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BUND: Seen in Brandenburg akut gefährdet

Werder (Havel), 25.05.2024 – In der Meldung vom Mittwoch bei werderanderhavel.de ging es auch um die „hervorragende Badegewässerqualität“ am Strandbad Werder. Dumm nur, dass am zugehörigen Gewässer vom kostbaren Gut immer weniger vorhanden ist.

Der Wasserstand des Plessower Sees sei zwischen 2013 und 2020 um einen halben Meter zurückgegangen, heißt es im Seenreport des Naturschutzbund BUND. Ursachen dafür seien die Folgen des Klimawandels und hohe Grundwasserentnahmen für Trink- und Brauchwasser, sprich: Brunnen. Nachzulesen ist dies im Seenreport des Brandenburger Landesverbandes des BUND. Lesen Sie hier die zugehörige Pressemitteilung. Direkt zum Seenreport (mit dem Plessower See ab Seite 15) geht es hier.

Seen in Brandenburg akut gefährdet

Der BUND Brandenburg hat in seinem Seenreport die Gefährdung der Seen in Brandenburg dokumentiert. Dabei wird deutlich, dass die Gefährdung nicht allein ein regionales Problem ist. Vielmehr wird deutlich, dass die Seen durch den Klimawandel und den damit einhergehenden Rückgang der Grundwasserstände bedroht werden.

Der BUND Brandenburg hat einen Seenreport über den Zustand von 17 repräsentativen Seen verfasst. Im Report wurde ersichtlich, dass die Landnutzung in der Umgebung und der prekäre Landschaftswasserhaushalt den Seen zusetzen.

Der BUND musste aber auch gleichzeitig feststellen, dass die Seen in Brandenburg massiv durch den Klimawandel beeinträchtigt werden. Insgesamt steht weniger Wasser für die Grundwasserneubildung zur Verfügung. Viele Seen in Brandenburg sind aber abhängig vom Grundwasser.

„Kommt es durch die Überschreitung der 1,5 Grad-Grenze zu einem katastrophalen Klimawandel, droht der Totalverlust der Brandenburger Seen. Wir haben aber weitere fünf Jahre Stillstand bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Klimaanpassung in Brandenburg erlebt.“

Thomas Volpers, stellvertretender Landesvorsitzender BUND Brandenburg

In der Tat kommt Brandenburg bei der Klimaanpassung nicht voran. Die Landesregierung hat die ganze Legislatur gebraucht, um überhaupt einen Klimaplan auszuarbeiten, der beinahe vom Ministerpräsidenten gestoppt worden wäre.

Entscheidende Gesetze für die Klimaanpassung wurden nicht angegangen bzw. gestoppt. So liegt für das Jagdgesetz zwar ein Entwurf vor, dieser wird aber im Landtag nicht behandelt. Wald- und Wassergesetz wurden gar nicht erst angegangen. Wichtige Programme wie der Moorschutz werden immer wieder von Lobbyverbänden wie dem Bauernverband attackiert. Außerdem gibt es kaum Fortschritte bei der Anpassung der Arbeit der Wasser- und Bodenverbände vor Ort. Zu sehr wird der Schwerpunkt immer noch auf die sogenannte schadlose Wasserableitung gelegt. Darüber hinaus ist die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie seit vielen Jahren mehr als mangelhaft. Der BUND hat entsprechend Klage gegen den Bewirtschaftungsplan Oder eingelegt.

Geradezu fahrlässig geht die Landesregierung mit der Braunkohlenachsorge um. Es erfolgte bisher keine Festlegung von Sicherheitsleistungen für die Tagebaunachsorge. Es gab bisher keine unabhängige Überprüfung der Rückstellungen des Tagebaubetreibers zur Finanzierung der Nachsorge. Auf die Nichtfertigstellung der Dichtwand am Tagebau Welzow hat das Bergamt lediglich mit einer Verlängerung der Frist reagiert, obwohl auch die Einhaltung dieser Frist unwahrscheinlich ist. Die Lausitzer Seenkette wurde durch die Verzögerung nachhaltig geschädigt. Die sogenannte Vorsorgevereinbarung ist in wesentlichen Teilen der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Durch keine der von der Landesregierung verfassten Strategien ist eine Bremsung der Landschaftsversiegelung zu erwarten. Auch die Versiegelung ist ein wichtiger Faktor für die Behinderung der Grundwasserneubildung.

„Fragt man Leute, warum sie in Brandenburg leben, stehen sehr oft die schöne Natur und die Landschaft an erster Stelle. Diese Landschaft erhält durch die Seen und Flüsse ihren unverwechselbaren Charakter. Aber gerade dieser Charakter ist bedroht.“

Richard Jacob, BUND Mittelmark

Diese Bedrohung kommt aber nicht nur durch den Klimawandel zustande, sondern auch durch fehlgeleitete regionale Entwicklungen. Nur ein Beispiel ist der Fresdorfer See, der seit 2020 ausgetrocknet ist. Nährstoffeintrag, unterbliebene Entschlammung und Wasserverbrauch der Landwirtschaft haben letztendlich zum Ende des Sees geführt.

„Es gibt aber auch Beispiele die Hoffnung machen“, berichtet Gert Müller von der BI „Kontra Industrieschwein Hassleben“. Durch den jahrzehntelangen Widerstand gegen eine überdimensionierte Schweinemastanlage konnten erhebliche Belastungen durch Nährstoffe vom Kuhzer See ferngehalten werden. Jetzt ist der See FFH Gebiet und Teil des Naturschutzgebietes „Klaushagen – Kuhzer See“. „Wenn wir es jetzt noch schaffen, Pufferzonen um den See festzulegen, in denen auf den Einsatz von Dünger und Pestiziden verzichtet wird, kann der See sich wieder vollständig erholen“, so Gert Müller weiter.

Der BUND Brandenburg hat im Seenreport einen Forderungskatalog zusammengetragen, mit deren Umsetzung die Seen in Brandenburg erhalten bleiben können. „Wir appellieren an die Landespolitik, insbesondere an den Ministerpräsidenten seine Blockadepolitik gegenüber der Klimaanpassung aufzugeben und nicht das letzte Zeitfenster für die Klimaanpassung und den Klimaschutz zu verpassen“, so Thomas Volpers zum Schluss.

Den Seenreport und weitere Informationen finden sie hier!

Keinen Tropfen Wasser zu verschenken: B90/Grüne zum Infoabend Plessower See

Werder (Havel), 04.06.2023 – Am 25. Mai gab es im Schützenhaus eine Infoveranstaltung „Bürgermeisterin informiert zur Sicherung des Plessower Sees“. Der Ortsverband B90/Grüne hat sich mit einigen Aussagen dieses Abends beschäftigt. Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung vom 30. Mai 2023.

Wir haben keinen Tropfen Wasser zu verschenken

Dieses Ergebnis muss man spätestens nach dem nüchternen Vortrag der Dipl. Geogr./Hydrologin Silvia Dinse auf Einladung der Bürgermeisterin zum Thema Plessower See und Trinkwasser mit nach Hause nehmen. Frau Dinse berät Wasserwerke und Zweckverbände. Die Obere Wasserbehörde hatte den WAZV zu einem Monitoring verpflichtet. 

Alle Parteien und auch unsere Bürgermeisterin Saß, die bisher eher abwehrend meinte, dass das Klima nicht in Werder gemacht werde, ruft das auf den Plan. „Die Frage für uns GRÜNE ist, was sind Lippenbekenntnisse, was ist am Ende ernst gemeint?“, so Georg Enkelmann, sachkundiger Einwohner für Bündnis 90/Die Grünen & Claudia Fehrenberg im Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Umwelt. 

Der Pegelstand des Plessower Sees sinkt seit Jahren, das treibt viele Bürger*innen um. Hier geht es nicht vorrangig um Badespaß, sondern um Grundwasser und vor allem um Trinkwasser. Es geht um Klimaveränderungen, stärkere Verdunstung durch zunehmende Temperaturen, magere Niederschläge, abnehmende Grundwasserneubildung, legale und möglicherweise auch illegale Entnahme von Grund- und Oberflächenwasser, um einen vergleichsweise hohen pro Kopf Verbrauch und um Instandhaltungen technischer Bauwerke.

Die Zusammenhänge und Einflussgrößen hat Dipl. Geogr./Hydrologin Silvia Dinse sachlich dargelegt. An den Ergebnissen zweifelt niemand ernsthaft. Der Vortrag basiert auf Messungen über Jahrzehnte. Messungen nicht nur am See, sondern im maßgeblichen Einflussbereich.

Gemeint ist hier die Glindower Platte. Dieses Gebiet versorgt den See ober- und unterirdisch mit Wasser aus Niederschlägen. Der Hoffnung auf bessere Zeiten erteilte Frau Dinse eine Absage. Sie kann am Ende nur eine Empfehlung aussprechen. Wer gegensteuern will, muss Wasser sparen, über Wasserspeicher nachdenken und Niederschlagswasser in der Stadt halten, statt in die Nordsee abzuleiten. 

Die Entnahme von Trinkwasser aus den Brunnen am Plessower See ist ein Teilaspekt. Die Entnahme durch den WAZV beläuft sich zur Zeit auf zirka 1,6 Millionen Kubikmeter pro Jahr und verbraucht damit zirka die Hälfte der jährlichen Grundwasserneubildung. Die Zukunft sieht düster aus, nach Auskunft von Frau Dipl. Ing. Dinse. Auf absehbare Zeit ist mit einer Verringerung der Grundwasserneubildung um weitere 25 Prozent zu rechnen.

„Uns GRÜNEN erscheint es problematisch, dass angesichts dieser Zahlen und Erkenntnisse Bürgermeisterin Saß und der WAZV an einem Antrag festhalten, zukünftig 400.000 Kubikmeter pro Jahr zusätzlich entnehmen zu dürfen“, so Georg Enkelmann. 

Und Enkelmann weiter: „Es erscheint uns  jedenfalls zu bequem, wenn Bürgermeisterin Saß allgemein und ohne besonderen Nachdruck zum Wassersparen auffordert; aber selbst als Kommune setzt sie unverdrossen auf Wachstum und damit höheren Verbrauch.“

Wir GRÜNE vertreten den Standpunkt, dass den Bürgerinnen und Bürgern reiner Wein eingeschenkt werden muss. Wir müssen runterkommen von hohen Verbräuchen, insbesondere auch bei der Gartenbewässerung und gleichzeitig kommunal Geld in die Hand nehmen für mehr Versickerung und Rückhaltung. Am Ende ist es die einfache Bilanz, dass man nicht mehr herausholen kann, als reinkommt.

https://www.gruene-werder.de/home/news-single/wir-haben-in-werder-keinen-tropfen-wasser-zu-verschenken

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Rathaus: Infoveranstaltung Plessower See am 25. Mai

Werder (Havel), 17.05.2023 – Die Problematik des Wasservorkommens im Plessower See ist im Rathaus angekommen. Am 25. Mai gibt es einen nächsten Termin. Die Bürgermeisterin lädt ins Schützenhaus zu einem Infoabend samt Fachvortrag einer Geologin. Lesen Sie mehr in der Presseinfo aus dem Rathaus vom 16. Mai 2023.

Terminhinweis: Bürgermeisterin informiert zur Sicherung des Plessower Sees

Bürgermeisterin Manuela Saß lädt zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Plessower See ein. Interessierte Werderaner können sich bei der Veranstaltung über Maßnahmen informieren, die zur Sicherung des Wasserhaushaltes des Sees geplant sind oder bereits laufen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 25. Mai, um 17 Uhr im Saal des Schützenhauses, Uferstraße 10, statt.

Zunächst wird die Bürgermeisterin über den Sachstand informieren. Dann wird die Geografin und Hydrologin Silvia Dinse einen Fachvortrag über den Wasserhaushalt des Plessower Sees und dessen Verbindung zur Trinkwasserversorgung der Stadt Werder (Havel) halten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Nachfragen.

Wie berichtet hatte die Bürgermeisterin mit mehreren Behörden und Trägern über Initiativen zur Sicherung des Wasserhaushaltes des Plessower Sees verhandelt. Im Ergebnis wurden Ende März eine Reihe von Maßnahmen  vereinbart und teilweise bereits umgesetzt.

Darüber hinaus werden die Kontrollen zur unerlaubten Entnahme von Oberflächenwasser aus dem See verschärft.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/politik-rathaus/3948-bürgermeisterin-informiert-zur-sicherung-des-plessower-sees.html

Rückblick Scala-Diskussion Plessower See: Akteure vernetzen

Werder (Havel), 02.05.2023 – Kurz vor Anpfiff des Baumblütenfestes standen am 20. April der Zustand und die Zukunft des Plessower Sees im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung im Scala.

Veranstaltet wurde die Runde vom Ortsverband der SPD. Auf Anfrage von werdeanderhavel.de übermittelte uns die Werderaner SPD-Fraktionsvorsitzende Nadine Lilienthal einige Zeilen zu ihren Eindrücken von diesem Abend.

Lilienthal schrieb dazu am 1. Mai: „Am 20. April war der Scala Kulturpalast in Werder gut gefüllt. Anwohner*innen des Plessower Sees, Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde, Stadtverordneten und Sachkundige nahmen an der SPD-Veranstaltung zum Zustand des Plessower Sees teil.“

Dr. Ralf Köhler, der umweltpolitische Sprecher der SPD-Werder, habe dabei vor Augen geführt, wie schlecht es dem Bade- und Trinkwassersee von Werder geht, und welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um dem Wasserverlust entgegenzuwirken. 

Neben ihm habe auf dem Podium Joachim Thiele Platz genommen. Er ist Ortsvorsteher von Kemnitz und Mitglied des Arbeitskreises Plessower See. Lilienthal: „Die Arbeitsgruppe sammelt seit Jahren Daten und konstatiert dem See schlechte Sicht- und Algenwerte.“

Ralf Köhler habe betont: „Wir müssen sicherstellen, dass der See weiterhin Richtung Krielower Bruch fließen kann. Nur so bleibt er in Bewegung und durchnässt das Ökosystem des Krielower Moors.“

Joachim Thiele sei indes auf die zwei Tage vor der Veranstaltung veröffentlichten Maßnahmen der Stadtverwaltung Werder eingegangen: „Diese sind ein Anfang, aber noch nicht ausreichend.“

Ziel der Veranstaltung im Scala sei die Sensibilisierung für das Thema Gewässerschutz gewesen. Dazu brauche es nun ein starkes Netzwerk. 

Lilienthal abschließend zu diesem zentralen Ergebnis dieser Runde: „Wir können die Maßnahmen und Ideen zum Schutz des Plessower Sees nur gemeinsam angehen. Aus diesem Grund wird es einen Mail-Verteiler aller Interessierten und regelmäßige Treffen geben.“

Sorgen um den Plessower See? Gesprächsrunde der SPD Werder im Scala (+update)

Werder (Havel), 14.04.2023 – Die SPD Werder lädt am 20. April zum Gesprächsabend ins Scala. Thema: „Machen Sie sich auch Sorgen um den Plessower See?“

Zu diesem Termin lässt der Ortsverband auf Facebook wissen: „Wir laden Sie ein, sich mit uns über die Entwicklung unseres Trinkwasser- und Badesees in Werder auszutauschen.“

Angekündigte Gesprächspartner*innen: Dr. Ralf Köhler (Ortsverbandsprecher für Umwelt- und Naturschutz), Rolf Schneider und Katja Heinrich (Arbeitskreis Plessower See und Stadtmitgestalter), Joachim Thiele (Arbeitskreis Plessower See und Ortsvorsteher Kemnitz) sowie der Landtagsabgeordnete Uwe Adler (SPD).

Beginn ist 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

https://www.facebook.com/SPDWerderHavel/

Nachtrag 17. April: SPD-Presseinfo vom 16. April 2023

20. April: Info- und Diskussionsabend zum Großen Plessower See , 18:30 Uhr, Scala

Wir laden herzlich ein zu unserer Veranstaltung zum Plessower See: Wie geht es dem „Großen Plessower See“?

Dieser Frage – und der Diskussion möglicher Maßnahmen – widmet sich am Donnerstag die Veranstaltung des SPD Ortsvereins Werder (Havel). Als Teil der Reihe „U.N.S.-Nach“ (Umweltschutz, Naturschutz, Suffizienz und Nachhaltigkeit) werden der Experte Dr. Ralf Köhler mit Unterstützung der MistreiterInnen des Arbeitskreises „Großer Plessower See“ und der Landtagsabgeordnete Uwe Adler Impulse und Input geben zum Zustand der Werderaner Gewässer und Fragen rund um Wasserknappheit, Nutzungsansprüche  und Ökologie. Die öffentliche Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 20.04.2023 im Scala-Kulturpalast (Eisenbahnstr. 182) in Werder statt. Beginn ist um 18:30 Uhr, der Eintritt ist frei. 

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Der Steg, die Stadt, die MAZ und ein Gutachten

Werder (Havel), 14.02.2023 – Vergangene Woche hat die MAZ über den Abriss eines Steges am Plessower See berichtet. Der Artikel hat eine erstaunliche Netzkarriere hingelegt. Inklusive heftigst kommentierter Weiterreichungen in den sozialen Netzwerken.

Der Beitrag hat einiges an Porzellan in der Blütenstadt zerdeppert. Am Ende aber ist es schade um das ganze Bohei. Denn: Was die MAZ mit diesem Bericht angerichtet hat, wäre zu vermeiden gewesen. Mit einem simplen Telefonat.

Frage dabei wäre gewesen: „Welche Rechtsgrundlage ist das eigentlich, auf die die Stadt sich bezieht?“ Anzurufende Stelle hätte sein können der Landkreis oder das Ministerium – also eine Ebene über der Stadtverwaltung.

Die Antwort: Werder beruft sich auf das Lechleitner-Gutachten. Eine Rechtsstudie, vom Land Brandenburg erstellt, für Fälle, genau wie diesen.

In Absatz drei dieses Gutachtens „Sicherheit baulicher Anlagen an Badestellen“ ist eigentlich alles erklärt – auch das Handeln der Stadt.

„Wenn auf einer Badestelle bauliche Anlagen vorhanden sind, sind die Vorgaben der Brandenburgischen Bauordnung (BbgBO) zu beachten. Zwar stellt §61 Stege in Gewässern vom Erfordernis einer Baugenehmigung frei. Gleichwohl ist die Generalklausel des §3 zu beachten. Danach sind Anlagen so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht gefährdet werden.

Landtag Brandenburg, Gutachten Sicherungspflichten an Kommunalen gewässern vom 28. November 2020

Wann genau die MAZ von diesem Gutachten erfahren hat, ist derzeit noch fraglich. Jedoch wäre diese Information auch vor diesem Artikel in der Werderschen Stadtverwaltung zu erfahren gewesen. Oder eben an einer übergeordneten Stelle. Durch ein Telefonat.

Nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat sich in dieser Stegsache aber nicht nur die MAZ. Auch im Rathaus der Werderschen hätte man vor dem Vollzug des Abrisses einfach mal zum Telefonhörer greifen und die engagierten Bürger auf der Gegenseite informieren können. Manches blütenstädtische Porzellan wäre so vor der Kehrschaufel gerettet.

Verkehrssicherungspflichten an kommunalen Badegewässern„. Autor: Marc Lechleitner. Auftraggeber: Land Brandenburg. Lechleitner-Gutachten beim Parlamentarischen Dienst BRB

Bildhinweis: Im Beitragsfoto eine Aufnahme vom Plessower See vom 14. Februar 2023. Das Bild zeigt nicht die hier in Rede stehende Badestelle.

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Polizeimeldung Werder (Havel): Fahren unter Einfluss von Betäubungsmittel

Werder (Havel), 04.11.2022 – Meldung der Polizeidirektion West vom 4. November 2022.

Fahren unter Einfluss von Betäubungsmittel

Ort: Werder (Havel), Am Plessower See Zeit: 3. November, 10.45 Uhr

Am Donnerstagvormittag kontrollierten Polizeibeamte den Fahrer eines Kleinkraftrades in Werder (Havel). Dabei wurde bei dem 39-Jährigen ein Drogenschnelltest durchgeführt, der positiv war.

Der Fahrer musste die Beamten nun zu einer Blutentnahme begleiten. Anschließend wurde dem Mann die Weiterfahrt untersagt und ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

https://polizei.brandenburg.de/pressemeldung/fahren-unter-einfluss-von-betaeubungsmit/3551690?_locale=de