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B90/Grüne Werder: Mögliche Naturzerstörung durch Marina Zernsee (+update)

Werder (Havel), 10.08.2023 – Das Tafelsilber der Blütenstadt ist nicht Glas und Beton, sondern die Idylle aus Wasser, Landschaft und Natur. Der Griff in die Schatzkiste jedoch ist begehrt. Denn Preis der Schönheit ist, dass der Nutzungsdruck von Jahr zu Jahr steigt.

Abzulesen ist dies auch an den zunehmend rar werdenden freien Bootsliegeplätzen. Deren Anzahl auf ihrer Wasserfläche zu erweitern, das versucht derzeit scheinbar die Marina Zernsee. 

Wie sie dabei vorgeht, das wiederum hat den Stadtverband B90/Grüne auf den Plan gerufen. Nach eigener Aussage haben seine Mitglieder jetzt Anzeige wegen mutmaßlicher Naturzerstörung ausgelöst. Lesen Sie mehr zu den Hintergründen in der Pressemitteilung von B90/Grüne Werder vom 9. August 2023.

Mutwillige Naturzerstörung durch Ausweitung der Marina Zernsee angezeigt

Im Rahmen einer Ausbaumaßnahme der Marina Zernsee wurde vergangene Woche ein großes und besonders geschütztes Seerosenfeld wenigstens teilweise zerstört, um die Ausweitung der Marina nach Süden voranzubringen.

„Wir werden die mutwillige Zerstörung des Seerosenfeldes nicht hinnehmen und haben als Mitglieder des Ortsverbandes diesen Sachverhalt bei der Unteren Naturschutzbehörde angezeigt. Nach unserer Kenntnis haben die Verantwortlichen mutwillig Auflagen der Unteren Naturschutzbehörde ignoriert, die Maßnahme in den Wintermonaten durchzuführen und das Seerosenfeld zu erhalten. Wir hoffen auf diesem Weg zu erreichen, dass das Seerosenfeld wiederhergestellt wird und die Verantwortlichen der Naturzerstörung zur Rechenschaft gezogen werden.“

Svenja Künstler, Sprecherin Ortsverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Bildquelle: B90/Grüne Werder/Havel

Update 22. August 2023

MAZ vim 20. August: Wasservögel gestört – Baustopp für Stege der Marina Zernsee

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Foto der Woche: Haveltherme – Baustelle Saunasteg Zernsee (+update)

Werder (Havel), 04.06.2023 – Die Haveltherme wird am 18. Juni seit zwei Jahren geöffnet sein. Die Erweiterung um einen Steg in den Zernsee war angekündigt. Die Anlage wird durch ein bestehendes Landschaftsschutzgebiet geführt. Die Bauarbeiten scheinen in vollem Gange. Bilder von einer Vorbeifahrt am 3. Juni zeigen einen ersten Eindruck vom Wasser aus.

Haveltherme Werder (Havel): Baustelle Badesteg, 3. Juni 2023.

Update 12. Juni: Weitere Infos zum kommenden Saunasteg sind mittlerweile auch auf den Seiten von havel-therme.de zu finden.

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Werder (Havel): Neue Brücke für Fuß- und Radverkehr verbindet Potsdam, Werder und Schwielowsee

Werder (Havel), 15.11.2022 – Pressemitteilung der Landeshauptstadt Potsdam vom 15. November 2022. Quelle: potsdam.de. Foto: LHP/Robert Schnabel.

Neue Brücke für Fuß- und Radverkehr verbindet Potsdam, Werder und Schwielowsee miteinander

Freie Fahrt über den Zernsee: Gemeinsam mit der Bürgermeisterin der Stadt Werder (Havel), Manuela Saß, und der Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee, Kerstin Hoppe, hat Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert heute die neue Fuß- und Radweg-Brücke über den Großen Zernsee offiziell eröffnet.

Der Neubau ist ein gemeinsames Projekt der Landeshauptstadt, der Stadt Werder (Havel) und der Gemeinde Schwielowsee.

Die Brücke verläuft parallel zur vorhanden Brücke der Deutschen Bahn AG, bildet eine barrierefreie Verbindung der drei Orte und ist damit ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Mobilität im Alltags-, Tourismus- und Pendlerverkehr.

„Die neue Brücke bringt viele positive Effekte: Der Ausbau der regionalen Wegeverbindung ist ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit der Fußgänger- und Radverkehre zu verbessern. Der Weg wird für Pendlerinnen und Pendler sowie für den Alltagsverkehr attraktiver, auch wird sich die neue Brücke auch positiv auf den Freizeit‐ und Tourismus-Radverkehr zwischen Potsdam, Schwielowsee und Werder auswirken.“

Mike Schubert, Oberbürgermeister Potsdam

Noch dazu biete das Bauwerk selbst, mit seiner Breite und den beiden Aussichtskanzeln, ein schönes Ziel für einen wunderbaren Blick über die Havel und die Ufer des Großen Zernsees, so das Potsdamer Stadtoberhaupt weiter.

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß: „Unter dem Motto ‚gemeinsam.natürlich.verbunden‘ hatte sich die Landeshauptstadt mit ihren Nachbarkommunen vor sieben Jahren um Fördermittel von der Europäischen Union bemüht. Als sich abzeichnete, dass nur die Hälfte der beantragten Mittel zugesagt werden können, war den Partnern schnell klar: Ein Projekt muss unbedingt kommen, die Radwegbrücke Potsdam-Schwielowsee-Werder.“

Unter Federführung der Stadt Potsdam habe das Projekt nach umfangreicher Vorarbeit gestemmt werden können, so Werders Bürgermeisterin weiter. Das damalige Bewerbungsmotto sei in allerschönster Vollendung umgesetzt worden.

Saß: „Dafür möchte ich den Partnern danken. Dass ein millionenschwerer Havelübergang für Radfahrer in einer Achse entsteht, in der vor Jahren einmal eine Potsdamer Ortsumgehung geplant war, zeigt, welchen Stellenwert diese Fortbewegungsart heute hat. Die Brücke verstehe ich als Versprechen aller Beteiligten, sich in der Folge für einen Schnellradweg von Werder (Havel) nach Potsdam stark zu machen, gemeinsam, natürlich, verbunden.“

Schwielowsees Bürgermeisterin Hoppe: „Seit vielen Jahren arbeiten Potsdam, Werder und Schwielowsee gemeinsam daran, die Mobilität in unserer Region weiter zu entwickeln und jenseits des Autos attraktive Angebote zu schaffen. Die Rad- und Fußwegbrücke ist für dieses Vorhaben ein sehr wichtiges Projekt und kann beispielhaft auch für weitere gemeinsame Projekte dienen. Deshalb freut es mich sehr, dass wir mit der Fertigstellung unserem gemeinsamen Ziel wieder ein Stück nähergekommen sind.“

Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei 11 Millionen Euro. Die neue Brücke ersetzt den vorherigen viel zu schmalen Gangsteg, der nur über Treppen zu erreichen war.

Der Brückenbau wurde als leichte Stahlkonstruktion aus einem dreifeldrigen Stahlüberbau in vier Metern Breite und mit einer Gesamtstützweite von 110 Metern errichtet.

Durch möglichst geringe Längsneigungen und Zwischenpodeste ist die Brücke von den Wegen aus barrierefrei erreichbar. An zwei Stellen gibt es Aussichtskanzeln mit Sitzmöglichkeiten und Ausweichstellen.

Die zirka ein Kilometer langen Wegeanbindungen nach Werder und Potsdam sowie zu den Ortsteilen Geltow und Wildpark-West der Gemeinde Schwielowsee sind ebenfalls Bestandteil des Gesamtprojekts.

Gefördert wird das Projekt mit Unterstützung des Landes Brandenburg durch 6,57 Millionen Fördermittel der Europäischen Union aus dem Förderprogramm für „Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Umland (NESUR) – Infrastruktur“.

Nach der positiven Entscheidung des Landes Brandenburg zum Stadt-Umland-Wettbewerb im 1. Quartal 2016 wurde mit den komplexen Planungen für das Projekt begonnen; der Baustart mit vorbereitenden Arbeiten erfolgte im Februar 2021.

Nach der heutigen offiziellen Eröffnung folgen noch wenige Restarbeiten, zum Beispiel die Montage der endgültigen Geländerfelder entlang der Wege sowie Pflanzarbeiten.

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  • Werder/Havel, Fuß- und Radwegbrücke, Fußgänger, 15.10.2022, 17.17 Uhr. Foto: Bernd Reiher
  • Werder/Havel, Fuß- und Radwegbrücke, 15.10.2022, 20.21 Uhr. Foto: Bernd Reiher
  • Werder/Havel, Fuß- und Radwegbrücke, Blick nach Wildpark, 15.10.2022. Foto: Bernd Reiher

Werder/Havel, 16.10.2022 – Die Fuß- und Radwegbrücke über die Havel zwischen Werder und Wildpark-West nähert sich ihrer Fertigstellung.

Die offizielle Übergabe ist für Ende Oktober geplant. Die Möglichkeit, das neue Bauwerk kennenzulernen, wird schon zwei Wochen vor der Eröffnung rege genutzt. Eindrücke von einem kleinen Fotoausflug am 15. Oktober 2022.