder (Havel) zurück, den die Stadtverordneten 2019 verabschiedet hatten. „Einige Ziele daraus haben wir bereits erreicht – dieses Fahrzeug ist ein weiterer Meilenstein“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß. Die Errichtung des Schulcampus und die perspektivische Neuerschließung des Gewerbegebietes in Glindow führen in der Planung zu einem höheren Bedarf bei der Gefahrenabwehr. Die Aufrüstung der Technik der Glindower Wehr soll dem Rechnung tragen. 

Für die Glindower Feuerwehr ist es bereits das dritte neue Fahrzeug in fünf Jahren: 2020 wurde das Tanklöschfahrzeug TLF 4000 St im Wert von 380.000 Euro angeschafft und voriges Jahr ein neuer Mannschaftstransportwagen im Wert von 72.734 Euro übergeben. In den nächsten vier Jahren werden mehr als zwei Millionen Euro in die Anschaffung neuer Fahrzeuge für die Werderaner Feuerwehren investiert.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/politik-rathaus/4355-aufgerüstet-glindows-feuerwehr-nimmt-neues-fahrzeug-in-empfang.html

Rathaus: Doppeljubiläum der Feuerwehr Plötzin

Werder (Havel), 11.05.2024 – Im Jahr 2029 dürfte Plötzins Feuerwehr 100. Geburtstag haben. Das heißt für 2024: der 95. steht auf dem Plan. Gefeiert wird am 25. Mai. Lesen Sie mehr in der Rathausinfo vom 7. Mai 2024. Bildquelle: Stadt Werder, Presse.

Doppeljubiläum der Feuerwehr Plötzin

Die Freiwillige Feuerwehr Plötzin und die Jugendfeuerwehr Plötzin begehen am 25. Mai 2024 ein Doppeljubiläum: Gefeiert werden an diesem Tag 95 Jahre Freiwillige Feuerwehr. „Das heißt zusammenhalten und im Ehrenamt für den Nächsten bereitstehen“, so Madlen Belß, Stellvertretende Ortswehrführerin. „Außerdem liegt uns die Nachwuchsgewinnung sehr am Herzen und daher können wir bereits auf eine 25-jährige Jugendfeuerwehrarbeit zurückblicken.“

Anlässlich dieser Jahreszahlen werde am 25. Mai „ein Tag für unsere Mitmenschen und Dorfbewohner“ veranstaltet.  Gleichzeitig werden die Stadtmeisterschaften im „Löschangriff nass“ der Feuerwehren der Stadt Werder (Havel) ausgerichtet und parallel der Pokallauf ausgekämpft.

Um etwa 10 Uhr soll mit den Wettkämpfen der Kinder- und Jugendfeuerwehren begonnen werden. Gestartet wird in den Disziplinen Gruppenstaffette und Löschangriff. Anschließend erfolgt um zirka 12 Uhr die offizielle Eröffnung des Festes. Weiter geht es dann mit den Wettkämpfen der erwachsenen Kameraden im „Löschangriff nass“, wobei sowohl Männermannschaften als auch eine Frauenmannschaft antreten.

Es geht dann nicht nur um den Titel Stadtmeister 2024, sondern im zweiten Wertungslauf auch um den Titel Pokallaufsieger 2024. Mit einer Siegerehrung gegen 15 Uhr soll der Wettkampf beendet werden. Die Gäste sind dann eingeladen zu Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. Ab 19 Uhr startet die Jubiläumsparty „Flammen Fete“ mit der Eventcrew.

Am ganzen Tag wird für das leibliche Wohl, Spaß, Spiel und musikalische Unterhaltung gesorgt. Als Highlight des Tages werden die Kinder der Jugendfeuerwehr eine Einsatzvorführung geben. Es wir eine Ausstellung historischer Feuerwehrfahrzeuge und der Feuerwehrchronik geben. Für alletechnikbegeisterten Besucher werden auch moderne Fahrzeuge der Feuerwehr Werder (Havel) vor Ort sein.

In der Einsatzabteilung kann die Plötziner Feuerwehr mit Baumblütenkönigin Theresa Tauchert sogar eine „Majestät“ vorweisen.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/jugend-familie/4342-feuerwehr-plötzin-feiert-doppeljubiläum.html