Archiv der Kategorie: news

werder havel graffitiwand havelauen foto berndreiher werderanderhavel.de

Rathaus: Graffitiwand am Bolzplatz in den Havelauen eingeweiht

Am 9. Februar vor 100 Jahren hat der norwegische Ingenieur Erik Rotheim die Sprühdose erfunden. Ob der Tüftler damit gerechnet hat, dass seine Idee einmal zum Zankapfel werden könnte, weil man sie auch nehmen kann, um Häuser, Stromkästen oder Wände zu beschmieren?

Bernd Reiher, 03.01.2026, 07:40 Uhr

Sprayern jeden Alters eine Möglichkeit zu geben, ihrem Drang nach gesprühten Bildern auch ganz legal nachzugehen, dafür wurde kurz vor Weihnachten in den Havelauen eine neue Graffitiwand freigegeben. Lesen Sie mehr in einer Rathausinfo vom 22. Dezember 2025.

Sechs Projekte aus dem Zukunftshaushalt in Werder (Havel) umgesetzt

Sprühen erlaubt! Am Montag ist die neue Graffitiwand am Bolzplatz in den Havelauen gemeinsam mit Jugendlichen feierlich eingeweiht worden. Damit sind nun sechs von insgesamt neun Projekten aus dem Werderaner Zukunftshaushalt 2024/25 final umgesetzt. Die Graffitiwand ist eine Projektidee von Jugendlichen. Bei der Wahl zum Zukunftshaushalt im Februar haben 897 Schülerinnen und Schüler für das Projekt gestimmt und es auf den zweiten Platz der Wunschliste gewählt. 

„Es freut mich sehr, dass wir binnen weniger Monate einen Großteil der Projekte umsetzen konnten und hier zum Jahresabschluss ein oft gewünschtes Angebot an die Jugendlichen übergeben können. Ich bedanke mich herzlich bei allen, die daran mitgewirkt haben! Durch diese zweite Graffitiwand in unserer Stadt schaffen wir ein Angebot, mit dem sich kreative Köpfe künstlerisch entfalten können.“
Bürgermeisterin Manuela Saß

Ebenfalls im Dezember wurde die Tischtennisplatte am Ufer der Regattastrecke aufgestellt. Zwei weitere Projekte werden voraussichtlich im Januar fertig: Auf dem Bolzplatz Werderwiesen auf der Insel sind bereits ein Volleyballnetz aufgestellt und die Basketballkörbe sowie ein Metalltor ersetzt worden. Im Frühjahr folgt die Erneuerung der Markierung auf dem Feld. Die Projektideen für den Bolzplatz hatte der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt eingereicht. 

Außerdem in den letzten Zügen befindet sich das Projekt „Fotospots in Werder (Havel)“. Der Trinkwasserbrunnen wird im Rahmen der Errichtung der neuen öffentlichen WC-Anlage am Plantagenplatz umgesetzt. Mit dieser Maßnahme kann voraussichtlich im kommenden Jahr begonnen werden.

Aus dem Zukunftshaushalt 2024/25 wurden somit bisher final umgesetzt: Stadtflohmarkt, Air-Hockey-Platte im Jugendclub, Projekt zur Suchtaufklärung an Schulen, Volleyballplatz Insel, Graffitiwand und Tischtennisplatte Insel. Restmittel wurden dafür eingesetzt, das nächstfolgende Projekt – Platz 10 auf der Wunschliste – „Mülltrennung an Schulen“ zu beginnen. So befinden sich auf dem Schulhof der Carl-von-Ossietzky-Schule neue Trennsysteme.

Der Zukunftshaushalt ist das größte Projekt der Kinder- und Jugendbeteiligung in Werder (Havel). Beim dritten Durchgang des Zukunftshaushaltes stand ein Gesamtbudget von 100.000 Euro zur Verfügung. Pro Projekt konnten maximal 15.000 Euro ausgegeben werden. 1850 Kinder und Jugendliche haben sich an der Wahl in den Schulen im Februar beteiligt. Weitere Informationen unter: www.zukunftshaushalt.de

werder havel automatenladen digitaler kiosk foto berndreiher werderanderhavel.de

SPD-Fraktion im Landtag: Ladenöffnungsgesetz für Automatenläden modernisieren

Nicht mehr rentabel, Personalmangel, Konkurrenz durch Versandhandel und Einkaufszentren auf der grünen Wiese: je ländlicher Brandenburg, umso sichtbarer wird das Ladensterben. Abhilfe könnten Automatenläden bringen.

Bernd Reiher, 02.01.2026, 12.40 Uhr

Gute Erfahrungen mit digitalen Kiosken gibt es zum Beispiel im Raum Leipzig im Fleischerhandwerk oder als Späti. In Werder wiederum funktioniert die Idee mit den Eierautomaten ganz gut und Teschendorf macht seit 2024 von sich reden mit dem digitalen Supermarkt „Emmas Kaufhalle“.

Automatenläden bedeuten: einkaufen rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Ihnen auch in der Breite mehr Chancen zu geben, dafür sollen jetzt Gesetzestexte angepasst werden. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo der Brandenburger SPD-Landtagsfraktion vom 25. September 2025.

Lebensqualität im ländlichen Raum sichern: SPD will Ladenöffnungsgesetz modernisieren

Weil in vielen Dörfern und Kleinstädten Läden geschlossen haben und Wege – besonders für Ältere ohne Auto – länger werden, sollen neue, digitale Versorgungsmodelle (z. B. Smart Stores, begehbare Automaten) rechtssicher und wirtschaftlich tragfähig ermöglicht werden.

Dafür braucht es eine Modernisierung des Brandenburgischen Ladenöffnungsgesetzes – mit klaren Regeln für 24/7-Zugänge, ohne die Sonn- und Feiertagsruhe der Beschäftigten anzutasten.

„Auf dem Land sind die Wege zum nächsten Supermarkt oft lang. Wer keinen Laden mehr im Ort hat, muss häufig viele Kilometer fahren, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Gleichzeitig gibt es Unternehmerinnen und Unternehmer, die moderne Konzepte für die Nahversorgung anbieten möchten. Damit sich diese Ideen rechnen, brauchen sie Rechtssicherheit und die Möglichkeit, ihre Angebote auch an Sonn- und Feiertagen zugänglich zu machen – ohne die Sonn- und Feiertagsruhe für Beschäftigte zu verletzen. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu sichern.“
Nadine Graßmel, sozialpolitische Sprecherin SPD

Wolfgang Roick, Sprecher für Demografischen Wandel der SPD-Fraktion, betont: „Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels müssen wir neue Wege gehen, um die Versorgung in der Fläche zu sichern. Digitale Hofläden und Smart Stores sind eine große Chance, die Selbstständigkeit älterer Menschen zu stärken und ländliche Regionen attraktiv zu halten. Mit der Modernisierung des Ladenöffnungsgesetzes schaffen wir Planungssicherheit für Betreiber und stärken regionale Wirtschaftskreisläufe.“

Mit dem gemeinsamen Entschließungsantrag fordern SPD und BSW die Landesregierung auf, bis Ende des ersten Quartals 2026 einen Gesetzentwurf vorzulegen, der folgende Punkte umsetzt:

  • Klare gesetzliche Definition für innovative, personalunabhängige Selbstbedienungsverkaufsstellen (z. B. Smart Stores, begehbare Automaten, digitale Hofläden).
  • Bürokratieabbau für Direktvermarkter, damit regionale Produkte unkompliziert vor Ort angeboten werden können
  • Rechtssicherheit für Betreiber durch die Möglichkeit der Öffnung an allen Tagen der Woche für unbemannte Systeme – unter Wahrung von Sonn- und Feiertagsruhe, Arbeitsschutz und kommunalen Belangen

Flankierend sollen Schutzstandards gesetzlich verankert werden: Jugendschutz und Altersverifikation (z. B. bei Tabak/Alkohol), Barrierefreiheit, Datenschutz, Lärmschutz sowie die Einbindung der Kommunen in Standort- und Sicherheitskonzepte. Zudem ist eine Evaluation nach zwei Jahren vorgesehen, um Wirkungen auf Nahversorgung, regionale Wertschöpfung und Akzeptanz vor Ort zu prüfen.

https://spd-fraktion-brandenburg.de/wp-content/uploads/sites/122/2025/09/250925_Nadine-Grassmehl_Wolfgang-Roick_Ladenoeffnungsgesetz.pdf

werder havel gedenktafel carl von ossietzky schule foto bernd reiher werderanderhavel.de

Schmerztherapie mit Whisky und Erbseneintopf: Pressesch(l)au Werder 01/26

Pressesch(l)au Werder, Zentralorgan aktueller Netzmeldungen zum Thema Blütenstadt. Ausgabe 155 (KW01/26) unter anderem mit: Fasching, Neujahrsfeuer, der Scala im Scala, Jahresrückblicken und dem Musikfestival Werder klingt.

Bernd Reiher, 01.01.2026, 01:13 Uhr

Im Bild: Johanna und Karlheinz Kuhfuß waren junge Leute, als sie dem damals neuen sozialistischen Staat zu aufrührerisch waren und hingerichtet wurden. Seit November erinnert eine Gedenkstele an ihrer letzten Wohnadresse. An der Ostseite der CvO kämpft schon länger eine Gedenktafel gegen das Vergessen dieser tragischen Schicksale.

Hinweis für Insta-Nutzer/innen: Die App pflegt derzeit einen erratischen Umgang mit den Links. Im Browser jedoch haben bei der Korrekturlese alle Verknüpfungen funktioniert.

Hinweis Datenschutz: Diese Linkliste führt teils zu ausländischen Diensten u. a. wie Facebook, youtube, Instagram und Tiktok. Durch Klick auf die Links akzeptieren Sie die AGB/ Datenschutzerklärungen aller verlinkten Quellen sowie unsere Datenschutzerklärung, Streitschlichtungs-Regelung und die Cookie-Richtlinie der EU. Für die verlinkten Inhalte sind die jeweiligen Autor*innen verantwortlich.

Pressesch(l)au Werder KW01/26

„Kinder bieten Kindern ein einstündiges Programm mit Sängern, Tänzern und vielen Überraschungen. Ein Fest voller Fantasie, Freundschaft und fröhlicher Erinnerungen – mit Piraten, Clowns, Cowboys und den Helden der letzten Jahre“: Am 8. Februar wird Kinderkarneval gefeiert auf der Bismarckhöhe, notiert das Veranstaltungsportal regioactive.de.

Kunstferienwoche: Vom 2. bis zum 7. Februar in Töplitz mit dem Kunstatelier im Waldschlösschen.

Erlebe Whisky mit allen Sinnen – direkt dort, wo er entsteht: Zum Feuerwasser-Abend mit Drei-Gänge-Menü, Fassproben und Live-Destillation lädt am 24. Januar die Glina Whisky Destillerie.

„Wer Holz mitbringt, erhält einen Glühwein gratis“: Mit Kinderpunsch, Stockbrot, Glühwein, alkoholfreiem Punsch, Bier und Bratwurst wird am 10. Januar Neujahrsfeuer gefeiert in Derwitz.

Geomantie, Nachhaltigkeit und Müllvermeidung, Gewaltfreie Kommunikation, Wissenswertes über Demenzerkrankungen, Malen mit Eitempera, PC-Kurs „Office für Späteinsteiger„: Aus dem Jahresprogramm 2026 des Treffpunkt.

werder havel bismarckhöhe christian morgenstern museum

„Von etwa März bis Oktober ist unser Museum samstags, sonntags und feiertags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Wir suchen interessierte Menschen, die die BesucherInnen einlassen und freundlich begrüßen“: Neue Mitarbeiter/innen für die bald wieder anrollende Saison sind gern gesehen auf der Bismarckhöhe im Christian Morgenstern Literatur-Museum.

Senioren- und Bastelrunde: Am 8. Januar bei der Kirchgemeinde Glindow.

„Auch im neuen Jahr stehen wir vor wichtigen Aufgaben und Chancen. Gemeinsam wollen wir unsere Stadt weiterentwickeln, Bewährtes erhalten und neue Wege mit Augenmaß gestalten. Dabei bleibt der offene Dialog mit Ihnen ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit“: Tatsächlich ein Auszug aus der Neujahrsbotschaft des Werderaner Vizebürgermeisters Christian Große.

„Die Nähwerkstatt ist ausgestattet mit Overlock-/ Coverlock-Nähmaschine mit umfangreichem Programm und mehreren Nähmaschinen. Werkstatteinweisungen finden nach individueller Absprache statt“: Am 7. Januar lädt wieder zum Nähtreff („Ihr könnt mit einem Nähprojekt (reparieren oder etwas Neues) vorbeikommen“) die Klimawerkstatt.

Schmerztherapie, neuer/alter CDU-Kreisvorsitz, Heimatgeschichtliche Beiträge: Diesmal schon am 19. erschienen ist eine neue Ausgabe des Stadtreklameblättchens Werder Life.

Trunkenheitsfahrt Potsdamer Straße: „Im Rahmen einer Verkehrskontrolle wurde am Mittwochvormittag eine männliche Person fahrend ohne gültige Fahrerlaubnis angetroffen. Weiterhin ergab ein vor Ort durchgeführter Atemalkohol-Vortest einen Wert, der den Anfangsverdacht einer Straftat begründet. Eine Blutprobe wurde zur Sicherung des weiteren Verfahrens durchgeführt. Neben der Anzeigeaufnahme wurde die Weiterfahrt untersagt.“ Ereigniszeit: Mittwoch, 24. Dezember, 9.54 Uhr. Meldung vom 26. Dezember der Polizei.

Blick in die Backstube: Bietet samt Neujahrsgrüßen und Dank „für ein tolles Jahr“ seit 31. Dezember die Bäckerei Zillmann.

Lichtverschmutzung – künstliches Licht und seine Schattenseiten: Vortrag mit Lichtplanerin Caroline Vilbrandt am 21. Januar im Treffpunkt.

osterfeuer glindow plakat

„Das Osterfeuer im Schützenpark und die Blütenparty waren wahre Höhepunkte, die viele Menschen zusammengebracht haben. Mit dem Kirsch- und Ziegelfest haben wir ein neues Konzept gewagt und großen Zuspruch erhalten. Auch der Aktionstag ‚Feuer und Flamme‘ des Landkreises und die Teilnahme des Heimatvereins Glindow und des Fördervereins historische Ziegeleien haben gezeigt, wie lebendig und kreativ unsere Gemeinschaft ist“: Aus den Weihnachts- und Jahreswechselgrüßen des Glindower Ortsvorstehers Fred Witschel.

Wilke Zentralheizungsbau: Zum 40-jährigen Betriebsjubiläum gratuliert seit 30. Dezember die Handwerkskammer. Glückwünsche zum 35-jährigen Meisterjubiläum gehen von selber Stelle an den Werderaner Maler- und Lackierermeister Edmund Funke.

„Noch vor Sonnenaufgang wurden wir zu einem Brandeinsatz alarmiert. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle stand eine größere Mülltonne bereits in voller Ausdehnung in Brand. Aufgrund der intensiven Flammenentwicklung bestand die Gefahr einer Brandausbreitung auf die nähere Umgebung“: Von einem „Brandeinsatz in den frühen Morgenstunden“ berichtet via Insta am Sonnabend die Freiwillige Feuerwehr.

Mülltonnenbrand: „Die Regionalleitstelle informierte die Polizei Samstagmorgen über den Brand einer Mülltonne. Diese stand unmittelbar an einer Hausfassade, welche dadurch mindestens oberflächlich beschädigt wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden. Zur Brandortermittlung wurde ein Kriminaltechniker eingesetzt.“ Ereigniszeit: Samstag, 27. Dezember 2025, 4:25 Uhr. Meldung zu obigem Vorfall auch am Sonntag von der Polizei.

„Das Programm wird im Januar bekannt gegeben und damit der Start des Vorverkaufs losgehen“: Vom 13. bis zum 15. März wird im Scala gefeiert die nächste Ausgabe des Musik-Festivals Werder klingt.

Köchin, Schulassistenz, leben „so nachhaltig, wie möglich“: Anika aus Werder war am 27. Dezember „Brandenburgerin der Woche“ des Blickpunkt.

werder havel presseschau 0126 foto berndreiher werderanderhavel.de

„Die feierliche Saisoneröffnung der Mailänder ‚Scala‘ ist seit mehr als sieben Jahrzehnten die wohl wichtigste Opernpremiere des Jahres – in einem der bedeutendsten Opernhäuser der Welt. Doch bevor sich im Dezember der Vorhang für die erste Aufführung von Verdis Die Macht des Schicksals hebt, haben über 900 Künstlerinnen und Künstler, Choreographen, Handwerker und Bühnentechniker monatelang geplant, gebaut und geprobt – teils bis zur Erschöpfung“: Der Film „La Scala – Die Macht des Schicksals“ läuft am 4. Januar im Werderaner Scala.

„Lasst uns gemeinsam das neue Jahr begrüßen – mit Feuer, Musik und guter Stimmung“: Am 10. Januar lädt zum Neujahrsfeuer mit Feuerwerk, Spielmannszug und Stockbrot die Freiwillige Feuerwehr.

„Sanfter dunkler Freund, am Montag bist Du gegangen, sagt man. Es schmerzt. 11 Jahre waren wir ein Paar. 8 Filme zusammen gemacht. Die Welt zusammen bereist. Jahre der Fülle für uns Beide. Ich habe viel von Dir gelernt und Vieles durch Dich. Du warst immer da…Du bist immer da…Adieu mein sanfter, dunkler Freund“: Sehr berührender Abschiedsgruß an Uwe Kockisch seit 28. Dezember im Insta des Werderaner Duval.

werder havel bismarckhöhe foto bernd reiher werderanderhavel.de

Das Beste vom Werderaner Karneval: Gibt es offenbar am 16. Februar beim Rosenmontagsball auf der Bismarckhöhe zu erleben, verspricht seit 28. Dezember via Insta der Karnevalsclub Werder.

Erbseneintopf, Hähnchenbrust, Nudeln satt mit Gulasch, Bolognese oder Wurstgulasch: Unter anderem auf dem Speiseplan vom 5. bis zum 9. Januar der Kantine am Gutshof

„Tauchen Sie ein in pure Entspannung, untermalt von sanften, rhythmischen Klängen und Urlaubsatmosphäre“: Beats unter Palmen macht mit DJ Danny am 15. Januar wieder die Haveltherme.

Wortbühne Werder: Zum (nach erfolgreichem Auftakt) nächsten Poetry Slam lädt am 15. Januar das Scala.

In diesem Sinne: Schönes Wochenende, noch.

potsdam_landtag_nikolaikirche_bild_werderanderhavel_de-berndreiher

Städte- und Gemeindebund: Finanzkrise gefährdet Handlungsfähigkeit der brandenburgischen Städte und Gemeinden

Die finanzielle Situation der Stadt Werder ist von rosig weit entfernt. Glaubt man Vizebürgermeister Christian Große, ist die Höhe der Kreisumlage daran nicht ganz unschuldig. Immerhin: angeblich 20 Millionen Euro.

Bernd Reiher, 29.12.2025, 22:48 Uhr

Hört man sich aber in den Reihen von Stadtmitgestaltern und Grünen um, könnten Gründe für das Ungemach auch in der Haveltherme liegen, dem Baumblütenfest oder schleppenden und deswegen teurer werdenden Schulbauten.

Klamme Kassen hingegen werden derzeit nicht nur in Werder beklagt. Von der Prignitz bis nach Elbe-Elster stöhnen Bürgermeister und Kommunalpolitiker über immer schneller sich leerende Haushaltstöpfe. 

Dachverband der brandenburgischen Gemeindevertretungen ist der Städte- und Gemeindebund. Dessen Vorsitzender Dr. Oliver Hermann formulierte auf der diesjährigen Mitgliederversammlung klare Forderungen an Land und Bund. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo des Städtebunds vom 26. November 2025.

Finanzkrise gefährdet Handlungsfähigkeit der brandenburgischen Städte und Gemeinden

Brandenburgs Kommunen erwarten klares Signal von Bund und Land

Die prekäre Finanzlage der brandenburgischen Städte, Gemeinden und Ämter stand im Mittelpunkt der heutigen Mitgliederversammlung des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg.

„In vielen Kommunen spitzt sich die finanzielle Lage drastisch zu. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wiesen die Haushalte der brandenburgischen Kommunen ein Defizit von 845,1 Millionen Euro aus.“
Dr. Oliver Hermann, Präsident Städtebund

Ursächlich dafür sind unter anderem steigende Personal-, Sach- und vor allem Sozialausgaben. Zugleich sind die kommunalen Einnahmen im ersten Halbjahr 2025 zurückgegangen. Neben der Gewerbesteuer, zeigen auch die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B rückläufige Entwicklungen. „Wir sehen, dass als Resultat zahlreiche Kommunen erneut Kassenkredite aufnehmen müssen oder Abgabenerhöhungen vorbereiten. Das gab es in Brandenburg lange nicht mehr“, so Dr. Hermann.

Die prekäre Finanzlage der brandenburgischen Städte, Gemeinden und Ämter wird sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzten, wenn nicht sogar zuspitzen. Nach den aktuellen Ergebnissen der Oktober-Steuerschätzung, fallen die Einnahmeerwartungen in den kommenden Jahren deutlich schlechter aus als bisher angenommen. Insgesamt ergeben sich im Zeitraum von 2025 bis 2029 Mindereinnahmen bei den gemeindlichen Steuern in Höhe von 302,4 Mio Euro.

„Wir erwarten von Bund und Land ein klares Signal zur Unterstützung. Die Kommunen dürfen nicht im Stich gelassen werden,“ so Dr. Hermann.

Der Verband kritisiert, dass viele Aufgaben, die Städte, Gemeinden und Ämter für das Land oder den Bund übernehmen, seit Jahren nicht kostendeckend finanziert werden. Dazu zählen soziale Leistungen, Schulsozialarbeit oder der Vollzug des Wohngeldgesetzes. „Das strikte Konnexitätsprinzip – wer bestellt, bezahlt – müsse endlich ausnahmslos eingehalten werden,“ fordert Dr. Hermann.

Zudem erwartet der Städte- und Gemeindebund Brandenburg eine dauerhafte Sicherstellung der Grundfinanzierung der Kommunen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleiches. Die Verbundquote von 22,43 Prozent müsse auch nach 2027 uneingeschränkt gültig bleiben. Der Vorwegabzug zu Gunsten des Landes von 147,6 Mio. Euro im kommenden Jahr ist ab 2027 wieder deutlich zu reduzieren.

Positiv bewertet der Verband die Verständigung über das bundesweite Sondervermögen, das den Kommunen in Brandenburg 1,5 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung stellt. Entscheidend sei jedoch eine unbürokratische Umsetzung. Diese Mittel müssten schnell und wirksam vor Ort ankommen. Hürden im Haushaltsrecht dürften den Einsatz nicht blockieren.

Dr. Hermann betonte abschließend: „Brandenburg steht vor großen finanziellen Herausforderungen. Wenn Städte, Gemeinden und Ämter ihre Aufgaben erfüllen sollen, braucht es finanzielle Unterstützungen von Bund und Land. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass die Kommunen ihre Aufgaben erfüllen können. Ohne handlungsfähige Städte, Gemeinden und Ämter ist die Demokratie vor Ort gefährdet.“

https://www.stgb-brandenburg.de/aktuelles/ansicht/finanzkrise-gefaehrdet-handlungsfaehigkeit-der-brandenburgischen-staedte-und-gemeinden

werder havel marina zernsee steganlage foto bernd reiher werderanderhavel.de

Nabu: Fall Marina Zernsee lässt am Rechtsstaat zweifeln

Die Sache mit der Stegerweiterung der Marina Zernsee ist ein Hickhack ohne Ende. Zwar ist da wohl einerseits eine Genehmigung. Andererseits gab es aber auch Gerichtsentscheidungen, die zum Beispiel besagen: „Die neu errichteten Stege laufen dem besonderen Schutzzweck der Landschaftsschutzgebietsverordnung erheblich zuwider.“

Bernd Reiher, 28.12.2025, 20:44 Uhr

Mehr zur aktuellen Situation lesen Sie aus Sicht des Nabu nachfolgend in einer Medieninfo vom 19. Dezember 2025.

Fall Marina Zernsee lässt NABU an Rechtsstaat zweifeln

Behördenversagen beim Landkreis Potsdam-Mittelmark

Die Marina Zernsee in Werder hatte 2024 ihre Steganlage in ein Seerosenfeld hinein erweitert. Obwohl es sich dabei um ein besonders geschütztes Biotop handelt, lag dafür eine Genehmigung des Landkreises Potsdam-Mittelmark vor.

Dagegen legte der NABU Brandenburg Widerspruch ein und erwirkte mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht Potsdam, dass die neuen Bootsstege nicht in Betrieb genommen werden durften. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 20. November 2024 wurde vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am 17. Januar 2025 bestätigt und war dadurch unanfechtbar.

Der Landrat des Landkreises Potsdam-Mittelmark Marko Köhler lud daraufhin den NABU und die Betreiber der Marina zu einem Gespräch ein. Es wurden Standpunkte ausgetauscht und Mögichkeiten ausgelotet, wie Härten für die Marina in der Saison 2025 unter Wahrung von Naturschutzinteressen vermieden werden könnten. Der NABU unterbreitete dazu einen Kompromissvorschlag, wobei klar gemacht wurde, dass die Bereiche im Seerosenfeld und in unmittelbarer Nähe keinesfalls genutzt werden dürfen, um weiteren Schaden an dem geschützten Lebensraum zu verhindern. 

Anstatt jetzt nach einem konstruktiven Kompromiss für die Saison 2025 zu suchen, gab es sowohl seitens des Landrats als auch des Betreibers keine Reaktion auf den Vorschlag des NABU. Die Betreiber der Marina ignorierten die Gerichtsentscheidungen und belegten die neue Steganlage 2025 mit Booten. Nach Drängen des NABU untersagte der Landkreis schließlich den Marina-Betreibern daraufhin die Stegnutzung unter Zwangsgeldandrohung. Dagegen klagte der Betreiber, wobei das Verwaltungsgericht die Klage abgewiesen hat. Eine Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts liegt jetzt beim Oberverwaltungsgericht und wird seit Monaten nicht entschieden.

Noch immer liegen Boote an den neuen Stegen. Damit sind in diesem Winter auch die Sichtbeziehungen vom Ufer aus über den Zernsee bis hin zum Naturschutzgebiet Wolfsbruch am anderen Ufer beeinträchtigt.

„Es ist skandalös, wie unsere Behörden in diesem Fall versagen. Obwohl es inzwischen mehrere Gerichtsentscheidungen gibt, wird der Landschaftsschutz und der Schutz des Seerosenfeldes als wertvoller Lebensraum gefährdeter Tiere und Pflanzen mit Füßen getreten.“
Björn Ellner, Vorsitzender NABU Brandenburg

Bei der Anlage der Marina Zernsee und insbesondere bei der neuen Steganlage wurden Gesichtspunkte des Landschaftsschutzes nicht berücksichtigt. Während die anderen komplexeren Steganlagen sich nahe der Autobahn- und Eisenbahnbrücke konzentrieren, bzw. vom See aus unsichtbar in den neuen Stichkanalkanal in den Havelauen hinein gebaut wurden, ragen die Stege der Marina Zernsee weithin sichtbar in den See hinein. 

„Dass Landrat Köhler gegenüber der Marina Zernsee geltendes Recht nicht durchsetzt, lässt an der Rechtsstaatlichkeit des Landkreises Potsdam-Mittelmark zweifeln. Es kann nicht sein, dass die Verwaltung über unseren inzwischen mehr als zwei Jahre anhängigen Widerspruch noch immer nicht entschieden hat, obwohl im Januar bereits in zweiter Instanz gerichtlich festgestellt wurde, dass die Errichtung des Steges rechtswidrig ist“, empört sich Björn Ellner.

https://brandenburg.nabu.de/modules/presseservice/index.php?popup=true&db=presseservice_brandenburg&show=6842

Auch interessant

werder havel telekom foto berndreiher werderanderhavel.de

Telekom: Glasfaserausbau in der Kernstadt von Werder – Telekom-Tarif ab sofort verfügbar

Telekom und Deutsche Glasfaser, zwei Anbieter, die in Blütenstadt für und mit schnellem Internet via stabiler Glasfasertechnologie werben.

Bernd Reiher, 27.12.2025, 23:22 Uhr

Während die Deutsche Glasfaser weiterhin in der Phase der der Nachfragenpndelung steckt, macht der Rosa Riese jedoch Nägel mit Köpfen. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo der Telekom 5. Dezember 2025

Glasfaserausbau in der Kernstadt von Werder: Telekom-Tarif ab sofort verfügbar

Glasfaserausbau in der Kernstadt von Werder (Havel): Telekom-Tarif ab sofort verfügbar

  • Ab sofort Glasfaser-Tarif buchen und kostenfreien Hausanschluss sichern: www.telekom.de/glasfaser
  • Geschwindigkeiten bis 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) möglich
  • Ausbau in Werder (Havel) soll im Frühjahr 2026 starten

Die Glasfaser kommt nach Werder (Havel): Bürgerinnen und Bürgern von Werder (Havel) ist es ab sofort möglich, einen Glasfasertarif der Deutschen Telekom zu buchen und sich so einen kostenlosen Anschluss ihrer Immobilie an das Netz der Zukunft zu sichern.

Unter telekom.de/glasfaser können sie ihren Wunschtarif buchen. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren, damit der Ausbau für rund 5.300 Haushalte wie geplant im Frühjahr 2026 starten kann.

Zudem wird das Unternehmen die kommenden Wochen und Monate dazu nutzen, vor Ort umfassend über das Netz der Zukunft zu informieren. Dafür plant die Telekom gemeinsam mit der Stadt Werder (Havel) den Einsatz eines Infomobils sowie Informationsveranstaltungen. Termine werden gesondert bekannt gegeben.

Zusätzlich beraten Vertriebsmitarbeiter im Auftrag der Telekom an der Haustür. Die Kundenberater tragen Kleidung mit Telekom-Logo. Sie können sich mit einem Lichtbildausweis und einem Autorisierungsschreiben der Telekom ausweisen. Über die Rufnummer 0800 3309765 kann der Mitarbeitende per Telefonanruf identifiziert werden.

Darüber hinaus ist bei weiteren 1.100 Haushalten und Unternehmen in der Kernstadt und den Ortsteilen Glindow, Petzow, Phöben und Töplitz sowie den Wohnplätzen Elisabethhöhe, Göttin, Kolonie Zern, Leest, Neu Plötzin und Plessow ein FTTH-Produkt verfügbar. Die Adressen sind von der Telekom Deutschland mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Brandenburg und des Landkreises Potsdam-Mittelmark ausgebaut worden.

Kostenloser Anschluss während der Ausbauphase

Die Telekom schließt eine Immobilie kostenfrei an, wenn während der Ausbauphase ein Glasfaser-Tarif abgeschlossen wird. Der Glasfaseranschluss kommt jedoch nicht von allein ins Haus. Wer zur Miete wohnt, muss lediglich einen Glasfaser-Tarif buchen:  www.telekom.de/glasfaser. Die Telekom kümmert sich um die Absprache mit dem Immobilienbesitzer, denn diese müssen ihre Zustimmung geben.

Auch Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern bekommen den Hausanschluss kostenfrei, wenn sie einen Tarif buchen. Mehrfamilienhäuser ab drei Wohneinheiten bekommen den Hausanschluss mit Zustimmung des Eigentümers grundsätzlich kostenlos – für die Nutzung des Internets brauchen die jeweiligen Parteien anschließend eine Tarifbuchung. Auch bei der weiteren Verlegung der Glasfaser im Zuhause unterstützt die Telekom und gewährleistet einen reibungslosen Ablauf. 

„Immer mehr Lebensbereiche hängen heute von einer schnellen und stabilen Internetverbindung ab – ob Arbeiten im Homeoffice, digitales Lernen oder Mediennutzung im Alltag. Deshalb freuen wir uns, dass Werder vom Ausbau-Programm der Glasfaser Plus profitiert. So bleibt unsere Stadt auch in der Perspektive als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv.“
Manuela Saß, Bürgermeisterin

„Glasfaser bedeutet für große Teile Deutschlands einen enormen Schritt ins Digitalzeitalter. Sie gewährt Bürgerinnen und Bürgern Zugang zur Hochgeschwindigkeits-Datenautobahn und wertet ländliche und mittelstädtische Kommunen als Wohn- und Geschäftsstandorte auf“, so Uwe Klawitter, Regionalmanager bei der Telekom. 

Darum lohnt sich der Umstieg auf Glasfaser

  • Glasfaserkabel ermöglichen deutlich höhere Übertragungsraten als Kupferkabel. So lassen sich rasend schnell riesige Datenmengen herauf- und herunterladen.
  • Glasfaser bietet die stabilste Verbindung für digitales Lernen und Arbeiten, Streaming und Gaming, alles gleichzeitig. 
  • Glasfaser ist weniger störanfällig und robuster gegenüber äußeren Einflüssen wie z.B. Wasser. Gerade für ältere Menschen mit einem Hausnotruf bietet eine Glasfaseranbindung mehr Schutz vor möglichen Störungen.
  • Glasfaser ist gut fürs Klima, weil weniger Energie verbraucht wird als im Kupfernetz.
  • Glasfaser steigert den Wert einer Immobilie. Wenn diese verkauft oder vermietet werden soll, ist der Glasfaseranschluss ein gutes Verkaufsargument. 

Fazit: Glasfaser ist zukunftssicher und die beste Technologie für die nächsten Jahrzehnte.

https://www.presseportal.de/pm/9077/6181955

innenminsterium brandenburg foto berndreiher werderanderhavel.de

Staatskanzlei: Innenminister dankt Einsatzkräften für ihren Dienst an den Festtagen

Auch Brandenburgs neuer oberster Ordnungshüter weiß die trotz Jahresendfeierlichkeitswochen hohe Dienstbereitschaft bei Polizei, Feuerwehr, in Krankenhäusern und der Pflege zu würdigen. Lesen Sie mehr in einer Pressemitteilung der Landesregierung vom 23. Dezember 2025.

Bernd Reiher, 26.12.2025, 01.24 Uhr

Innenminister dankt Einsatzkräften

Für ihren Dienst an Weihnachten und Silvester dankt Innenminister René Wilke heute den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz. 

„Die meisten Familien und Freunde kommen in diesen Tagen zusammen, um miteinander zu feiern und zur Ruhe zu finden. Nicht so die Einsatzkräfte unserer Blaulichtfamilie. Sie verzichten auf gemeinsame Stunden mit ihren Lieben, um für uns alle da zu sein. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Und dafür gilt ihnen unser aller Dank. Sie geben dem Wort Gemeinschaft ein Gesicht – mit Mut, Menschlichkeit und Miteinander.“ 
René Wilke, Innenminister Brandenburg

Der Innenminister besucht heute und morgen Polizeidienststellen in Potsdam und Frankfurt (Oder) sowie die Freiwillige Feuerwehr Frankfurt (Oder), um sich persönlich bei den Einsatzkräften für ihre Arbeit im Dienst zu bedanken. 

https://mik.brandenburg.de/mik/de/service/presse/pressemitteilungen/detail-pm-und-meldungen/~23-12-2025-innenminister-dankt-einsatzkraeften#

werder-havel-sanddorngarten-petzow-foto-bernd-reiher

pro agro e. V.: Dorothee Berger als Vorstandsvorsitzende wiedergewählt

Am 13. Dezember 2024 wurde Hanka Mittelstädt zur Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg ernannt. Zuvor war sie von 2016 bis 24 Vorsitzende des Verbandes pro agro e. V.

Bernd Reiher, 21.12.2025, 08:16 Uhr

Pro agro versteht sich selbst als „Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin“. Dem Verein gehören laut Eigendarstellung „Unternehmen, Vereine, Verbände aus dem Bereich des Land-und Naturtourismus, unter anderem Landgasthöfe und Pferdehöfe, sowie aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, einschließlich der Direktvermarktung“ an.

Als Mittelstädts Nachfolgerin beim pro agro e. V. wurde im Januar 2025 die Werderanerin Dorothee Berger gewählt. Sie ist Geschäftsführerin der Christine Berger GmbH in Petzow, war bis dahin stellvertretende Vorstandsvorsitzende und ist jetzt vom Verband im Amt der Präsidentin bestätigt worden. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo des pro ahro e. V. vom 26. November 2025.

Vorstandswahl auf der Jahreshauptversammlung des Brandenburger Agrarmarketingverbandes pro agro

Am 26. November 2025 wurde auf der Mitgliederversammlung des Verbandes pro agro der Vorstand neu gewählt. Der bisherigen Vorstandsvorsitzenden wurde das Vertrauen für weitere drei Jahre ausgesprochen.

Auf der heutigen Mitgliederversammlung von pro agro – Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin e.V. wurde der Vorstand neu gewählt.

Die Zusammensetzung des pro-agro-Vorstandes bildet hierbei einen Querschnitt des gesamten Aufgabenspektrums des Verbandes ab. So repräsentiert der Vorstand Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft aller Größen, des Land- und Pferdetourismus‘ sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft.

Der neu gewählte Vorstand wählte In der konstituierenden Vorstandssitzung unmittelbar nach der Wahl den Vorsitz und die stellvertretenden Vorsitzenden.

Vorsitzende

Dorothee Berger – Geschäftsführerin der Christine Berger GmbH & Co KG in Petzow (Werder/Havel)

Frau Berger – bis Januar 2025 stellvertretende Vorsitzende des Verbandes – wurde auf einer außerplanmäßigen Vorstandssitzung nach dem Wechsel der bisherigen Vorstandsvorsitzenden Hanka Mittelstädt an die Spitze des neu formierten Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) am 9. Januar 2025 bereits zur Vorsitzenden gewählt und stand seither an der Spitze des Brandenburger Agrarmarketingverbandes. Mit der turnusgemäßen Neuwahl des Vorstands am Nachmittag des 26. November wurde Frau Berger seitens der Verbandsmitglieder und des Vorstandes erneut das Vertrauen ausgesprochen.

Stellvertretende Vorsitzende (in alphabetischer Reihenfolge)

Florian Schulze – Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Hoher Fläming eG Rädigke-Niemegk

Heiko Terno – Geschäftsführer AWO Reha-Gut Kemlitz GmbH

Vorstandsmitglieder (in alphabetischer Reihenfolge)

Ulrich Benedix – Geschäftsführer Agrar GmbH Langengrassau

Tobias Exner – Geschäftsführer Bäckerei Exner

Barbara Hackenschmidt – gut vernetzte Privatperson mit starkem, ehrenamtlichem Engagement für die ländlichen Räume Brandenburgs

Nadin Halser – Geschäftsführerin Liesje Trecking

Matthias Kühn – Geschäftsführer Tourismusverband Havelland e.V.

Sebastian Kühn – Geschäftsführer EWG Eberswalder Wurst GmbH

Dr.-Ing. Ralf Ruhnau – Geschäftsführer Pferdehof Ruhnau

Heike Thomas – Geschäftsführerin Thomashof GbR

Gerrit van Schonhoven – Geschäftsführer v.S. Gut Schmerwitz GmbH & Co. KG

Malte Voigts – Geschäftsführer Spargelhof Kremmen

Vorstandsmitglied qua Amt

Gemäß Satzung des Verbandes pro agro gehört dem Vorstand des Weiteren ein Vertreter der Brandenburger Landkreise an. Dieser wurde für die kommende Wahlperiode durch den Landkreistag bereits bestimmt.

Marko Köhler – Landrat Landkreis Potsdam-Mittelmarkt

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und
Naturtourismus.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.proagro.de

https://www.proagro.de

https://www.lifepr.de/inaktiv/pro-agro-verband-zur-foerderung-des-laendlichen-raumes-im-land-brandenburg-ev/vorstandswahl-auf-der-jahreshauptversammlung-des-brandenburger-agrarmarketingverbandes-pro-agro/boxid/1043810

werder havel feuerwehr Erhard Schulz und Wilfried Krüger bild und bildquelle stadt werder havel

Rathaus: Sechzig Jahre Feuerwehr und eine Freundschaft, die geblieben ist

Erhard Schulz und Wilfried Krüger, beide 75, sind seit sechs Jahrzehnten Teil der Feuerwehr Werder (Havel). Ihre Geschichte erzählt vom Wandel des Einsatzgeschehens, von technischer Entwicklung – und einer langen Kameradschaft. Aufgeschrieben hat sie das Rathaus für eine Medieninfo vom 1. Dezember 2025. Bild und Bildquelle: Stadt Werder/Havel.

Bernd Reiher, 20.12.2025, 13:08 Uhr

Sechzig Jahre Feuerwehr – und eine Freundschaft, die geblieben ist

Sie kennen sich seit der Schulzeit, brachten sich gemeinsam ein und sie wurden nun gemeinsam geehrt: Erhard Schulz und Wilfried Krüger, beide 75, haben vom Land Brandenburg die Medaille für treue Dienste in Gold in Anerkennung 60-jähriger Pflichterfüllung in der Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel) erhalten. Zwei Kameraden, die über Jahrzehnte hinweg erlebt haben, wie sich Feuerwehrdienst, Technik und Einsatzgeschehen verändert haben.

Von der Schulbank ins Gerätehaus

Ihr Anfang liegt 1962 in der Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“. Dort übten bis zu zwanzig Jungen und Mädchen Feuerwehrknoten, den Umgang mit der Kübelspritze und den Löschgruppenaufbau. „Jeder wollte zu den Neun gehören, die bei den Wettkämpfen die Löschgruppe stellten“, erinnert sich Erhard Schulz. Daraus wuchsen Freundschaft und eine frühe Bindung zur Feuerwehr.

1965 begann die aktive Dienstzeit. Wilfried Krüger erinnert sich daran, wie beengt der Dienst damals war: das kleine Depot hinter der Polizei, zwei Fahrzeuge, rußige Garagenluft und Sirenen, die später der Funkalarmierung und schließlich den digitalen Pagern wichen. Den Löschfahrzeugen folgten die Einsatzkräfte in jenen Jahren noch mit Fahrrad, Moped oder Trabant.

Einsätze, die im Gedächtnis bleiben

Zu den frühen Bildern gehören die Böschungsbrände entlang der Bahnstrecke. Der Funkenflug der Dampflokomotiven oder heißer Bremsen setzte Gräser in Brand, oft blieb nur der Spaten zum Löschen. Gewitterlagen prägten den Sommer: Wenn der Himmel schwarz wurde, traf man sich im Gerätehaus zur Bereitschaft – auf den Hängerdeichseln sitzend und bereit zum Helfen.

Andere Situationen blieben aus politischen Gründen in Erinnerung. Als das Dach des Kesselhauses vom VEB Vulkanfiber an einem Wahlsonntag brannte, wurde dahinter der Klassenfeind vermutet, die Feuerwehr stand unter Beobachtung der Polizei. Auch der 9. November 1989 hat sich eingeprägt: Vor dem Ausbildungsdienst lief der Fernseher, doch Schabowskis Worte zogen vorbei, ohne dass jemand die Tragweite erkannte.

Neue Räume, neue Aufgaben

Ein Einschnitt in der Geschichte der Werderaner Feuerwehr war der Umzug ins neue Gerätehaus in der Kemnitzer Straße. Erhard Schulz erhielt dort eine der fünf Dienstwohnungen und lebte dort mit seiner Familie 30 Jahre. Bei Wilfried Krüger zeigte sich die besondere Bindung zur Feuerwehr auf eine ganz andere Art: Er wurde nach seiner Lehrausbildung Mitglied der Berufsfeuerwehr Potsdam und war dort, parallel zur Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel), bis zur Rente tätig.

Der erste Einsatz vom neuen Depot ließ nicht lange auf sich warten: 1973 brannte die Mühle auf der Insel, ein Ereignis, das der ganzen Stadt im Gedächtnis blieb. Wenige Jahre später gehörten die Werderaner zu den ersten Einsatzkräften bei einem der schwersten Brände der Region – dem Waldbrand bei Seddin 1976, bei dem die Flammen bis über die Autobahn sprangen.

Die Stadt war immer auf ihre Feuerwehr angewiesen. Ende der 1970er-Jahre verpflichtete der Rat der Stadt Werderaner Bürger sogar zu drei Jahren Feuerwehrdienst, weil Personal fehlte. Einige erfüllten ihn pflichtschuldig, andere entdeckten dabei ihre Leidenschaft für die Feuerwehr – und blieben viele Jahre.

Mehr Einsätze, neue Technik und starke Gemeinschaft

Mit der Wende verdoppelten sich die Einsatzzahlen, vor allem wegen des Unfallgeschehens auf der Autobahn. Massiver Verkehr, fehlende Leitplanken und ältere Fahrzeuge sorgten für schwere Lagen. „Wir haben viele tödliche Unfälle erlebt“, sagt Erhard Schulz. Der Austausch nach solchen Einsätzen war wichtig, um die Bilder zu verarbeiten: Man fuhr nicht einfach nach Hause, man sprach miteinander.

Parallel veränderte sich die Technik rasant. 1991 bekam die Feuerwehr ihren ersten hydraulischen Rettungssatz – ein Spreizer und eine Schere. Damit begann eine neue Qualität der technischen Hilfeleistung. 1992 stiftete die Firma Herbstreit & Fox der Wehr ihr Tanklöschfahrzeug 16/22 GMK-W50 (Baujahr 1988), das zuvor bei der Betriebsfeuerwehr des Pektinwerkes stand.

Auch für die Autobahn ausgestattet

Ab 1994 verbesserte sich die Ausrüstung Schritt für Schritt: Ein Tanklöschfahrzeug 16/46 von Magirus mit 4600-Liter-Tank und einem zusätzlichen hydraulischen Rettungssatz kam dazu, ebenso ein neuer Rüstwagen. Damit war Werder adäquat für das wachsende Einsatzgeschehen auf der Autobahn ausgestattet.

Auch schwere Lagen gehören zu den Erinnerungen. 2004 brannte eine Lagerhalle. Bei der Lageerkundung explodierten zwei Gasflaschen, der Einsatzleiter Stephan Kranig wurde schwer verletzt. Er erholte sich vollständig – und ist heute Stadtwehrführer.

Erhard Schulz und Wilfried Krüger gehören derweil seit 2008 und 2010 zur Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel). Sie haben eine Feuerwehr erlebt, die aus engen Garagen herausgewachsen ist, sich technisch weiterentwickelt hat und deren Stärke immer im Miteinander lag.

https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/125-jugend,-familie-soziales/4930-sechzig-jahre-feuerwehr-–-und-eine-freundschaft,-die-geblieben-ist.html

werder havel scala übergabe fördermittel sparkasse foto Teresa Matuschewski-Scholz quelle scala freundeskreis

Freundeskreis Scala e. V.: Mittelbrandenburgische Sparkasse fördert Dachsanierung

Zahl der denkmalgeschützten Gebäude in Werder: rund 90. Denkmalschutz-Objekt mit der Registriernummer 09190840: das Lichtspielhaus „Fontane“, heute besser bekannt als das „Scala“.

Bernd Reiher, 19.12.2025, 07:20 Uhr

Das Werderaner Kino ist 1940 gebaut und damit als „Kriegsbau“ heute ganz besonders ein Renovierungsfall. Zumindest beim Dach ist der Förderverein Freundeskreis als Eigentümer des Hauses jetzt ein gutes Stück vorangekommen.

Möglich wurde dies durch Unterstützung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Lesen Sie mehr in einer Medieninfo des Freundeskreises vom 1. Dezember 2025. Bild und Bildquelle: Teresa Matuschewski-Scholz. Quelle: Scala Freundeskreis e. V.

Freundeskreis Scala Kulturpalast Werder e. V. erhält Förderung für Dachsanierung

Der Freundeskreis Scala Kulturpalast Werder e. V. erhält von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse eine Förderung für die Tragwerksplanung, ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Sanierung des Daches des denkmalgeschützten Hauses. Der Verein wurdein diesem Jahr ausgewählt, die Übergabe der Fördermittel persönlich vor Ort zu erhalten.

Zur feierlichen Übergabe am 24. November 2025 kamen Landrat Marko Köhler, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Andreas Schulz, sowie die Marktdirektorin Potsdam der Sparkasse, Katrin Zachold in den Scala Kulturpalast. Gemeinsam mit Vereinsmitgliedern wurde ein kleines Buffet organisiert, das den Rahmen für eine angenehme Feierstunde mit zahlreichen Gesprächen bildete.

Der Vorstand, vertreten durch Vorsitzende Inge Iwanowitsch und Schatzmeisterin Dr. Haike Brick, nahm die Auszeichnung freudig entgegen. Unterstützt wurden sie von weiteren aktiven Mitgliedern sowie dem Betreiber des Scala Kulturpalasts.

In seiner Ansprache hob Andreas Schulz die Bedeutung des Ehrenamts hervor: Nur durch das Engagement von Vereinen entsteht kulturelle Vielfalt in Städten und Gemeinden. Landrat Köhler betonte die Einzigartigkeit des Scala Kulturpalasts und die Notwendigkeit, dieses historische Gebäude zu erhalten.

Dr. Haike Brick gab einen kurzen Überblick über die bewegte Geschichte des Hauses und richtete den Blick auf die anstehenden Sanierungsarbeiten. Mit der Förderung kann nun die Tragwerksplanung umgesetzt werden, die eine zwingende Voraussetzung für die weiteren Baumaßnahmen ist. Der Verein bedankt sich bei der MBS und dem Landrat für die Unterstützung des ambitionierten Projektes. 

Geschichte und Sanierungsprojekt Scala Kulturpalast Werder

Der Scala Kulturpalast wurde 1940 als Fontane-Lichtspiele eröffnet. Nach der Wende wurde das Kino geschlossen und erst 2002 wiedereröffnet.

Seit 2015 betreibt die „stars and heroes“ UG das Haus unter dem Namen Scala Kulturpalast mit einem breiten Programm aus Kino, Konzerten, Lesungen und Veranstaltungen wie dem Festival „Werder klingt“. Der Saal wird zudem von Schulen, Vereinen und Initiativen genutzt und ist zu einem zentralen kulturellen Treffpunkt geworden.

2018 gründete sich der Freundeskreis Scala Kulturpalast, Werder e. V., der 2021 – unterstützt durch die Stadt Werder und private Darlehen – das denkmalgeschützte Gebäude erwerben konnte. Damit konnte eine Versteigerung und Schließung des Kinogebäudes verhindert werden. Seitdem arbeitet der Verein kontinuierlich am Erhalt des weitgehend unsanierten Hauses.

Die umfassende Sanierungsplanung zeigt großen Bedarf: alte Fenster, Fassade, Heizsystem und Energieeffizienz müssen erneuert werden. Besonders die Sanierung des Dachstuhls hat derzeit höchste Priorität.

Der Verein, getragen vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder, organisiert Förderanträge, Spendenkampagnen und ist regelmäßig mit Infoständen in der Stadt präsent. Die vollständige Sanierung des Hauses bleibt eine große Aufgabe, die nur gemeinsam mit Förderern, Sponsoren, den aktiven Mitgliedern und der Stadtgesellschaft bewältigt werden kann. Der Wille, dieses historische Gebäude zu erhalten, ist jedoch ungebrochen.

https://www.freundeskreis-scala.de

https://www.scala-werder.de/de